Im Jacket-Thema wurde es eben schon mal angerissen und ich habe mich bisher schon einige Male darüber gewundert, dass viele Trockentaucher mit zwei Tarriermittel hantieren, anstatt eins zum Tarrieren und das Andere als Notauftriebsmittel zu nutzen.
Sowohl mit meiner M15, D10 und mit dem Kreisel tarriere ich grundsätzlich und ausschliesslich mit dem Trocki und erreiche damit eine erstklassige waagerechte Wasserlage. Der Trocki ist dabei soweit belüftet, dass nichts klemmt und auch nichts kalt wird. Dabei habe ich nur so viel Blei dabei, dass ich in der oben genannten Art unter Wasser komme. Zum Ende des Tauchgangs fehlen bis zu 3 oder 4 Kilo, da die soviel wiegende Luft bzw, das Atemgas ja verbraucht wurde und der Auftrieb dadurch abnimmt. Also werde ich ja quasi noch leichter als vorher.
Würde ich nun auch noch das Jacket dazu nehmen, würde ich mir im Trocki die Nüsse abklemmen.
Das Ding mit "ab 10/15 Meter beides" habe ich daher nicht kapiert oder bezieht sich das nur auf Neopren-Trockis?
Zwei Tarriermittel parallel zu überwachen halte ich persönlich für unnötigen Aufwand und damit sind m.E. auch einige Gefahren verbunden. Ein Kollege hatte genau deswegen in Hemmoor mal einen Tauchunfall (Korken-Prinzip). Er bekam, als er in einer ungünstigen Position Auftrieb bekam, nicht schnell genug beide Tarriermittel entlüftet und schoss nach oben.
Würde mich mal über Pro oder weiteres Contra Doppeltarrierung freuen. Vielleicht habe ich auch nur den einen oder anderen Punkt noch nicht bedacht, da es bisher eigentlich perfekt lief.
Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
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Re: Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
Also Pro und Contra kann ich nicht beisteuern, nur meine Erfahrungen: Habe schlicht mit Klobrille gelernt und dann auf Jacket "umgeschult" (Angezogen und los, ist ja viel einfacher als Klobrille).
Aus diesem Grund tariere ich gaaaaaanz hauptsächlich mit dem Jacket. Einfach weil ich es immer so gemacht habe. Den Anzug "lüfte" ich wenn es zu kalt wird und um die unschönen blauen Flecken (Barotraumata, träumerein, tromaten, tromellommelommeles?) zu vermeiden.
Die Feinarbeit bleibt dabei immer beim Jacket. Gerade wenn ich mit dem Kameragestell unterwegs bin ist es sehr viel besser, da ich nicht immer mit einer Hand zur Brust muss. Der Inflator vom jacket geht mit zum Kameragestell und wird bedient, ohne die Hand von der Kamera zu nehmen.
dit is aktuell mein MIR, wad?
Aus diesem Grund tariere ich gaaaaaanz hauptsächlich mit dem Jacket. Einfach weil ich es immer so gemacht habe. Den Anzug "lüfte" ich wenn es zu kalt wird und um die unschönen blauen Flecken (Barotraumata, träumerein, tromaten, tromellommelommeles?) zu vermeiden.
Die Feinarbeit bleibt dabei immer beim Jacket. Gerade wenn ich mit dem Kameragestell unterwegs bin ist es sehr viel besser, da ich nicht immer mit einer Hand zur Brust muss. Der Inflator vom jacket geht mit zum Kameragestell und wird bedient, ohne die Hand von der Kamera zu nehmen.
dit is aktuell mein MIR, wad?
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Onkel POM
Re: Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
Dann deflatorst Du, indem Du am Schlauch ziehst oder mit Hochhalten wie beim Klodeckel und älteren Jackets gelernt?
Im ersten Fall gebe ich Dir Recht und der Rest des Beitrages ist hinfällig.
In letzterem Fall allerdings wäre es gehopst wie gesprungen, ob man die Hand zur Brust (Trocki) oder gen Himmel (Jacket) nimmt. Die Hand wäre dann ja in beiden Fällen von der Kamera weg.
Bei unerwartetem Auftrieb (beim Filmen kurz unachtsam Höhe gewonnen) genügt bei Trockitarrierung ein Anheben des Oberarmes, um den Auftrieb zu kompensieren. Wenn's ganz eng wird, lupft man kurz die Halsmanschette an. So aber musst Du im Extremfall zwei Auftriebsmittel separat und gleichzeitig entlüften, denn nicht nur das Jacketvolumen nimmt zu.
Ist in meinen Augen ein vernachlässigter Sicherheitsaspekt.
Viele argumentieren damit "aber wenn mal der Trocki undicht wird und man absackt". Wem von Euch ist das schon so passiert, dass er dadurch schlagartig durchgesackt ist?
Ok, auf grossen Tiefen bläst man ein Jacket nicht mehr so schnell auf, wie an der Oberfläche, aber wir reden selbst dabei sicher nicht über einen Freifall von mehr als 10m, oder? Immerhin hat man auch noch Flossen an.
Im ersten Fall gebe ich Dir Recht und der Rest des Beitrages ist hinfällig.
In letzterem Fall allerdings wäre es gehopst wie gesprungen, ob man die Hand zur Brust (Trocki) oder gen Himmel (Jacket) nimmt. Die Hand wäre dann ja in beiden Fällen von der Kamera weg.
Bei unerwartetem Auftrieb (beim Filmen kurz unachtsam Höhe gewonnen) genügt bei Trockitarrierung ein Anheben des Oberarmes, um den Auftrieb zu kompensieren. Wenn's ganz eng wird, lupft man kurz die Halsmanschette an. So aber musst Du im Extremfall zwei Auftriebsmittel separat und gleichzeitig entlüften, denn nicht nur das Jacketvolumen nimmt zu.
Ist in meinen Augen ein vernachlässigter Sicherheitsaspekt.
Viele argumentieren damit "aber wenn mal der Trocki undicht wird und man absackt". Wem von Euch ist das schon so passiert, dass er dadurch schlagartig durchgesackt ist?
Ok, auf grossen Tiefen bläst man ein Jacket nicht mehr so schnell auf, wie an der Oberfläche, aber wir reden selbst dabei sicher nicht über einen Freifall von mehr als 10m, oder? Immerhin hat man auch noch Flossen an.
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Onkel POM
Re: Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
Fast vergessen. Sorry, dass ich schon wieder Dich am Wickel habe. Ist nicht böse gemeint.

Nehmen wir mal an, Du hast auf 10m so viel Luft im Anzug, dass Du Dich wohl fühlst und das Jacket noch leer ist. Dann ist dieses Volumen schon auf 20m drastisch reduziert. Also drückst Du nach und auf 30m wieder und auf 40m auch und so weiter. Und beim Auftauchen? Macht also nach bisherigem Dafürhalten nur Sinn, wenn man einen Neo taucht und dieser auf Tiefe einen derartigen Teil seines Auftriebs einbüsst, dass man zuviel Luft im Anzug bräuchte um das zu kompensieren. Gibt es solche Neos noch? Ist doch heute eigentlich schon fast alles gewalzt oder zerploppt.
Wozu das? Wird der Anzug ab 10/15m nicht mehr enger?Nitrogenius hat geschrieben:Ich halte es so.. Bei Anzuggas Luft... Tarieren mit Anzug bis ca. 10/15 m, tiefer dann mit Jacket
Nehmen wir mal an, Du hast auf 10m so viel Luft im Anzug, dass Du Dich wohl fühlst und das Jacket noch leer ist. Dann ist dieses Volumen schon auf 20m drastisch reduziert. Also drückst Du nach und auf 30m wieder und auf 40m auch und so weiter. Und beim Auftauchen? Macht also nach bisherigem Dafürhalten nur Sinn, wenn man einen Neo taucht und dieser auf Tiefe einen derartigen Teil seines Auftriebs einbüsst, dass man zuviel Luft im Anzug bräuchte um das zu kompensieren. Gibt es solche Neos noch? Ist doch heute eigentlich schon fast alles gewalzt oder zerploppt.
Auch das Argon-Volumen nimmt auf Tiefe zu (sonst ja Barotrauma) und muss, zusätzlich zum fehlenden Abtrieb durch den Gasverlust, beim Auftauchen wieder ausgeglichen werden.Nitrogenius hat geschrieben:Bei Argon.. nur die nötige Isolationsschicht und Rest mit Jacket
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Submatx
Re: Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
Ich nehme im GNT beides. Würde ich nur mit Trocki tarieren, wandert irgendwann zuviel Luft drin rum. Im Trilaminat brauch ich dass Jacket deutlich weniger (ich weiß jetzt garnicht, ob, seit ich den GNT hab, ist der der Hauptanzug. Taucht sich wie "Lieblingsschokolade essen..).
Gruß,
Matthias
Gruß,
Matthias
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Onkel POM
Re: Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
Die GNTs sind doch quasi Ur-Neos, oder? Also nix von 10,5mm auf 5,5mm gewalzt oder so?
Bei "Ur-Neopren" ist das mit der Kopression des Materials und dem Auftriebsverlust am extremsten.
Bei "Ur-Neopren" ist das mit der Kopression des Materials und dem Auftriebsverlust am extremsten.
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Tim@BlueSpirit.de
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Re: Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
Korrekt. Ich oute mich als gemeiner Schlauchzieher. Arm hochhalten mach ich quasi nie. Das habe ich mir als allererstes abgewöhnt.
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upev
Re: Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
Kann ich bestätigen. War einmal etwas überbleit und mit zunehmender Tiefe sackte ichOnkel POM hat geschrieben:Die GNTs sind doch quasi Ur-Neos, oder? Also nix von 10,5mm auf 5,5mm gewalzt oder so?
Bei "Ur-Neopren" ist das mit der Kopression des Materials und dem Auftriebsverlust am extremsten.
ich mehr und mehr ab, weil der Auftrieb des GNT nicht mehr gegeben war. Für tiefe Tauchgänge ist der GNT suboptimal. Da ist es besser Membran oder Komprimiertes Neopren-Trockis zu nehmen.
Ich tariere immer mit dem jacket und in den Trocki kommt nur soviel Luft/Argon , das es nicht zwickt/kalt wird. Hatte ein paar mal mit dem Trocki tariert und das war mir zu schwammig.
peter
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TL 1000
Re: Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
Moin zusammen,
also ich tariere mit meinem Neo nur mit dem Trocki. Beim Filmen oder Fotografieren kommt in der Tiefe eventuell mal eine kleine Menge luft ins Jacket wegen der Wasserlage. Kommt abe eher selten vor. Ansonsten nur über Trocki. Der Aufstieg ist so ja auch viel einfacher, mit dem Automatikvertil!
also ich tariere mit meinem Neo nur mit dem Trocki. Beim Filmen oder Fotografieren kommt in der Tiefe eventuell mal eine kleine Menge luft ins Jacket wegen der Wasserlage. Kommt abe eher selten vor. Ansonsten nur über Trocki. Der Aufstieg ist so ja auch viel einfacher, mit dem Automatikvertil!
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tauchsieder
Re: Doppeltarrierung (Trocki + Jacket/Wing)
Bei der M15 tust du mit deinem gigantomanen 55-lb-Wing vermutlich auch gut daran, mit dem Anzug zu tarieren, weil das Wing in diesem Fall viel zu instabil ist. Selbst auf die D10 gehört kein 55er.Onkel POM hat geschrieben: Sowohl mit meiner M15, D10 und mit dem Kreisel tarriere ich grundsätzlich und ausschliesslich mit dem Trocki ...
Richtig dimensioniert ist das Wing zum Tarieren hervorragend.
Letztlich ist deine Frage abschließend gar nicht zu beantworten. Jeder entwickelt seine eigene Methode, die er dann auch beibehalten sollte. Bei den Leuten, die ich kenne, überwiegen zahlenmäßig eindeutig die Wing-/Jacket-Tarierer.