hier mal ein kurzer Lagebericht aus dem tiefen Süden.
Am Wochenende hat es mich in die Schweiz an den Thuner See gezogen. Dieses Tauchziel hatte ich mir schon lange ausgewählt, aufgrund der guten Sicht im Winter, der bodenlosen Steilwände und einer betauchbaren Höhle die im See ihren Eingang hat, den Bätterich.
Beschreibung der Höhle: http://www.uanliker.ch/berichte/baetterich.shtml
Infos zum Thuner See:
http://www.taucher.net/redaktion/27/Thuner_See_4.html
http://www.tc-thunersee.ch/
http://www.matthiaskeller.info/Thunerse ... ersee.html
Nachdem das Auto gepackt war, fuhr ich im Allgäu los Richtung Schweiz zum Thuner See. Die Fahrt zog sich durch den doch recht dichten Verkehr und den Bergpassagen in der Schweiz. Ich brauchte für die 330km gute 5 1/2 Stunden.
Am Samstag früh war ich mit Urs, Martin und Manu an der Tauchbasis Grazy Diver verabredet. Dort angekommen war ich erst mal erstaunt über die Fülllogistik die, die Jungs dort hatten. Mehrere grosse Hochdruckkompressoren, Membrananlage, Booster, Niederdruckkompressoren und vieles mehr. Man merkte schon das hier öfter mal tief getaucht wird.
Website der Basis: http://www.tec-diving.ch/
Bei einem Kaffee besprachen wir dann den TMX-Tauchgang den wir am Vormittag am Entenegg/Ameisenegg machen wollten. Für mich waren die ganzen Gespräche etwas anstrengend, da es eine bunte Mischung aus Schwizerdütsch, Französisch und fast hochdeutsch war.
Danach ging es dann bei Sonnenschein und Frühlingshaften Temperaturen zum nahe gelegenen Tauchplatz.
Der Tauchgang war spitzenmässig, selbst auf 60m hätte man nicht zwingend eine Lampe gebraucht. Wir tauchten in einer Schlucht ab auf ca. 40m, um uns dann die anschliessende Wand weiter runter fallen zu lassen. Diese ging dann im 60m Bereich in eine recht steile Halde über. Alles in allem war es ein wunderschöner Tauchgang bei klasse Bedingungen.
Da meine Tauchpartner am Nachmittag noch einen Termin hatten beschloss ich noch einen flacheren TG am Tauchplatz der Basis zu machen. Dort gab es wieder tolle Sicht und eine steil abfallende Halde. An diesem Tauchplatz gab es viel Schrott von den benachbarten Hotels, ein grösseres Segelbootwrack und auch Flasche in jeder erdenklicher Form und Grösse zu finden. Allerdings kenne ich mich mit Schweizer Glas nicht aus, aber ich glaube es waren eher neuere Erzeugnisse. (kannst wieder aus dem Auto aussteigen, Heinz
Nach dem Tauchgang bzw. Terminen trafen sich irgendwie wieder alle an der Basis und es wurde für den morgigen Tag gefüllt.
Diesmal sollte es in die Höhle gehen. Da Urs einen Kurs hatte begleitete mich Regula, eine Freundin von ihm.
Nach einem Briefing und der Feststellung das wir einen Scooterhinterteil bzw. Motor zu wenig hatten, beschloss Regula und ich mit nur einem Scooter zum Höhleneingang der ca. 500m vom Einstieg entfernt lag zu gelangen. Dies funktionierte auch ganz gut, nach ca. 15min hatten wir die Strecke hinter uns gebracht. Nachdem der Scooter und die Dekostage am Höhleneingang deponiert waren, tauchten wir in die wirklich schöne Höhle. Im Eingangsbereich klarte die Sicht noch mal um etliche Meter auf, so das sich der Lampenstrahl im Nirgendwo verlor.
Bizarre Felsformationen, Auswaschungen und kein Sediment in der Höhle machten den Tauchgang zu einem Genuss.
Bei einer Wassertiefe von ca. 35m zwang uns das Nitrox im Rückengerät zur Umkehr. Wir erkundeten auf dem Rückweg noch einen seitlichen Gang, wo sich zu meinem Erstaunen viele Fische aufhielten. Die schätzen wahrscheinlich das warme Wasser der Höhle, denn die Temperatur liegt ist dort um ca. 3C° höher als im Thuner See.
Nach ca. 50min Aufenthalt in der Höhle, machten wir uns wieder auf den Rückweg und beendeten den Tauchgang wieder bei strahlendem Sonnenschein und herrlicher Bergkulisse.
Anschliessend wurde noch gemeinsam gegessen und Kaffee getrunken und dann ging es für mich auch schon wieder Richtung Allgäu, diesmal in nur 4 Stunden.
Viele Grüsse Rocco!