Moin allerseits,
ich hab mich vor zwei Jahren mal auf die Suche nach einem Wrack eines Stahlfrachters aus der allgemein bekannten Wrackliste gemacht, das in den Seekarten nicht mehr verzeichnet ist, weil nur noch Trümmerfeld. Ich habe es dann mit etwas Adlerauge auch irgendwann ein Stück abseits der offiziellen Position in sehr moderater Tiefe vor Schleimünde gefunden. Wirklich nur noch Trümmerfeld, nichts Schiffförmiges mehr zu erkennen. Es gab zu der Zeit einige Indizien, die darauf schließen ließen, dass hier noch niemand vorher tauchen war. Dieses Jahr aber war ich nicht mehr der Einzige. Nur ein oder zwei Tage, bevor ich dort ein bestimmtes größeres Objekt (das nicht direkt zum Wrack gehörte aber dennoch dort ruhte) mal abfilmen wollte um es einem Experten zu zeigen, ist da richtig durchgepflügt worden und ich war gerade zwei Wochen vorher noch dort, da war noch nix los. Dazwischen ging nicht wegen Schlechtwetter.
Ziemlich viel Messing und ein großer Patentanker wurden abgeborgen, ein altes Steuerrad und das bestimmte Objekt, das allein etwa 350 Kg auf die Waage gebracht hätte war auch weg. Was mich hier wirklich beeindruckt hat, wie mit einer scheinbaren ein- oder zwei-Tagesaktion hier richtig satt rumgerührt wurde:
Es ist zweifellos so, dass erst mal eine oder mehrere Taucher sehr sorgfältig an jedem Stück Metall rumgekloppt haben, um zu sehen, was sich unter dem Belag/Bewuchs befindet. Darunter richtig dicke Sachen, wie ein mehrere Meter langer Doppel-T-Träger, komplett ausgepackt und beiseitegerämt, wirklich schwere Stahlplatten gewendet wie Memorykärtchen. Da wurde richtig gearbeitet.
Ich stelle mir dabei die Frage, wer hier so regional technisch dazu in der Lage ist, so eine Aktion in so kurzer Zeit durchzuführen. Allein schon für die Bergung der größeren Objekte muss ein Fahrzeug zur Verfügung gestanden haben, das nen Kran/Davit mit gut ner Tonne Hebekraft besitzt und auch die Ladefläche, das Bergungsgut alles gleich mitzunehmen. Wie der ganze Kram da unten gezielt durchgemixt und beiseite geräumt wurde, sieht das auch nach Kommunikation nach oben aus mit Anschlagen, Kommando auf/ab usw., Oberflächenversorgung oder Flaschenfüllmöglichkeit, hat schon den Stallgeruch von Bergungsunternehmen. Dazu kommt dann noch der Umgang mit dem bestimmten Objekt (das ich hier nicht näher beschreiben möchte), wo man vermuten möchte, dass da jemand sehr verwegen war und/oder genau wusste, was er tat. Kurz: Das waren Profis, die gezielt und nicht zum ersten mal nach verwertbaren großen wie kleinen Wrackteilen gesucht, gefunden oder auch gleich geborgen haben, neben den schon erwähnten Dingen.
Es gibt Hinweise, die fast ausschließen lassen, dass da unsere Behörden oder deutsche Unternehmen vor Ort waren, will ich jetzt hier öffentlich auch nicht näher drauf eingehen warum, scheint aber plausibel.
Meine favorisierte Theorie momentan ist irgendwer aus dem Dänischen Raum. Fällt euch spontan jemand ein, der in der Lage ist, im dem genannten Umfang in so kurzer Zeit solche Arbeiten durchzuführen?
Gruß
Krischan
Wrackverwerter von woher?
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Rocco
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Re: Wrackverwerter von woher?
Moin,
das es in der dänischen Tauchszene nicht gerade zimperlich mit Sachen auf dem Grund umgegangen wird ist mir bekannt, aber für eine größere Aktion fällt mir keiner ein. Die Clubs aus der Gegend haben meiner Meinung nach nicht die Mittel dazu.
Keine Ahnung.....
Viele Grüße Rocco
das es in der dänischen Tauchszene nicht gerade zimperlich mit Sachen auf dem Grund umgegangen wird ist mir bekannt, aber für eine größere Aktion fällt mir keiner ein. Die Clubs aus der Gegend haben meiner Meinung nach nicht die Mittel dazu.
Keine Ahnung.....
Viele Grüße Rocco
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SAM
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Re: Wrackverwerter von woher?
Das ist ja eine krasse Geschichte.... Für die Schrottbergung ist sicherlich größeres Gerät notwendig, welches nur auf einem größeren Schiff zum Ort des Geschehens kommen kann. Solche Schiffe haben doch sicherlich, gerade bei schlechtem Wetter, ihr AIS an. So eine Aktion ist auch sicher nicht in zwei Stunden erledigt...möglicherweise kann man das AIS Signal nachvollziehen...
Gruß
SAM
Gruß
SAM
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
- Albert Einstein
Multae sunt causae bibendi!
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Schleitaucher
Re: Wrackverwerter von woher?
Mit dem AIS ist ein guter Hinweis. Mir ist allerdings kein AIS-Archiv bekannt. Wäre inzwischen auch schon zu lange her glaube ich, das Ereignis liegt schon etwa 2 Mon zurück.
@Rocco: Kriegst ne PN
@Rocco: Kriegst ne PN
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Kommandant-aD
Re: Wrackverwerter von woher?
Moin moin krischan,
ich war es nicht, ganz ehrlich.
Du könntest die hisigen Fischer befragen. Ich denke denen entgeht nichts was vor ihrer Haustür passiert
Deine Aktivitäten sicher mit eingeschlossen. vielleicht auch Tippgeber an die "Raubtaucher"?
Ein großer Fischkutter hebt auch sehr große Lasten. Ich denke dabei an die Schrottfischer in den vierziger und fünfziger Jahren. Die modernen Kutter verfügen sicher über noch kräftigere Hebegeschirre.
Gruß Kommandant
ich war es nicht, ganz ehrlich.
Du könntest die hisigen Fischer befragen. Ich denke denen entgeht nichts was vor ihrer Haustür passiert
Deine Aktivitäten sicher mit eingeschlossen. vielleicht auch Tippgeber an die "Raubtaucher"?
Ein großer Fischkutter hebt auch sehr große Lasten. Ich denke dabei an die Schrottfischer in den vierziger und fünfziger Jahren. Die modernen Kutter verfügen sicher über noch kräftigere Hebegeschirre.
Gruß Kommandant
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Tim@BlueSpirit.de
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Re: Wrackverwerter von woher?
Also wenn ich mir das so vorstelle, Lothar mit seiner grauen Motorboje beim Wrackbergen... *kopfkino*
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Schleitaucher
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philipaushamburg
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Re: Wrackverwerter von woher?
Moin, die gleiche Frage stelle ich mir wegen der Undine. Wer kann solche Löcher in die Bordwände brennen? Oder die großen Kreuzpoller abschweißen? In fast 40m tiefe!
Gruß Philip
Gruß Philip
Gruß aus Hamburg
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wracktaucher
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Re: Wrackverwerter von woher?
Können tun das einige..........philipaushamburg hat geschrieben:Moin, die gleiche Frage stelle ich mir wegen der Undine. Wer kann solche Löcher in die Bordwände brennen? Oder die großen Kreuzpoller abschweißen? In fast 40m tiefe!
Gruß Philip