Nach La Palma im Januar das zweite Highlight unseres Vereinsleben im Jahre 2008.
Nachdem alles eingekauft und verstaut war, ging es am 12. September früh Morgens los Richtung Dänemark zur Schnellfähre „Superspeed I“ nach Norwegen. Silke, Hauke, Lars, Mathias, Stefan und Marco aus Köln haben sich in den T4 gequetscht und die kurze Reise nach Norden angetreten. Neben den Tauchausrüstungen, 14 Tauchflaschen, Grillgut und diverser Getränke, musste ja auch noch das persönliche Gepäck verstaut werden. Dank Lothars Anhänger bekamen wir alles mit und konnten so die Reisekosten erträglich halten, denn Norwegen ist normalerweise kein preiswertes Urlaubsland. Gegen 17 Uhr kamen wir in Flekkefjord an und konnten das Clubhaus am Hafen beziehen. Die Einrichtung war spartanisch, aber dafür verfügte die Hütte über einen großen Kompressor und am Steg lag ein schickes 6 Meter Schlauchboot mit 100 PS Außenborder zu unserer Verfügung. So konnten wir unsere Tauchtouren ohne große Laufereien beginnen.


Neben Steilwandtauchen und Naturtauchgängen im Fjord und der Nordsee, betauchten wir das 70 m lange Wrack der „Gudrun“, die beim Bergeversuch nach einem Alliierten Luftangriff sank und beim noch fast unbekannten Wrack der Schwedischen Fregatte „Lois et Anne“, welche 1724 sank.
Dort lag neben den Kugeln auch noch eine original Kanone des Segelschiffes. Wetter war brauchbar bis gut, der Bäcker nicht weit und so konnten wir in Ruhe 11 Tauchgänge in fremden Gewässern unternehmen.

Tond, der Vertreter des Norwegischen Tauchclubs stand uns als Hilfe und Guide bei 2 Tauchgängen vor Ort zur Verfügung und wurde somit auch gleich in die Deutsche Tradition des Dekobieres eingeführt........

Für die meisten war dies der erste Tauchurlaub in Norwegen. Ich musste feststellen, vor 7 Jahren war ich das letzte Mal in Flekkefjord tauchen, dass die vielen Fischfarmen - Aquakulturen Unterwasser ihre Spuren hinterlassen haben. In den Fjorden, insbesondere in der Nähe der treibenden Anlagen war die Sicht deutlich schlechter als vorher und der Kelp war vielerorts krank und von weißen Bakterien befallen. Trotzdem war dies im Gegensatz zum gewohnten Ostseetauchen schon ein gewaltiger Schritt in Sachen Natur nach vorn. Unsere nächste Tour wird sich wohl, insbesondere nachdem uns Trond ein paar Fotos und Videos von seinen bevorzugten Tauchplätzen in Norwegen gezeigt hat, im Sinne einer erneuten Vermietung taktisch falsch, weiter nach Norden führen..........


Am Tage der Abfahrt regnete es in Strömen, was uns aber nicht hinderte, in Movik noch das Kanonmuseum, die Stellung „Vara“ zu besichtigen. Neben dem Bunker konnte eine noch völlig intakte 38 cm Kanone (Tirpitz/Bismarck Kaliber) besichtigt werden. Gegen 1 Uhr Nachts waren dann wieder alle zu Hause.