Rebreather - Einstieg

Was man so alles ins Wasser trägt (und die meisten von uns auch wieder zurück)
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Schleitaucher

Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von Schleitaucher »

Ich hatte mir damals für teuer Geld extra ne medizinische 50l-Eigentumsflasche besorgt, die mir anschließend keiner mehr füllen wollte weil medizinisch.
Die hat dann aber als Pressluftspeicherflasche für oberflächenversorgtes Tauchen gute Dienste geleistet.

Ich hatte natürlich damals nur die alten mechanischen Dolphin oder FGT, die konnten in erster Linie super Pflegeaufwand generieren und dennoch gelegentlich Taucher schlafen schicken.
Während andere schon gegrillt haben, hab ich noch Gerät zerlegt, geputzt, getrocknet, gemessen, gerechnet, geprüft, beschriftet etc.... ;)

Da hat es inzwischen ne echte Weiterentwicklung gegeben, nicht nur in der Effizienz. Kreisel-Unfälle sind sehr selten geworden scheint mir?
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P.J.
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Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von P.J. »

Moin,

um hier mal eine Gegenposition einzunehmen, melde ich mich als bekennender Nichtkreiseltaucher. Es werden Vorteile genannt wie warme Luft, Fülllogistik, Ruhe zum Fischegucken, längere und tiefere Tauchgänge, etc... Alles nicht verkehrt, aber
- offenes Tauchen ist um Längen sicherer (festes Gemisch, keine Abhängigkeiten von Sensoren, Elektronik, etc..)
- außer unserem Steffen photographiert eh keiner Fische, dann können diese auch das Geblubber hören und selbst Steffen taucht offen
- Logistik ist sicherlich ein Thema, aber eher was den Füllkomfort betrifft. Jeder muss für sich entscheiden, ob er zu Gunsten dieses Komforts die erhöhten Risiken auf sich nehmen möchte
- Solotauchen hat ein deutlich höheres Risiko, man merkt im Zweifel nicht, ob Wasser eindringt
- warme Luft und Temperaturen kann man in den meisten Fällen mit Heizung und gutem Unterzieher kompensieren und wenn es dann ein wenig kälter ist, was soll´s
- die Tauchgänge werden nicht wirklich länger - nimmt man Bailout ernst, ist man selbst bei einem 90m TG nur unwesentlich länger unterwegs und man ist am Ende schwerer, bzw. umfangreicher bepackt wie mit einer schnuckeligen D20 und 3 oder 4 Stages

Jetzt könnt Ihr das alles beiseite wischen, aber das Risiko ist eindeutig höher. Mir scheint es manchmal, daß der Wunsch etwas Neues auszuprobieren den eigentlich fest verankerten Gedanken nach Sicherheit in eine Ecke schiebt, damit man dem Wunsch Folge leisten kann. Kreiseltauchen will ich damit nicht verteufeln, man sollte sich aber sehr genau überlegen, welche Tauchgänge man macht. Macht man denn wirklich Tauchgänge, die man mit einem offenen Gerät nicht machen kann? Ich behaupte, bis auf Einzelfälle nein und lohnen diese das Risiko? Ach ja, dann hätten wir noch Höhlentauchen - sicherlich etwas anders in der Betrachtung, aber am Ende sehr ähnliche Argumente.

In diesem Sinne
PJ
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Nitrogenius

Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von Nitrogenius »

P.J. hat geschrieben: - offenes Tauchen ist um Längen sicherer (festes Gemisch, keine Abhängigkeiten von Sensoren, Elektronik, etc..)
Korrekt sehr wichtiger aber auch einziger Vorteil von OC, setzt natürlich auch die korrekte Analyse der Gase voraus und bei den dann bei den anspruchsvolleren TGs nötigen Gaswechseln die Einhaltung der korrekten Prozeduren voraus
P.J. hat geschrieben:- außer unserem Steffen photographiert eh keiner Fische, dann können diese auch das Geblubber hören und selbst Steffen taucht offen
Komisches Argument, Kreiseln ist auch ohne Fotos einfach angenehmer, insbesondere Solo oider eben im Team wenn man nichts als STille hat. Dadurch ist auch ein deutlich intensieveres Erlebnis mit der UW Fauna möglich, da dies enicht durch die Dampflock vertrieben warden
P.J. hat geschrieben:- Logistik ist sicherlich ein Thema, aber eher was den Füllkomfort betrifft. Jeder muss für sich entscheiden, ob er zu Gunsten dieses Komforts die erhöhten Risiken auf sich nehmen möchte
Klar muss jeder selbst entscheiden. Aus logistischen oder Gar finanziellen Gründen sollte niemand entscheiden das kreiseln anzufangen. Dies ware die falsche Motivation. Wie auch beim OC technischen Tauchen muss den verbundenen Risiken eiene enstrepchende Strategie entgegengesetzt warden und trainiert werden.
Es wird etwas komplexer aber bei einhaltung der gängigen Praxis ist das Risiko beherrschbar und dann im Vergleich zu heftigen OC TG in meinen Augen kaum erhöht.. Das grösste Risiko ist erstmal der TG per se..
P.J. hat geschrieben:- Solotauchen hat ein deutlich höheres Risiko, man merkt im Zweifel nicht, ob Wasser eindringt
Sehe ich nicht so dass Solotauchen ein erhöhtes Risiko hat. Das mit dem Wasser hat man immer und man muss eben die Möglichen Probleme mitigieren können. Daran ändert der Buddy nichts..
P.J. hat geschrieben:- warme Luft und Temperaturen kann man in den meisten Fällen mit Heizung und gutem Unterzieher kompensieren und wenn es dann ein wenig kälter ist, was soll´s
Ich nehme an Du hast noch keinen Kreisel getaucht.. Natürlich kann man das kmpensieren, aber diese Möglichkeiten hat man mit Kreisel auch alle.. Alles in Allem also längere angenehmere Tauchzeiten möglich.
Insbesondere die warme Luft ist einfach auch sehr angenehm
P.J. hat geschrieben:- die Tauchgänge werden nicht wirklich länger - nimmt man Bailout ernst, ist man selbst bei einem 90m TG nur unwesentlich länger unterwegs und man ist am Ende schwerer, bzw. umfangreicher bepackt wie mit einer schnuckeligen D20 und 3 oder 4 Stages
Stimmt man ist bei vernünftiger Bailoutplanung nicht pauschal länger unterwegs.. Umfangreicher bepackt? nein.. gleich..
Und der grosse Unterschied und Vorteil, die ganzen Buddeln die man noch dabei hat bleiben bei Regeldruchführung des TG voll.. Bei OC eben nicht.. Aber das war ja schon beim Punkt logistic genannt.
Der Königsweg ist natürlich der Doppelreabreather.. Dann werden Grenzen absolut verschoben..
P.J. hat geschrieben:- Jetzt könnt Ihr das alles beiseite wischen, aber das Risiko ist eindeutig höher.
Ja das Risiko ist höher, aber nicht unlösbar.. bei jeder STufe des technischen Tauchens wird das Risiko höher. Man lernt dem zu begegnen.
P.J. hat geschrieben:Mir scheint es manchmal, daß der Wunsch etwas Neues auszuprobieren den eigentlich fest verankerten Gedanken nach Sicherheit in eine Ecke schiebt, damit man dem Wunsch Folge leisten kann. Kreiseltauchen will ich damit nicht verteufeln, man sollte sich aber sehr genau überlegen, welche Tauchgänge man macht. Macht man denn wirklich Tauchgänge, die man mit einem offenen Gerät nicht machen kann? Ich behaupte, bis auf Einzelfälle nein und lohnen diese das Risiko? Ach ja, dann hätten wir noch Höhlentauchen - sicherlich etwas anders in der Betrachtung, aber am Ende sehr ähnliche Argumente.
Klar will man auch was neues ausprobiueren.. Was ist Deine Motivation für tiefe TG.. Nicht das neue unbekannte?
Die Frage ob man TGs macht bei denen man zwangsläufig Rebbies braucht ist nicht die richtige.
Mit einem einzigen Rebreather hast Du ja schon gesagt dass dies gar nicht geht.. Wirklich weiter kommt man nur mit zwei Kisten..
Aber das wichtigste haste da vergessen. Es macht einfach einen Riesen Spass und gibt ein neues (für mich besseres) Tauchgefühl! Ist es das Risiko wert? Mir auf alle Fälle

Im Höhlentauchen ist es in der Tat anders..
Da hat der Rebbie deutliche Vorteile in komplexen Höhlen. Denn bei setzen eines Basispunkten ist dann ein vielfaches der Tauchzeit möglich gegenüber OC, da das Bailout ja eben immer nicht verbraucht wird und so kann man einen Seitengang/Höhlenbereich nach dem anderen in einem TG machen..

Cheers,
Frank
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Robert
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Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von Robert »

Hi Frank,

das liest sich doch schon mal gut.
Nitrogenius hat geschrieben: Eines mit Hammerhead Elektronik, damit ist es etwas näher am heutigen Stand der Rebreathertechnik (integrierter TC, HUD) und ist insgesamt etwas robuster als die Classic Elektronik.
Kannst du mir etwas mehr zu dem umbau sagen, ich habe gehört das beim Inspi Kopf alles vergossen ist (Magnetventil usw.) so das man da nicht unbedingt rankommt.
Hast du die komplette BI Elektrik entsorgt?
Oder läuft die Parallel noch mit?

Grüße
Robert
Robert aus Bayern
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ferdy

Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von ferdy »

Robert hat geschrieben: Hast du die komplette BI Elektrik entsorgt?
Oder läuft die Parallel noch mit?
Bei der HH Elektronik braucht es keine andere mehr. ;)
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Nitrogenius

Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von Nitrogenius »

ferdy hat geschrieben:
Robert hat geschrieben: Hast du die komplette BI Elektrik entsorgt?
Oder läuft die Parallel noch mit?
Bei der HH Elektronik braucht es keine andere mehr. ;)
So ist es. es Wird quasi der ganze Kopf getauscht..
Ich hatte das Gluck dass mri günstig ein HH Kopf für das Inspi über den Weg gelaufen ist.. Die zirkulieren nicht sehr oft , ich nehme an weil die Leute damit eben zufrieden sind. Es gibt da zwar auch ein paar Macken aber wie so ift gibts da auch gegenmittel ;)

Neu gibt es die auch noch zu kaufen bei Jürgensen Marine, sind aber Sackteuer da.. Ich meine Kevin will 3K USD für einen neuen Kopf haben..

Ansonnsten sind beim Inspi Kopf eigentlich nur die Innenleben der Handsets vergossen. Es gab mal eine Version des Magnetventils welches man nicht selbst warten konnten (Version 2), aber das ist auch Geschichte..Sowohl das ganz alte (Version 1) ujnd da aktuelle (Version3) ist selbst zu warten und auch leicht aus dem Kopf zu zerlegen.
Beim Hammerhead ist alles vergossen, genau deswegen ist dort aber auch alles haltbarer. Kabelbaumkorrosionsprobleme gibt es nur beim Inspi.. Die Coax-Kabelbäume haben das schon etwas verbessert gegenüber den früheren Molex, ist aber schon noch ein Thema.

Der HH hat das letzte quasi freie Stück kabel zu den Zellen hin mechanisch getrennt über einen Bananenstecker-Steckblock. Die Kabel zu den Handsets dahinter sind vergossen und so kommt keine Feuchtigkeit ran. Das letzte Kabelstück wird dann quasi zum Verbrausgegenstand..
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Robert
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Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von Robert »

Hi Frank,

kennst du jemanden der ein Vision oder Classic verkaufen will?

Grüße
Robert
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Onkel POM

Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von Onkel POM »

@ Robert:

Schau mal hier: http://www.ebay.de/itm/Buddy-Inspiratio ... 20fc239491

Der will 1500€ im Sofortkauf haben.
Macht rein optisch einen ganz passablen Eindruck.
Ist ne dritte Buddel und paar Ersatzteile dabei.
Ne Revision würde man bei nem Kauf sicher eh machen.

Ein passendes BOV gibt es für 129€ hier: http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s ... 8-230-6894
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Hauke

Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von Hauke »

Ich habe mal eine Frage an unsere Kreiseltaucher: Ich könnte für €500 ein Dräger Dolphin kaufen (Wartung müsste gemacht werden). Soll ich kaufen oder nicht? Bisher bin ich nur OCR unterwegs.
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Falko85
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Re: Rebreather - Einstieg

Beitrag von Falko85 »

Hi zusammen,

bin seit 4 Jahren überzeugter Revo Taucher und würde auch nicht wieder zurück zu OC wollen.
Die Vor-und Nachteile wurden hier ja bereits genannt.
Ob sich ein Rebreather "lohnt" muss jeder selbst entscheiden.

Als Anfänger würde ich vom Kauf eines Gebraucht bzw. Bastelgerätes abraten.
Für "CCR" Basteleien sollte man sich gut mit der Materie auskennen.