Onkel POM hat geschrieben:Speist man ein Gas in der Einatemlunge ein, wird es folglich auch gleich so veratmet. Das hat m.E. nur in Notsituationen einen Vorteil.
Genau darum geht es..
Onkel POM hat geschrieben:Bei einer Zudosierung in der Einatemseite veratmet man erst das eben zugefügte Frischgas, der Sensor zeigt auch nur dies an und eine Vermischung mit dem Loopgas zu einem vernünftigen Brauchgas findet erst 1 - 2 Atemzüge später statt. Für den laufenden Nicht-Notfallbetrieb ist das m.E. eher negativ.
Ich verstehe immer noch nicht wann Du in einer nicht Notsituation Diluent einspeisen willst?
Nur wegen des Abtauchvorgangs? Da wäre mir der Sicherheitsvorteil im Notfall wichtiger als eine zeitlich sher begrenzte suboptimla Vermischung beim Abtauchen.
Der einzige "Normalbetrieb" über diesen Anschluss wäre ja das Wechselgas im SCR-Modus. Hier halte ich den Einspeisepunkt aber wiederum für irrelevant, bzw. auch leicht vorteilhaft wenn das "frischere" Gas geatmet wird. Zumindest wenn man sich als die eigentlichen Lehr-Regeln des SCR-Tauchens hält und die MOD des Premixes nicht überschreitet. Dann liegt man nämlich auf des sicheren Seite und wird immer einen leicht höheren O2-Anteil atmen als den für den Kreislauf berechneten auf dem man seine TG-Planung ausgerichtet hätte.
Onkel POM hat geschrieben:Dosiert man die Gase schon am Ende des Ausatemkreislaufs (hier im Kalkbehälter), haben sie über den Kalkbehälter und die Einatemlunge genug Zeit, sich mit dem LoopGas zu vermischen und der Sensor, der bei vielen Geräten (ausser beim Inspi und anderen) auch kurz vor dem Einatemstutzen sitzt, misst einen relativ realen und konstanten Wert.
Jep, war schon klar.. Es liegt für diesen teil kein Verständnisproblem vor
Onkel POM hat geschrieben:
Bei O2-CCR und SCR muss man nicht verdünnen, sofern man die MOD nicht überschreitet. Darf man ja auch nicht, weil man davon stirbt.

siehe oben. Dann habe ich m.E. ebenfalls keinen Nachteil sondern einen Vorteil, wenn die Frischgaseinspeisung näher an der Einatemseite liegt. Ist beispielsweise beim Dolphin ja auch nicht anders und ich finde auch das sinnvoll.
Onkel POM hat geschrieben:Da ich aber primär O2-CCR und SCR tauche und nur ab und an mal den mCCR-Modus fahre,
Das ist ja ohnehin der Punkt den ich überhaupt nicht verstehe. Wenn das Gerät mCCR kann, warum um alles in der Welt noch SCR damit fahren? Vertraust Du dem Gerät nicht ausreichend für CCR?
Onkel POM hat geschrieben:brauche ich eine Schnellverdünnerfunktion in dieser Form nicht (beschreibe ich weiter unten) und belasse es lieber bei einer möglichst optimalen Durchmischung. Ein konstantes, homogenes Atemgas ist mir persönlich lieber, als eins mit dauernd schwankenden Partialdrücken.
Also soooo große Mischungsunterschiede gibt es im SCR-Bereich mit der ohnehin vorhandenenleicht überdosierten Frischgaszufuhr ja nun wirklich nicht. Aufgrund der leichten Überdosierung ist die Durchmischungsproblematik ohnehin an jeder Stelle wo ich die Zufuhr setzen würde im Kreislauf vorhanden. Der einzige Unterschied ist was atme ich wirklich in der Lunge vs. des Modells/berechnung die ich annehme. Hier liege ich bei einem höheren O2-Anteil (= Frischgas näher am Einatmen) immer auf der sichereren Seite. Lehrbuchmäßiges Handeln dabei immer vorausgesetzt.
Onkel POM hat geschrieben: Dem Sensor übrigens auch.

Dem Sensor sind die Schwankungen dieser Größenordnung m.E. nach egal. Die Feuchtigkeit wird da einen wesentlich größeren Einfluss auf die Haltbarkeit haben. Im gegenteil die leichten Schwnkungen zeigen Dir beim Tauchen wenigstens das der Sensor "lebt".
Onkel POM hat geschrieben:Bei einer Hyperkapnie (hatte mal mit meinem RG-UF/M eine) wird man erstmal nur sehr kurzatmig (fühlt sich an, wie ein 50 Meter Lauf mit angehaltenem Atem *G*) und hat zur Not locker den einen oder anderen "leeren" Atemzug zum Weiteratmen Zeit. Die Gegenlungen sollen ja nur max. 3,5 Liter gross sein. Geht also fix.
Das es geht.. und das auch veglw. schnell steht ausser Frage. Du wolltest doch Verbessrungsvorschläge und Meinungen dazu hören. Wenn Du den Entwurf nur als "perfekt" abgesegnet haben wolltest, sag das doch gleich. Die deinersteits genannten Nachteile des Vorschlags die Einspeisung näher an die Einatemseite zu nehmen wiegen die möglichen Sicherheitsvorteile m.E. nach wie vor nicht auf.
Onkel POM hat geschrieben:Alles was ausgeatmet wird, geht beim Spülen entweder bewusst über die Nase weg oder durch die zudosierungsbedingte Volumenzunahme über das Überdruckventil. Wenn man den Kugelhahn also paar Sekunden länger öffnet, wird bei meinem Entwurf der gesamte Loop belüftet. Am Anfang des Kalkbehälters wird zudosiert und nur in der Ausatemlunge kann das überschüssige Gas weg. Sieh mal auf das obige Schema. Innerhalb weniger Sekunden ist der gesamte Loop mit deffiniertem Frischgas geflutet und zwar je nach Wahl mit Diluent/Bail-Out oder mit Premix.
Wie gesagt klar gehts.. Näher an der Einatemseite gehts noch halt schneller..
Onkel POM hat geschrieben:Das kann das Inspi nicht.

braucht es bauartbedingt ja nunmal auch nicht. Bei manueller Diluentzufuhr geht das "überfüllen" des Kreislaufs aber auch recht schnell (< 1 Atemzug) trotzdem kommt eben sofor Diluent in der Lunge an und nicht erst wenn der kreislauf gespült ist.
Onkel POM hat geschrieben:Vergleiche bitte nicht den für sich optimierten Aufbau Deines Inspi mit dem anderer, wieder für sich optimierter Geräte.
Ich lerne gerne dazu. Erklärs mir dann doch. Bisher kann ich die Optimierung (Maximierung der zweckmäßigen Vorteile gegenüber minimierung der in Kauf zu nehmenden Nachteile) dabei noch nicht sehen..
Wenn Du sagen würdest Du brauchst die angestrebte gleichmäßige Durchmischung vor Atmung aufgrund Deiner "abweichenden" Tauchweise, dann kann ich das ja nachvollziehen aber nicht aus den bisher genannten Gründen. Die sprechen m.E. einfach nur dafür die Einspeisung näher an die Einatemseite zu nehmen.
Onkel POM hat geschrieben:Dein ADV dosiert meines Wissens nicht mit Überdruck zu, sondern nur lungenautomatisch das, was Du bewusst über die Nase ausatmest. Bei meiner Dosierung kann ich im Bedarfsfall innerhlb kürzester Zeit quasi gleich den ganzen Loop fluten/lüften. Ein wie ich finde gravierender Vorteil zu Geräten mit lungenautomatischem Bypass und ADV.
Richtig das ADV dosiert nur lungenautomatisch zu. Vorzugsweise beim Abtauchen. Beim restlichen Tauchgang sollte es idealerweise nicht mehr ansprechen, denn das bedeutet dann immer das Gas verschwendet wurde.
Das ADV ist aber optional. Es gibt noch die normale (im Kurs wird z.B. ganz ohne ADV gearbeitet) manuelle Diluentzugabe. Die liegt auf 9-9,5 bar Mitteldruck mit entsprechendem Querschnitt, hat also im Bedarfsfall auch ordentlich Durchstrom..
Bin aber weiter sehr auf das teil gespannt, so oder so
