Das Monte Mare ist ein Indoor-Tauchzentrum, bzw. ein Freizeitbad mit Saunalandschaft und einem Becken für Taucher.
Unterteilt ist das ganze in den normalen Freizeitbereich, die wirklich großzügige Saunalandschaft und den Tauchbereich.
Der Freizeitbereich umfasst mehrere Schwimmbecken, zum Teil mit Wellenanlage und Rutschen, einem Whirlpool...
Es ist zwar alles sehr groß aber eben nichts besonderes; das können andere besser.
Besonders hingegen ist zum einen die Saunalandschaft; diese ist in einem orientalischen Stil aufgebaut; eine Säule hier, ein Hamam da...
Aber, sie ist sehr großzügig und umfangreich gestaltet; die Saunalandschaft hat einen Innenbereich mit 4 Saunen, ein Schlammbad und einem Dampfbad, dazu ein Fußbad, ein Kneippbad, einen Ruhebereich und mehrere Duschbereiche; draussen ist der Saunalandschaft ein großer Gartenbereich angeschlossen, hierzu gehören 3 weitere Saunen, ein Whirlpool, mehrere Ruhebereiche und so weiter.
Das einzige, was uns ein wenig gestört hat, wenn man die Saunalandschaft betritt, kommt man in den Restaurantbereich; hier sitzen nun einige in Badekleidung und einige in Saunakleidung; d.h. zum Essen sitzt man dann nur mit Handtuch bekleidet; das Restaurant war mir etwas zu sehr zum Saunabereich hin offen, nämlich direkt und komplett integriert.
Zum Restaurant sei noch eins gesagt: die Preise sind absolut moderat und das Essen wirklich gut; im Gegensatz zu dem Essen im Schwimmbadbereich; da ist es eher auf dem Niveau einer durchschnittlichen Pommes-Bude.
Sauna und Freizeitbad sind übrigens im Eintrittspreis für Taucher mit drin.
Apropos Taucher, wir sind ja nicht zum Saunen hin...
Beim Betreten des Gebäudes hat man die Wahl, ob man in den Freizeitbereich oder in den Tauchbereich geht; Taucher betreten im Erdgeschoss direkt den angeschlossenen Tauchshop; klein aber ganz nett sortiert; gegen Gebühr läßt sich alles Probetauchen, was es im Laden gibt (so z.B. die Vollgesichtsmaske, den Scooter oder auch nur ein neues Paar Flossen).
Wir wurden von einer Mitarbeiterin freundlich begrüßt, mussten unsere Brevets abgeben und bekamen einen "Laufzettel" für die Dauer unseres Aufenthaltes.
Dann wurde uns ein Platz für unsere Tauchtasche zugeteilt und wir bekamen zwei Rödelkisten ausgehändigt.
Hier haben wir unseren Krams reingepackt, uns umgezogen und unserer Blei in Empfang genommen.
Mit dem Tauchgerödel gehts dann eine Etage höher zum Tauchbereich; am Anfang des Tauchbereiches stehen 10er Flaschen zur freien Verfügung; derer sind es mindestens 50 Stück, die regelmäßig durch das Personal gefüllt werden, sobald sie leer sind; ein recht einfaches Vorgehen haben die sich zunutze gemacht: Volle Flasche Kabelbinder um den Flaschenhals, leere Flasche kein Kabelbinder.
Seitlich haben sie zwei Reihen mit Schließfächern, wo die Sachen eingeschlossen werden können, wenn man z.B. was Essen gehen will; wir haben unsere Sachen auch über Nacht dort einschließen können; macht es alles sehr einfach.
Nun hieß es für uns fertig machen; Ausrüstung zusammenbauen, ab in den Anzug und ins kühle Nass.
Das kühle Nass betrug um etwa 28° C.
Das Tauchbecken ist etwa 10 x 20 Meter groß und hat eine Tiefe von knapp 10 Metern
(es ist nicht ganz so rosig, wie es im Internet geschrieben steht; so wird zum Beispiel von einem Höhlen- und Grotten-Labyrinth gesprochen; hierbei handelt es sich eher um zwei etwa 5 Meter hohe betauchbare Röhren und eine waagerecht hängende, ebenfalls etwa 5 Meter Lange Röhre zum Durchtauchen (die Röhren sind Teile der Rutschen, zwei aus hellem Kunststoff, eine aus schwarzem lichtundurchlässigem Kunststoff ; dazu gibt’s dann ein paar waagerechte und senkrechte Säulen, die eine Art Höhle bilden).
Wir haben uns zwar von dem Tauchbecken selber mehr versprochen, hatten aber auch so jede Menge Spaß und konnten viel üben und ausprobieren.
Wer mich schon mal hat tauchen sehen können, würde sich wundern, wie gut ich tatsächlich tarieren und wie ruhig ich unter Wasser sein kann.
Zusätzlich zu den drei Röhren ist noch ein künstliches Wrack „versenkt“; okay, das kennen wir aus der Ostsee besser, war aber okay.
An der einen Längsseite sind zwei Bullaugen, durch die man nach draußen sehen kann (oder auch von draußen nach drinnen); die „Höhle“ konnte ich gut nutzen, um das Tauchen durch schmale Stellen zu üben; genau wie die Röhren, die kann man durchtauchen, ohne irgendwas zu berühren, gut zum Üben eben. (Ich verspreche, bei den nächsten Tauchgängen werd' ich etwas von dem Erübten auch „vorführen“
Dory hat nach Ankündigung bei den Mitarbeitern wie eine Weltmeisterin „Boje schießen“ geübt; beide haben wir ein biss'l „pivotiert“ und einfach nur die Zeit unter Wasser genossen.
Ich habe mich ein wenig im Fotografieren geübt und hatte die Möglichkeit, mal zwei andere Flossen zu testen, ich bleibe bei meinen...
Im Anschluss an den Aufenthalt im Monte Mare sind wir dann in „unser“ Hotel gefahren, dies ist das „Hotel Nord“ ein einfaches aber sauberes Hotel, das ein Arrangement mit dem Monte Mare hat.
Im Keller des Hotels befindet sich ein Restaurant; ich hatte eher mit einem Essen a'la Autobahnraststätte gerechnet, wurde aber äußerst positiv überrascht.
Dory hatte ein Schnitzel mit Pilz-Rahmsauce, ich hatte einen Salat mit Rinderfiletstreifen.
Das Essen war sehr gut; die Pilz-Sauce war frisch, nichts aus der Dose, genauso wie der Salat; auch der war frisch. Die Filetstreifen waren so gut, dass ich mich im Nachhinein geärgert habe, „nur“ den Salat genommen zu haben und nicht das angebotene Rinderfilet mit Pommes Frites.
Mit Getränken haben wir keine € 30,- bezahlt; und sind beide satt geworden.
Der Wirt ist ein typischer Rheinländer und macht das eigentlich eher steril wirkende Restaurant heimelich.
Ach ja, Frühstück gab's auch, genauer gesagt gab's ein Frühstücksbuffet für € 7,50 pro Person; inklusive Kaffee, Tee, Orangensaft...
Auch hier war alles frisch und hat gut geschmeckt.
Von außen eher ein Betonbunker entpuppt sich das Hotel als für so einen Trip absolut empfehlenswerte Unterkunft.
Insgesamt hat uns der Trip € 220,- gekostet (ohne Essen und Benzin); dies beinhaltet zwei Tageseintritte ins Monte Mare mit No-Limit-Tauchen, Nutzung des Freizeitbades und Nutzung der schönen und umfangreichen Saunalandschaft; und das von zehn bis zehn (10:00 Uhr – 22:00 Uhr).
Um mal eben von hier da hinzufahren ist es eher nicht geeignet, dafür ist die Strecke einfach zu weit. Aber wenn man eh mal in der Gegend ist... (Wir werden wohl von der nächsten Boot aus da wieder hinfahren; es ist perfekt, um neue Ausrüstungsgegenstände testen zu können; von Düsseldorf fährt man etwa 'ne Stunde, mal als kleiner Gedankenanstoß