Ein Dornhai ist durch die Winterstürme vor die Flensburger Küste gespült worden. Auch im Eckernförder Hafenbecken hält sich ein seltener Gast auf.
Flensburg. Frank Steinbusch glaubte seinen Augen kaum. Zunächst sah es so aus, dass der Flensburger Berufsfischer allen Grund hatte, sich über den mauen Fang zu ärgern. Doch der frustrierte wich schnell einem überraschten Blick. Ein Dornhai hatte sich in die Flensburger Förde verirrt. Ein ganz seltener Fang. „Das ist der erste Hai in meinen 20 Jahren als Fischer in Flensburg“, sagte Steinbusch. Ein Zufallsfund, wie auch der Tauchlehrer und Meeresbiologe Jan Langmaack erklärte. Vermutlich ist der Hai durch die Stürme, die salzreiches Wasser in die Förde getrieben haben, vor die Flensburger Küste gekommen. Normalerweis benötigt der Dornhai einen höheren Salzgehalt als in dem Gewässer üblich. Sein Revier ist die Nordsee bis hin zum Skagerrak zwischen dem nördlichen Dänemark und dem südlichen Norwegen.
Zunächst war der Fischer davon ausgegangen, dass ihm ein Katzenhai ins Netz gegangen ist. Ein Irrtum, wie Meeresbiologe Langmaack erklärte. Es handele sich definitiv um einen Dornhai. Ein Blick auf die Augen reichte. Die Pupillen des Dornhais stehen vertikal, die des Katzenhais horizontal. Zudem ist die Farbgebung unterschiedlich. Beim Dornhai weißlich gelb, beim Katzenhai bräunlich. Und auch die Schnauzenform ist unterschiedlich.
Hafenbecken statt Kochtopf
Egal, welche Haiart Steinbusch in den Händen hielt, auf seine Finger musste er gut aufpassen. Sein Fang zeigte sich beißfreudig. Gefährlich ist der Fisch allerdings generell nicht, wie Matthias Paulsen vom Meeresfoschungsinstitut Geomar aus Kiel erläuterte. Vielmehr ist der Mensch für den Dornhai gefährlich geworden, obwohl er zu den am häufigsten vorkommenden Haiarten zählt. Durch Überfischung, aber auch durch die späte Geschlechtsreife dieser Fischart, ist der Dornhai stark in seiner Population gefährdet. Ob weitere seiner Artgenossen in der Flensburger Förde schwimmen, lässt sich nicht seriös beantworten. Für Taucher seien die Fische schwer zu sehen, sagte Tauchlehrer Langmaack. Zum einen seien sie sehr schüchtern, zum anderen durch die Farbe schlecht erkennbar.
Ein anderer interessanter Meeresbewohner hält sich derzeit im Eckernförder Hafenbecken auf. Dort befindet sich ein Europäischer Hummer, erklärte Langmaack. Er vermutet, dass der Großkrebs dort ausgesetzt wurde. "Es ist gut möglich, dass jemand den Hummer lebendig gekauft und es nicht übers Herz gebracht hat, ihn in den Kochtopf zu werfen", sagte Langmaack. Jetzt wohnt er in acht bis neun Metern Tiefe an der Hafenspitze. Normalerweiser wäre dort der Salzgehalt für ihn zu niedrig. Durch die Westwinde der vergangen Tage ist dieser aber angestiegen.
Ouelle: SHZ.de
Ein Dornhai in Felnsburg
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deepspace-9
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Re: Ein Dornhai in Flensburg
Ich muss ins Wasser ;o)
Danke für den interessanten Bericht!
Thomas
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Thomas
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Allerdings ist sie nicht Open Source, d.h. Du darfst sie nicht verändern oder in veränderter Form veröffentlichen!
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ChristophL
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Re: Ein Dornhai in Felnsburg
den Hummer haben Sönke und ich entdeckt. Montag wollen wir wieder hin. Ich mach aber noch ein extra Eintrag auf...
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Re: Ein Dornhai in Felnsburg
Oh ha - hoffentlich hält sich die lokale Berühmtheit dann noch ein wenig, wenn sie jetzt schon durch den lokalen Blätterwald raschelt... 