Der Skawdyk
Wie von mir gepostet fand über Pfingsten wieder das Tauchertreffen in Skagen statt.
Andreas holte mich Freitag morgens, gefühlt lange vor Sonnenaufgang, ab und so fuhren wir noch vor der Pfingstreisewelle an den nördlichsten Punkt von Dänemark, nach Skagen.
Das Treffen von Joergen und seinen Helfern ist sehr gut organisiert, so bekamen wir unserer Schlüssel für die 6 Bett Unterkunft im örtlichen Jugend – und Freizeittreff übergeben und konnten am gleichen Tag um 16 Uhr auf dem Tauchboot den Hafen verlassen.
Insgesamt waren bei dem Treffen drei große Tauchboote und drei Schlauchboote in Einsatz.
Als erstes Wrack fuhren wir das Frachtschiff Uranienburg an. Es handelt sich um ein 85m langes Dampfschiffwrack, gesunken 1918 durch einen Minentreffer.
Schon auf der Autofahrt war das Wetter recht ungemütlich, so zeigte sich der Skagerrak mit reichlich Wind und einer ruppigen Kreuzsee. Darüber wurde aber nicht diskutiert, es wurde das Wrack angefahren und fertig. Einige Dänen gaben größere Mengen von vorverdauter Nahrung nach Außenbords.
Erst spät um zehn waren wir zurück in Hafen. Als Überraschungsgast hat sich Ingo, der Ostseetaucher, eingefunden. Auf seinen Weg von Norwegen nach Hause ist er spontan Richtung Skagen abgebogen.
Am nächsten Morgen startete der Tauchtag um halb sechs mit einen gemeinsamen Frühstück.
Als Wrack wurde die recht weit draußen liegende Lake Placid, oder wie Sie auch genannt wird, die Warpath angelaufen. Hier bei handelt es sich ebenfalls um einen dampfgetriebenen Frachter. Ehemals 78m lang und mit Kohle beladen. 1920, also lange nach Kriegsende lief dieser Dampfer auf einen Mine und sank. Das Wrack liegt auf ebenem Kiel und ist strukturell intakt.
Das Wetter hatte sich gebessert und so hatten wir einen sehr schönen Seetag mit zwei tollen Tauchgängen.
Erfahren und mit gutem Auge hatte Ingo mit einem Doppelmanometer, Überdruck und Unterdruck, den Fund des Tages. Skala und Messinggehäuse waren sehr schön anzuschauen.
Abends verließ uns Ingo Richtung Heimat und so verpasste er den folgenden Festabend.
Bei der stattfindenden Tombola wurde unser Gastgeschenk , ein russischer Trockentauchanzug mit Vollgesichtsmaske und Trockenkopfhaube aus den siebziger Jahren als Wanderpokals verlost. Präsentiert wurde der Anzug von einen tanzenden Neuseeländer, der seinem Maori Kriegstanz mit einer Harpune bewaffnet vollführte und so den Saal zum kochen brachte.
Anschließend wurde ich spontan von Joergen gebeten über das Wracktauchen in Polen zu berichten. Völlig überrascht habe ich deshalb aus den Stehgreif in schlechtem englisch über die Tauchmöglichkeiten in Polen gesprochen.
Anschließend floss nach nordischer Manier Alkohol in strömen. Dies hatte den Vorteil, dass am nächsten Tag auf den Booten doch mehr Platz war, da etliche eingeplante Taucher nicht am Tauchbetrieb teilnehmen konnten.
Geplantes Ablegen war um 8Uhr. Im Hafen sahen wir noch die letzten Partygäste umher streifen. Sie kamen grade vom schwimmen am Strand und wollten nur noch ins Bett.
Wir starteten unsere dritte Ausfahrt, die Verhältnisse ließen an verschiedenen angefahrenen Wracks kein Tauchen zu. Die vorherrschende Strömung drückte die gesetzten Markierungsbojen schon fast Unterwasser.
Bei der Sydfjord, ein Frachtschiff von knapp 80m, gesunken nach einer Kollision, hatten wir mehr Glück und Andreas und ich konnten unseren Tauchgang beginnen. Durch die Strömung wurde das Grundgewicht vom Wrack weggezogen und wir konnten nur sehr mühsam die Sydfjord erreichen. Sie bot mit ihrer mächtigen Schraube einen tollen Anblick. Nur konnten wir wegen der Umstände nicht lange bleiben. So verließen wir das Wrack nach nur 14minuten Grundzeit und begannen driftend unseren Aufstieg.
Für den letzten Tauchgang verlegte unseren Schiff erneut zur Uranienborg, hier waren die Verhältnisse wieder besser.
Abends wurde erneut gefeiert. Es wurde gegrillt und viele Kontakte geknüpft.
Morgens um halb sieben saßen Andreas und ich wieder im Wagen Richtung Heimat.
Mit den drei Seetagen, den fünf Tauchgängen an den drei verschieden Wracks, dabei endlich die Lake Placid erreicht, war es zusammen mit den tollen Abenden eine sehr schöne und vor allen eine sehr gelungene Veranstaltung für uns.
Unserer Dank gilt den Veranstaltern und allen freiwilligen Helfern die dieses tolle Event auf die Beine gestellt haben.
Gruß Philip
Tourbericht Skagen 2014 / Skawtraef
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deepspace-9
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Re: Tourbericht Skagen 2014 / Skawtraef
Vielen Dank für diesen Bericht - den Fund von ingo konnte man ja schon bildlich bei FB bestaunen. Glückwunsch Ingo!
Ich wäre gern mal wieder dabei gewesen, die Flaschen waren auch schon fast befüllt aber ... naja, das ist eine andere Geschichte.
Ich hoffe, dass ich das nächste Jahr endlich wieder mal dabei sein kann.
Ich wäre gern mal wieder dabei gewesen, die Flaschen waren auch schon fast befüllt aber ... naja, das ist eine andere Geschichte.
Ich hoffe, dass ich das nächste Jahr endlich wieder mal dabei sein kann.
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Rocco
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Re: Tourbericht Skagen 2014 / Skawtraef
Moin Philip,
danke für den Bericht. Scheint ja ein erfolgreiches Wochenende gewesen zu sein. Gut das uns ein paar Schlosser in
Skagen würdig vertreten haben.
Viele Grüße Rocco
danke für den Bericht. Scheint ja ein erfolgreiches Wochenende gewesen zu sein. Gut das uns ein paar Schlosser in
Skagen würdig vertreten haben.
Viele Grüße Rocco
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Seacam
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Re: Tourbericht Skagen 2014 / Skawtraef
Vielen Dank für den Bericht. Hört sich gut an. Vielleicht schaffe ich es auch irgendwann einmal dort mit ins Wasser zu hüpfen.
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Zille
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