ich schaffe es ja kaum noch, Berichte zu schreiben aber nun will ich mich dann doch mal wieder aufraffen, zumindest kurz.
Also: Gestern Abend Feierabendwracktour angesagt mit insgesamt sechs Tauchern und Skipper. Geplant war der Besuch eines unbekannten Wracks, ich bin mir nicht sicher aber ich glaube, Rocco hatte es mal beim Bier als so eine Art KFK beschrieben, als ich Ihn auf die beiden Wrackpositionen zwischen der Tjalk Falshöft und dem Räumboot ansprache. Ziemlich zerdeppert, Bug und Heck fehlen, irgendwie so. Laut Sidescan passte das.
Wir kamen nach diversen Verzögerungen also so 1830 los und legten die knapp 14 Meilen mit 28 Knoten zurück, um etwas von der verlorenen Zeit aufzuholen. Gegen 1900 lagen wir über dem Wrack. Frank hatte sich die Halsmanschette geschrottet, als er sich bei 28 Knoten anziehen wollte und wohl etwas unvorsichtig war. So war der Plan: Ich gucke mir den Neuling an, er kann meinen Anzug kriegen für die Tjalk Falshöft. Aber meine Manschetten sahen auch schon echt böse aus.
Beim ersten Wasserkontakt wurde klar: Die haben es jetzt auch hinter sich, in der rechten Armmanschette ein Riss von 2cm. Egal, Flettband straff drüber, ist ja Sommer. Und ab. Die Sicht war leider nur durchschnittlich, dafür war es unten auf 23m noch angenehm warm (kam mir entgegen). Mit Bryan und Oli fanden wir ein ehemals größeres Holzschiff vor, dessen Bug und Heck fehlten. Es waren am einen Ende noch stählerne Maschinenteile erkennbar. Das Wrack war reich mit Netzen behanden und trotzdem gut bewachsen. Vielleicht noch 20m lang inkl. der Trümmerfelder an Bug und Heck ehemals sicher noch etwas größer, denn auch geschätzte 6-7m breit.
Alles in allem ein Wrack der Kategorie Hat-man-mal-gesehen. Vergleichbar vielleicht Peter Marie. Wenn es näher liegen würde, käme man sicher ab und an mal vorbei aber so sind die Svendborgsund und die Tjalk einfach zu nahe dran. Fisch war auch keiner da außer den verrottenden Dorschen im alten Netz.
Oben wurde sich ganz langsam nach Norden verholt, während ich meinen nassen rechten Arm trocknete. An der Tjalk wurde dann noch ein zweiter Tauchgang in der untergehenden Sonne gemacht. Die Sicht soll gut gewesen sein und es gab wohl reichlich Fisch. Ich hatte ja verzichtet...
Stattdessen konnte ich mich mit Ute lange über Taucherflöhe unterhalten.
Nach Rückkehr aller Taucher mit sehr schönem Leuchtwasser im Abendlicht, kehrten wir um 2310 Uhr nach Gelting Mole zurück und sabbelten uns noch bis 0030 Uhr auf dem Parkplatz fest bevor es in Richtung Betten ging.
Unten noch ein paar Bildchen.
Viele Grüße
Tim













