Flekkefjord ist ein kleines Städtchen mit gesamt grade mal 9000 Einwohnern, das Umland mitgezählt hofft man auf die 10.000der Marke. Teils aus modernen Gebäuden, teils märchenhaften, meist weiß gestrichenen Holzhäuschen. Umgeben von einigen Hügeln und teils schroffen Felswänden. Die Stadt Flekkefjord liegt fast am Ende des gleichnamigen, sehr langen und auch verzweigten Fjordes. Innerhalb dieses riesigen Gebietes kann bei fast jeder Witterung und Wind ausgelaufen werden.
Angereist sind wir zu fünft in einen VW Bus nebst großem Anhänger. Ausreichend komfortabel und sehr wirtschaftlich. Der große Hänger war brechend voll. Speicherflaschen, Rückengeräte, Stages. Das sah nicht nach Tauchen für Fünf, das sah eher nach einen großen Club aus. Gott sei dank fanden die Scooter auch noch Platz. Männer und ihre Spielzeuge eben.
Fahrstrecke von Hamburg 650km plus Fähre ca. 3,5h. Also früh gestartet und am frühen Abend vor Ort. Mit netter Pause zum Schlafen und Essen am Bord der Fähre. Passt!
Der uns seit Jahren bekannte Tauchclub hatte uns wieder Clubboot, Kompressor und Räumlichkeiten für sehr faires Geld zur völlig freien Nutzung überlassen. Auch das hatte Blacky, wie den Rest auch, perfekt organisiert.
Zusätzlich zu der tollen Vorbereitung wurden wir aufs beste mit warmem Frühstück und bestem Abendessen verwöhnt. Dafür auch an dieser Stelle den Dank aller Mitreisenden an "Mutter".
Max mischte für die Gruppe aus den mitgebrachten Gasen und mit Hilfe des Kompressor immer perfekt die gewünschten Gase. Standardmäßig haben wir die Tauchgänge aus Bottomstages, ggf. mit Dekostages, bestritten und so die Rückengeräte meist nur sehr wenig "angefasst". Klasse Logistik. Thorben lebte gasmäßig als Kreisler, mit einem endstufenmäßig ausgestatteten Revo Kreisel, in einer anderen Welt.
Als Unterkunft hatte wir zwei kleine auf einen Grundstück liegende und zusammengehörige Häuschen gemietet. Echt schnuckelig. Und was für ein Kühlschrank. Als Ecklösung und monströs groß. Die tolle Terrasse mit Lümmelecke konnten wir nur einmal nutzen, Zeitmangel, denn Tauchen und Essen nimmt halt Zeit in Anspruch, oder wegen der zum Teil doch recht erhöhten Luftfeuchtigkeit. Wobei ich gleich hier sagen muss, dass das Wetter oft sehr schön war und der Regen weder doll störte noch einen Schlosser aufhalten sollte.
Paramilitärisch wurde der Tag sehr früh und mit leckerem Rührei und übervollem Tisch gestartet. Danach noch schnell eine Mittagsbrötchen vorbereitet und ab ging es zum (theoretisch...) fußläufig erreichbaren Taucherhaus.
Das Gas war ja schon am Vorabend gemischt und mußte nur noch analysiert werden. So konnten wir schnell starten.
Das große "RIB" ist eigentlich keines, aber eine genauere Beschreibung würde den Umfang dieses Berichts sprengen. Die ausreichende Motorisierung brachte uns zügig in jeden Winkel des großen Seegebietes.
Hier stehen unzählige, dieses Jahr unglaublich fischreiche Steilwände und teils recht tiefe Sandbuchten zur Auswahl. Auch hatten wir mehrere Positionen von Wracks aus verschiedenen Jahrhunderten. Das bekannteste Wrack der Gegend ist die Gudrun. Ein großes Frachtschiff, versenkt in WK II, auf ebenem Kiel. Grund zwischen 35m und 48m. Dieses Wrack haben wir uns zweimal vorgenommen. Beim ersten Besuch hatten wir Sichtweiten, da fehlen mir die Worte für. Als ich mit den Scooter aus der Tiefe, man muß ja mal gucken was andere Taucher so an diesen Platz alles verlieren
Bessere Sicht! hatten wir dann noch an den äußeren Schären. Und wie gesagt, auffällig viel Fisch, auch größeren (Köhler - Seelachs) und Leng.
Die Steilwände mit Felsnasen, Plateaus und Überhängen bieten auch beste Bedingungen für Trimix TGs. Max und ich wurde am dem tiefsten Punkt unseres TG von einem beeindruckend großen Breitflapper, Seeteufel, begrüßt. Sein charmantes Grinsen ist immer wieder einen Einladung zum kuscheln.
Die Fähre Hirtshals - Kristiansand ist eigentlich immer ein Tauchertreff. Diesesmal trafen wir Derk R., auf Hin- und auf der Rückreise. Schon beeindruckend was er und ein paar von den Jungs auf die Beine stellen. Auch ohne Anhänger der Sekte zu sein, echt klasse.
Wir jedenfalls konnten so mit viel Initiative von Dirk und viel Teamwork ein spannendes und kameradschaftliches Taucherevent organisieren. Viel Spaß, tolle Eindrücke und das alles noch für günstiges Geld.
Allerbest!!
Bilder (eingestellt von Blacky): Bericht