Anker sammeln in der Schlei

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tauchsieder

Anker sammeln in der Schlei

Beitrag von tauchsieder »

Moin,

endlich konnte ich vollenden, was mir im Mai mißglückt ist. Siehe Ankersuche im Früjahr in der Schlei (Beitrag "Heringe gucken", ganz unten).

Ausrüstung:
1 D12 mit EAN 50, 1 Stage 7 L mit EAN 50;
1 Ballastgewicht als Suchgewicht mit Leine und Boje;
1 30 m Reel als Referenzleine mit Snoopy Loop und 2 kg Endgewicht;
1 120 m Reel als Suchleine;
1 Standard-Hebesack mit Spool.

Zusammen mit 2 Anglern, den Eignern des zu suchenden 10 kg Ankers fuhr ich in deren Boot zur Brücke von Lindaunis. Als erstes ließen wir das Suchgewicht mit Leine und Boje am mutmaßlichen Fundort fallen.
Dann tauchte ich ab, spannte die Referenzleine 30 m in Richtung Brücke.
Bei einer Sicht von etwas mehr als 1 m suchte ich in etwa 2 m breiten Kreisbahnen um die Markierungsboje.
Da die Kreisbahnen nach knapp 15 m Distanz vom Kreismittelpunkt ziemlich lang wurden und mutmaßlich von Fundort wegführten, tauchte ich auf, um bei den Anglern nachzufragen und den Suchbereich einzuengen. Sie bedeuteten mir den Sektor, in dem sich der Anker wohl befinden müßte. Da war er dann auch - und vier weitere Anker dazu!

Was so einfach klingt, hatte knapp 150 min gedauert. Und die D12 war von 190 bis auf 20 bar ausgesogen, gerade noch genug, um den Hebesack zu füllen.
Leider war das Abenteuer damit noch nicht zuende, denn an den 4 Klappankern war ein Chaos an Leinenkonvolut, das sich mit meinen Referenz- und Suchleinen und mit der Leine der Markierungsboje verheddert hatte. So mußte ich einen 2. Tauchgang mit der Stage machen, um das Zeug ordentlich zu entwirren und die Klappanker hochzuholen. Leider gelang mir das in den knapp 30 min verbleibender Luftzeit überhaupt nicht. Ich sicherte die Reels, und der junge starke Angler zog das gesamte Konvolut an der Markierungsleine hoch.

Ein kurzes Wort zur (fast sensationellen) Biologie dort unten. In diesem Gebiet, das zur Zeit der Verfassung dieses Berichtes garantiert ankerfrei ist, sah ich einige hundert Aalmuttern, manchmal im Fünferpack nebeneinander, die sich durch nichts stören ließen. Der Angler sagte, es sei Paarungszeit.
Und dazu sehr sehr viele Plattfische. Über letztere war ich eher unfroh, da sie mir bei ihrer hektischen Flucht die Sicht vermiesten.
Der Boden ist sandig, ohne Vegetation, übersät mit kleinem Muschelbesatz. Dieser feste Boden ist für Suchzwecke besser als der Boden der südwestlichen Ostsee, da hier nichts so schnell untergeht, und höchstens mit Muscheln bewachsen wird.

Gruß: Rainer
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philipaushamburg
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Re: Anker sammeln in der Schlei

Beitrag von philipaushamburg »

Danke für den Bericht. Gruß Philip
Gruß aus Hamburg
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Zille
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Re: Anker sammeln in der Schlei

Beitrag von Zille »

Danke Rainer für deinen Bericht.

Gruß Thomas
Gruß Thomas