Am Pfingstwochenende waren Sam mit seiner Freundin Tina und ich zu einem Tauchertreffen in Skagen angemeldet. Wir wollten dort mit einigen dänischen Tauchkameraden zusammen Wracktauchgänge unternehmen und in großer Runde abends beim gemeinsamen Essen zusammensitzen und Tauchergeschichten austauschen. Die Anreise war pfingsttypisch zeitaufwendiger. In Skagen angekommen wurde ich gleich freundlich begrüßt und mir wurde meine Unterkunft in den Skagen Kultur-og Fritidscenter zugewiesen. Anschließend traf ich Jorgen Ole, er hat das Treffen organisiert. Uns standen drei große Tauchschiffe zur Verfügung. Wir drei wurden auf der Hydrophia eingeteilt. Die Hydrophia ist eine 13m langes, eigens für den Tauchbetrieb gebautes Schiff mit großer Kabine und viel Patz auf dem Achterdeck.
Samstagmorgens ging es nach dem Frühstück los. Ziel war die Buenos Aires.
Der große deutsche Truppentransporter liegt 10sm vom Hafen Skagen in max. 38m Tiefe. Die Oberkante des Wracks befindet sich schon bei 23m.
Dieses Wrack war schon bei unserer Frühjahrsausfahrt unserer Ziel.
Dieses Mal hatte wir aber eine so starke Strömung, dass kein Tauchbetrieb an dieser Stelle machbar war. Nach zwei Versuchen Taucher abzusetzen mussten wir unser Vorhaben aufgeben und haben das Wrack der Hamm angefahren. Dieses liegt strömungschützter. Nach zwei Stunden Fahrzeit haben wir die Hamm erreicht und konnten wegen der fortgeschrittenen Zeit nur einen Tauchgang unternehmen. Die Sichtweite lag stellenweise bei 5m. Ein netter Tauchgang in einem schönen Wracktrümmerfeld.
Abends ging es zurück in den Tauchclub und für bestimmt 80 Teilnehmer wurde ein großes Fischbuffet aufgebaut.
Unsere Truppe beschloss, den Versuch bei der Buenos Aires zu tauchen, am nächsten Tag zu wiederholen und uns schon um 7Uhr fertig an Bord zu treffen. Anschließend wollten wir die Oranienburg anlaufen und enden sollte unser Tag bei der Carola / Cort Alvin.
Am Wrack der Buenos Aires angekommen schlug der erste Tauchversuch fehl, bei schlechter Sicht, knapp ein Meter, war das Wrack nicht im Umkreis des Grundgewichtes auszumachen. Auch der Suchkreis mit Reel brachte keinen Erfolg. So brachten wir das Grundgewicht wieder an die Oberfläche und versuchten einen Volltreffen mitten auf dem Wrack zu landen. Dies gelang und so konnten wir einen ausgiebigen Tauchgang machen. An der Oberfläche angekommen erreichte uns ein allgemeiner Notruf aus genau unserem Seegebiet. So tauchte ich ab und löste die Leinenverbindung zur Buenos Aires. Wir liefen in Höchstfahrt auf das von der Seenotrettung genannte Seegebiet. Von dort war nur ein verstümmelter Notruf aufgezeichnet worden. Als wir uns näherten konnte unser Kapitän eine schwache Funkverbindung zu dem zweiten Tauchkutter aufbauen. Von dort war der erste Notruf abgesetzt worden. Eine Taucherin war aus noch nicht geklärten Gründen aus knapp dreißig Meter Wassertiefe leblos an der Wasseroberfläche aufgetaucht. Es befand sich an Bord der Anna Bang ein dänischer Feuerwehrmann, welcher eine Wiederbelebung mit einer Herzmassage und Atemspende einleitete. Wie uns berichtet wurde, führte das schnell zum wiedereinsetzen des Herzschlagens und der Atmung.
Der herbeigerufene Rettungshubschrauber konnte die Taucherin sicher ab bergen und in ein Krankenhaus verbringen. Abends erreichte uns die Meldung, dass es der Frau den Umständen entsprechend gut gehe.
Wir alle haben unserer möglichstes getan, um zur Rettung der Frau beizutragen.
Auch wenn sich der Unfall nicht auf unserem Schiff ereignet hat, so waren wir doch alle sehr betroffen und beschlossen aufgrund der Ereignisse den weiteren Tauchbetrieb einzustellen.
Zu den Ursachen des Unfalles kann ich keine Erkenntnisse beisteuern.
Planmäßig bin ich noch abends Richtung Hamburg aufgebrochen.
Ich habe in Dänemark nette und gute Taucher getroffen, wurde herzlich willkommen geheißen und konnte zwei schöne Tauchgänge unternehmen. Tauchen rund um Skagen ist nicht genau planbar, Wind und Wellen, die Strömungen und die Unterwassersichtverhältnisse können das Tauchen schwierig bis unmöglich machen.
Grüße aus Hamburg
Philip
Tauchertreffen Skawdyk / Wracktauchen in Dänemark - Skagen
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Rocco
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Re: Tauchertreffen Skawdyk / Wracktauchen in Dänemark - Skag
Hallo Philip,
danke für deinen ausführlichen Bericht.
Da habt ihr ja einen echten Abteuertrip erlebt, obwohl ihr sicher gerne auf das Abteuer-TU verzichtet hättet.
Schön das es der Taucherin wieder den Umständen entsprechend geht.
Wurden eigentlich auch Tauchgänge mit kleinen Booten an der Nordseeseite gemacht?
Wir sind gerade aus Fehmarn zurück. Es war klasse, wir konnten 6 Tauchgänge an 5 verschiedenen Wracks machen. ich schreibe aber bei Gelegenheit einen Bericht.
Viele Grüsse Rocco!
danke für deinen ausführlichen Bericht.
Da habt ihr ja einen echten Abteuertrip erlebt, obwohl ihr sicher gerne auf das Abteuer-TU verzichtet hättet.
Schön das es der Taucherin wieder den Umständen entsprechend geht.
Wurden eigentlich auch Tauchgänge mit kleinen Booten an der Nordseeseite gemacht?
Wir sind gerade aus Fehmarn zurück. Es war klasse, wir konnten 6 Tauchgänge an 5 verschiedenen Wracks machen. ich schreibe aber bei Gelegenheit einen Bericht.
Viele Grüsse Rocco!
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Zille
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Re: Tauchertreffen Skawdyk / Wracktauchen in Dänemark - Skag
Hallo Philip,
Danke für deinen schönen Bericht.
Gruß Thomas
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Gruß Thomas
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SAM
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Re: Tauchertreffen Skawdyk / Wracktauchen in Dänemark - Skag
Besser spät als nie ein kurzer Bericht auch von uns.
Mit den Fotos hochladen vom IPad aus habe ich das noch nicht so drauf...Also vielleicht später...
Auch Tina und mir hat es in Skagen sehr gut gefallen!
Wir waren viele Stunden bei bestem Wetter auf dem Wasser und haben dank der Strömungsbedingungen und dem bitteren Beigeschmacks der verunglückten Taucherin lediglich drei Tauchgänge machen können. Die Tauchgänge die wir machen konnten waren klasse und voller Entdeckungen (z.B. Tonnen von Pilkern, Gläsern von Bullaugen etc.) Zudem gab es ein Feuerquallen Pacman in der Strömung
Phil hatte leider verloren, so dass sein Balsamico zum Einsatz kam...
Nichtsdestotrotz haben wir viele tolle Menschen kennengelernt, Tina hat von den Jungs auf dem Boot einen Blumenstrauss zum Geburtstag bekommen und ich habe Becks gegen dänisches Bier getauscht... Wir haben eine Führung durch die Privatsammlung von Münzen, Kanonen, entsprechende Kugeln, Bullaugen, alten Glasflaschen von Stig (einem der Gründer und Urgesteine von Skawdyk) bekommen...dazu natürlich jede Menge Seemannsgarn
Die abendlichen Partys haben sich deutlich gesteigert so dass einer nach dem anderen unserer Bootscrew aufgegeben hat und uns somit die Wracks überlassen haben
dafür Neptun ein deutliches Opfer gebracht haben
Am Montag sind Tina und ich noch einmal mit der Oberon zur Uranienburg rausgefahren. Ein Klasse TG mit gut 8m Sicht. Beim Einlaufen wartete schon die dänische Presse für ein Interview zu dem TU.
Schweren Herzens haben wir uns dann gestern um 2h auf den Weg gemacht um aus dem Land der ewig nicht untergehenden Sonne wieder in den "Süden" zu fahren.
Für uns ein lohnender Trip
Gruß
SAM
Mit den Fotos hochladen vom IPad aus habe ich das noch nicht so drauf...Also vielleicht später...
Auch Tina und mir hat es in Skagen sehr gut gefallen!
Wir waren viele Stunden bei bestem Wetter auf dem Wasser und haben dank der Strömungsbedingungen und dem bitteren Beigeschmacks der verunglückten Taucherin lediglich drei Tauchgänge machen können. Die Tauchgänge die wir machen konnten waren klasse und voller Entdeckungen (z.B. Tonnen von Pilkern, Gläsern von Bullaugen etc.) Zudem gab es ein Feuerquallen Pacman in der Strömung
Nichtsdestotrotz haben wir viele tolle Menschen kennengelernt, Tina hat von den Jungs auf dem Boot einen Blumenstrauss zum Geburtstag bekommen und ich habe Becks gegen dänisches Bier getauscht... Wir haben eine Führung durch die Privatsammlung von Münzen, Kanonen, entsprechende Kugeln, Bullaugen, alten Glasflaschen von Stig (einem der Gründer und Urgesteine von Skawdyk) bekommen...dazu natürlich jede Menge Seemannsgarn
Die abendlichen Partys haben sich deutlich gesteigert so dass einer nach dem anderen unserer Bootscrew aufgegeben hat und uns somit die Wracks überlassen haben
Am Montag sind Tina und ich noch einmal mit der Oberon zur Uranienburg rausgefahren. Ein Klasse TG mit gut 8m Sicht. Beim Einlaufen wartete schon die dänische Presse für ein Interview zu dem TU.
Schweren Herzens haben wir uns dann gestern um 2h auf den Weg gemacht um aus dem Land der ewig nicht untergehenden Sonne wieder in den "Süden" zu fahren.
Für uns ein lohnender Trip
Gruß
SAM
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
- Albert Einstein
Multae sunt causae bibendi!
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Re: Tauchertreffen Skawdyk / Wracktauchen in Dänemark - Skag
Hey Ihr Skagenfahrer, vielen Dank für die Berichte!
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Re: Tauchertreffen Skawdyk / Wracktauchen in Dänemark - Skag
... ich habe den Bericht mal zu den Berichten verschoben... 