Rückblick 2020
Normalerweise versammelt sich um diese Jahreszeit eine größere Gruppe Schlosser zum traditionellen Muschelessen im schönen Dänemark.
Diese tolle Zusammenkunft wird nun aus gegebenem Anlass leider nicht stattfinden können. Neben 1-2 erfrischenden Tauchgängen, gutem Essen & Trinken und reichlich Klönschnack gab es in den letzten Jahren auch immer einen multimedialen Rückblick über die abgelaufenen Saison.
Daher habe ich hier im folgenden einmal versucht ein paar persönliche Highlights aus dem Jahr 2020 in Wort und Bild zusammen zu fassen.
Januar:
Der 1.Januar startete für mich in einer anderen Zeitzone. Unter tropischem Himmel wird die Tauchsaison im Süden der Insel Leyte eingeläutet.
Bei unserem ersten Besuch vor etwa 15 Jahren war diese abgeschiedene Region der Philippinen touristisch kaum frequentiert. Wir waren daher positiv überrascht das sich nach so langer Zeit nur wenig verändert hat und sich weiterhin kaum Touristen in diesen Teil des Landes verirren. Die Tauchplätze und Riffe in diesem Gebiet sind seit einigen Jahrzehnten geschützt.
Mit viel Engagement haben es Naturschützer gemeinsam mit der lokalen Bevölkerung geschafft dem zerstörerischen Fischfang mit Dynamit Einhalt zu gebieten. Diese Spuren sind mittlerweile nahezu verschwunden und die maritime Vielfalt ist zurück gekehrt.
Etwas Altmetall findet man auch dort. Zumeist handelt es sich dabei um absichtlich versenkte Artefakte wie der auf dem Bild oben abgebildete Jeep. Die interessanten ‚Schrotthaufen‘ liegen eigentlich direkt vor der Haustür.
Hier dazu mehr:
https://en.wikipedia.org/wiki/Battle_of_Leyte_Gulf
https://www.japantimes.co.jp/news/2017/ ... ilippines/
Zurück in Deutschland zeigte sich der Plöner See im Januar von seiner guten Seite. Das Wasser ist nach den Wochen in Asien gefühlt noch etwas frisch.
Das Kontrastprogramm hatte Elmar dann mit seinem Hausgewässer vor den Toren Hamburgs zu bieten. Dieses sollte uns das ganze Jahr beschäftigen.
Februar:
Die ersten Berichte über unserem Lieblingsvirus geistern nun auch in Deutschland verstärkt durch die Nachrichten und wir schauen skeptisch auf das was da im fernen China passiert.
Ich pilgere nach Middelfart, um mit einem Haufen verrückter Dänen am traditionellen „Nøgensnegle Weekend“ teilzunehmen. Wie auch schon in den letzten Jahren ist dieses Treffen mit knapp 35 Teilnehmern gut besucht und ausgebucht. 3 Tage lang wird den Krabbeltieren im Lillebælt nachgestellt, Fotos werden gemacht und einige Exemplare zur späteren wissenschaftlichen Bestimmung unter dem Mikroskop eingesammelt.
Gutes Essen, reichlich Single Malt und viel Dänischer Kauderwelsch gehören zu Programm.
Einen gravierenden Unterschied zu unserem Muschelessen konnte ich auch dieses Jahr wieder feststellen.
Dänen tauchen trotz widrigen Umstände dann aber doch 3-mal täglich ab!
März:
Corona hat uns schwer im Griff und es werden einzigartige Entscheidungen getroffen. Das nördlichste Bundesland wird vom Rest der Republik abgeriegelt und Home Office wird zum Standard für mich.
Daraus ergeben sich plötzlich völlig neue Perspektiven. Die Fahrt zur Ostsee wird zu einem surrealen Ereignis, da Straßen und insbesondere unsere geliebte A1 eine Verschnaufpause bekommt.
Unterwasser richte ich meine Aufmerksamkeit auf die kleinen liebenswerten Dinge und Details.
April:
Der Frühling ist im Anmarsch und die Wasserzeiten werden weiter ausgebaut.
Die Seuche zwingt meinen Arbeitgeber die Kurzarbeit einzuführen.
Nun gut - ich kann mich auch außerhalb des Büro’s sehr gut beschäftigen und mal Sachen machen die sonst immer auf der Strecke geblieben sind.
Den steigenden Temperaturen können nun auch die heimischen Lurche nicht mehr widerstehen und so machen sie und ich uns auf den Weg zu ihren Laichgewässern.
Endlich stehen auch die ersten Wracktauchgänge auf dem Programm. Mit Robert geht es bei besten Bedingungen raus auf die Ostsee. Dabei lerne ich auch ein paar neue „Schrotthaufen“ kennen.
Gut in Erinnerung geblieben ist mir bei diesen Ausflügen ein Tauchgang an der Ekke Nekkepen, denn so ein schickes Wrack hatte ich in der Lübecker Bucht nicht erwartet.
Mai:
Der Mai war ziemlich intensiv.
Ein paar hyperbare Ausflüge ins Disneyland Norddeutschlands reihen sich nach 5 Jahren Abstinenz an diesem Ort in die Serie von großartigen Fototauchgängen im Jahr 2020 ein.
Weitere Impressionen aus den Tiefen des Sees findet ihr hier: https://www.hemmoor-flying-deep.steffenschmitt.com/
Unter Einhaltung aller Hygieneregeln fanden im Mai ein paar Schlosser dann doch den Weg an die Flensburger Förde.
Im kleinen Kreis fand so das Buchttauchen statt.
Und weiter geht’s auf die Sonneninsel Fehmarn. Der Mai hat schließlich 31 Tage.
Ein Besuch an der VS54 und dem „Dreimaster“ sind mir von diesem Wochenende noch gut in Erinnerung geblieben. Beide Wracks zeigten sich bei tollen Bedingungen von ihrer besten Seite. Hoffen wir einmal das diese durch die anstehenden Bauarbeiten für den Tunnelbau nicht zu sehr durch Sediment in Mitleidenschaft gezogen werden.
Juni:
Halbzeit im Corona-Jahr!!!
Der Juni startet Apnoe im Waldsee. Die Kröten haben das Wasserloch verlassen und ich versuche das Lichtspiel zwischen den Seerosen einzufangen.
Der Besuch am Lastensegler im Schweriner See war für mich in diesem Jahr bei besten Sichtweiten ein echtes Highlight und die nächste Wrack-Premiere.
Etwas später ruft der See im Berg. Der See liegt wirklich sehr schön eingebettet in einen alten Steinbruch. Die Tauchgänge fand ich nicht wirklich spannend. Der See und die versenkten Sachen machen eher den Eindruck einer kleinen Kopie vom Disneyland des Nordens.
Ein paar weitere Bilder gibt es hier: https://www.berg-im-see.steffenschmitt.com/
Um diese Zeit war dann auch der Seehund vor Großenbrode in aller Munde bzw. in den Medien tagelang präsent.
Ein Grund um selber dort einmal nachzusehen. Anfangs war das Wrack noch unversehrt. Später wurde es jedoch leicht modifiziert.
Fortsetzung folgt
2020 - Ein persönlicher Jahresrückblick (Teil 1)
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Seacam
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DerOstseetaucher
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Re: 2020 - Ein persönlicher Jahresrückblick (Teil 1)
Sehr schöner Bericht!
Liege mit nem Kaffee im Bett und warte auf den 2.Teil ......
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Ingo
- Auf dem Weg nach Hause von der letzten Fete... plötzlich stand die Strasse auf und schlug mir ins Gesicht..
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NvG
Re: 2020 - Ein persönlicher Jahresrückblick (Teil 1)
Ich dachte immer Leute deines biblischen Alters sind seit vielen Stunden umtriebig … Dann habe ich ja noch Hoffnung für die Zukunft! Ansonsten geht es mir wie dir: Kaffee, Bett, Warten - Steffen, lass uns nur nicht so lange hängen, ganz vorzüglich!DerOstseetaucher hat geschrieben: 30.01.2021 08:42:56 Sehr schöner Bericht!
Liege mit nem Kaffee im Bett und warte auf den 2.Teil ......
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Thorben
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Re: 2020 - Ein persönlicher Jahresrückblick (Teil 1)
Schöner Rückblick und wieder super tolle Fotos 
Jörg
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Tim@BlueSpirit.de
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Re: 2020 - Ein persönlicher Jahresrückblick (Teil 1)
Tolle Fotos wie immer! Was hängt da waagerecht am Seehund?
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DerOstseetaucher
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Re: 2020 - Ein persönlicher Jahresrückblick (Teil 1)
Da hat jemand einen Besenstil rein gesteckt.Tim@BlueSpirit.de hat geschrieben: 30.01.2021 12:41:21 Tolle Fotos wie immer! Was hängt da waagerecht am Seehund?
Ingo
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Seacam
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Re: 2020 - Ein persönlicher Jahresrückblick (Teil 1)
Nach meinen Infos hat sich Ingo O. die Mühe gemacht und ein Seerohr gebastelt.Tim@BlueSpirit.de hat geschrieben: 30.01.2021 12:41:21 Tolle Fotos wie immer! Was hängt da waagerecht am Seehund?
Das ist auf jeden Fall ziemlich massiv und auch gut eingepasst.
Ich hatte nur keine Karte von Ingo D. dabei.
Die passt da sicher gut dran.
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P.J.
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