Ich war tatsächlich seit neun Jahren nicht mehr hier. Hatte gar nicht in Erinnerung, dass das 1978 gesunkene Kümo so ein riesen Brocken ist. Wir sind erstmal um den Bug des kieloben liegenden Wracks rum. Die Anker habe ich nur am Rande mitbekommen, weil ich noch mit der Stage beschäftigt war. Dann ging es auf die Backbordseite (also Steuerbord kopfüber
„Rosita“ gleitet sanft durch die See. Der Wind hat völlig abgeflaut. Wir fahren Richtung Surendorf und ankern in Sichtweite der TVA. Mein letzter Tauchgang am „Mittelgrundwrack“ ist auch schon Jahre her. An das mächtige, wunderschöne Heck mit Ruder und Antriebswelle kann ich mich gar nicht mehr erinnern. Dabei gibt es an dem 1914 gesunkenen Motorsegler viel zu entdecken. Zum Bug hin verfällt das Schiff immer mehr. Wir sehen große Tanks, eine Art Turmfundament, Reste eiserner Aufbauten und schöne hölzerne Jungfern der Takelage. Das nur 16 Meter tiefe Wrack ist auf jeden Fall noch einmal einen längeren Besuch wert. Im Umfeld türmen sich die Trümmer – hier gibt es sicher noch einiges zu entdecken.
Nun ist es aber auch schon spät. Außerdem zieht ein donnerndes Gewitter auf. Wir lichten zügig den Anker … und erreichen im prasselnden Regen den Hafen. Beim Einlaufen kommt uns die Seenotrettung mit Bugwelle und Blaulicht entgegen. Ups …
Die nächsten 45 Minuten stellen wir uns unter. An slippen ist bei Starkregen, Hagel und einer Windhose auf der Ostsee nicht zu denken.
Bleibt zu sagen, dass die Tour mit Grischa richtig Spaß gemacht hat. Ein sehr routinierter Bootsführer und entspannter, umsichtiger Tauchbuddy. Perfekter Tripp!
Wir sind die Kinder des Kolumbus
Wir sind die Söhne Magellans
Und wir erkaufen unsre Freiheit
Mit dem Weg übern Ozean