Moin Fördeschlosser,
anbei ein Kurzbericht meiner Tour nach Norwegen im September diesen Jahres.
Basis: Kristiansand, Trysnes Marina & Feriesententer
Leiter Frank Resagk – Norway-Team-Frank
Die Basis ist seit diesem Jahr in Trysnes (vorher in Høvåg/Hyttegrend mit Holzhütten mitten im Wald). Ausfahrten werden mit einem ehemaligen Landungsboot unternommen, max. 3-4 technische Taucher passen auf das Boot. Das Boot ist für technische Taucher gut geeignet, jedoch ist die Anzahl der tiefliegenden Wracks limitiert auf die Jan Hubert, die Havbris und mit Einschränkungen die Seattle auf Grund der geringen Marschgeschwindigkeit von 10-12 Kn. Sollen weiter entfernt liegende Wracks angefahren werden, z.B. die Mosel, gibt es nur die Möglichkeit auf norwegische Boote auszuweichen, Frank ist hier aber sehr hilfsbereit. Es gibt auch flacher liegende Wracks, z.B. die Savonmaa oder die Am-Mer-Mar, die er mit seinem Boot gut erreichen kann und natürlich diverse Naturspots.
Vor Ort kann Luft gefüllt werden, mit vorheriger Absprache auch Nitrox. Sehr bequem ist die Tauchvor- und –nachbereitung. Die Unterkünfte liegen direkt am Hafen, die Basis ist 50m entfernt, überdacht und zum Transport des Gerödels gibt es Sackkarren – was will man mehr.
Die Unterkünfte sind normale Ferienwohnung mit ausreichendem Standard und können über das Norway-Team-Frank gebucht werden.
Bei dieser Tour ging es zu Savonmaa, zur Havbris und zur Dragoner/Kjell. Geplant waren noch die Jan Hubert und eventuell die Am-Mer-Mar. Leider ist aber in den letzten Tagen das Wetter umgeschlagen, so daß weder die Jan Hubert noch die Am-Mer-Mar realisiert werden konnten. Bei der Jan Hubert war ich bei früheren Touren bereits, dennoch wäre es ein netter Abschluss gewesen.
„Savonmaa“
Die Savonmaa ist ein finnisches Frachtschiff, 1749 BRT, 100m Länge, liegt in 18-25m Tiefe. Bei einem starken Sturm hatte sie eine Grundberührung. Starkes Schneetreiben, Orkanboen und falsche Positionsbestimmung, gaben einer Rettungsaktion keine Chance. Es gab keine Überlebenden. 20.01.1937 gesunken.
Das Wrack heute: Auf Grund der ungeschützten Lage an einer der äußeren Inseln des Skjærengebietes und der geringen Wassertiefe, sorgen Winterstürme für den Zerfall. Erhalten ist der Bootskörper vom Kiel bis knapp unter das Deck sowie die Bugspitze. Das Wrack hat eine deutliche Schräglage Man kann sehr schön die Ladung erkennen (Papier). Die Bugspitze liegt ist intakt und man kann seitlich rein, sich innen 2-3 Räume - oder was davon erhalten geblieben ist – ansehen und wenn man möchte durch eine Öffnung vor den Ankerklüven wieder raus. Ansonsten gibt es keine Möglichkeit der Penetration, wenn man von der einen oder anderen Bordwand absieht, unter die man krabbeln kann.
„Havbris“
Die Havbris ist ein norwegisches Frachtschiff, 1.315 BRT, 80m Länge, Reste in 60-70m Tiefe. Man nimmt an, dass bei einem starken Sturm "Havbris" eine Grundberührung hat-te und sehr schnell sank. Es gab keine Überlebenden. 27.01.1945 gesunken.
Hier wurden 2 TG´s durchgeführt, jeweils BT 28 Min, Gesamttauchzeit 100 Min.
Beim 1. TG ging es um den Überblick, beim 2. TG wurde der innere Bereich der Brücke ausgiebig untersucht. Aufpassen muss man außerhalb der Brücke, da das Wrack mit Leinen und Netzen übersäht ist. Bei dem Einstieg in einen mittelgroßen Raum im Heck (ca. 10m2) beim 1. TG hing ich prompt in einer der Leinen fest, mein TP hat nach erfolgreicher Kommunikation geklärt. Interessant dürfte der Bereich unterhalb der Brücke sein. Man sollte aber nicht durch den seitlichen Gang auf der Steuerbordseite zum Abgang tauchen, sondern stumpf auf das Dach der Brücke und von dort durch eine Öffnung gleich durchfallen bis zum Kiel. Hier kann man sogar eine BT-Stage am Mann lassen. Bei dem anderen Weg ist es angeraten, die Stages außen abzulegen, jedenfalls haben wir es so beim Besuch der Brücke gemacht. Zwischen Brücke und Bug, bzw. Brücke und Heck gibt es noch große Laderäume die leicht erreicht werden können. Beim Blick vom Deck sind diese nicht vielversprechend, aber wer weiß, oftmals gibt es dann doch etwas. Das Wrack lohnt auf jeden Fall für weitere TG´s und es gibt noch viel zu entdecken.
"NK 02 - Dragoner" ex norw. Torpedoboot "HNoMS Kjell"
Die Dragoner/Kjell ist ein norwegisches Torpedoboot mit einer Länge von 41m, 4,7m Breite, Reste liegen in 30-40m Tiefe. Das Boot wurde 1912 gebaut und im April 1940 von der Kriegsmarine beschlagnahmt. Am 28.09.1944 griff ein engl. Bomberverband "Dragoner" an und versenkte das Torpedoboot.
Es ist nicht viel übrig von der "Zigarre", jedoch beim Blick fürs Detail findet man viel - Dampfkessel, Buggeschütz 7,6 cm, Torpedorohr, Heckbereich ist gut zu erkennen und vieles mehr vom Maschinenraum. Es lohnt sich Restgase von den tiefen TG´s mit Luft zu toppen und sich das Wrack dann 30-40 Minuten anzusehen. Dann hat man aber auch schon alles gesehen und mit Resten der Dekogase verbringt man dann eine kurzweilige Deko beim Blick auf den mit Algen bewachsenen Abhang.
Gruß
PJ
Norwegen – Trysnes – September 2013
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P.J.
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joern_k
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Re: Norwegen – Trysnes – September 2013
Schöner Bericht, vielen Dank dafür.
Ich war eine Woche vorher in Kristiansand - wir hatten mehr Glück mit dem Wind und konnten 2 Tauchgänge an der Jan Hubert machen. Aber so ist das eben mit dem Wetter...
Gruß
Jörn
Ich war eine Woche vorher in Kristiansand - wir hatten mehr Glück mit dem Wind und konnten 2 Tauchgänge an der Jan Hubert machen. Aber so ist das eben mit dem Wetter...
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Jörn
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Zille
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Re: Norwegen – Trysnes – September 2013
Danke Peter für den schönen Bericht.
Gruß Thomas
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Rocco
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Re: Norwegen – Trysnes – September 2013
Moin,
vielen Dank für den Bericht.
Besonders interessant für mich das Info über die Havbris. Bei unserer Tour letztes Jahr nach Mandal war sie auch kurzzeitig in der Planung, wir haben uns aber dann für DS Oliva entschieden. Schreib mal bitte noch mehr über die Havbris.
Gibt es die Möglichkeit Deko am Fels bzw. Riff zu machen, oder Leine? Wie liegt das Wrack dort? Mit welcher Durchschnittstiefe muss man rechnen? Was war die Ladung?
Schön das dir Basis bei Frank gefällt, ich selber kenne nur den alten Standort. Aber mal schauen vielleicht verschlägt es mich ja mal demnächst dort hin.
Viele Grüße Rocco!
vielen Dank für den Bericht.
Besonders interessant für mich das Info über die Havbris. Bei unserer Tour letztes Jahr nach Mandal war sie auch kurzzeitig in der Planung, wir haben uns aber dann für DS Oliva entschieden. Schreib mal bitte noch mehr über die Havbris.
Gibt es die Möglichkeit Deko am Fels bzw. Riff zu machen, oder Leine? Wie liegt das Wrack dort? Mit welcher Durchschnittstiefe muss man rechnen? Was war die Ladung?
Schön das dir Basis bei Frank gefällt, ich selber kenne nur den alten Standort. Aber mal schauen vielleicht verschlägt es mich ja mal demnächst dort hin.
Viele Grüße Rocco!
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P.J.
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Re: Norwegen – Trysnes – September 2013
Hallo Rocco,
vergiss bei der Havbris Fels, etc.. Ich hatte mit Frank im Vorfeld gesprochen und er hat mir Norwegern gesprochen, die wiederum eine Leine angebracht haben. Als wie an einem Tag 4-5Bft aus SO hatten, konnte man das Tauchen vergessen, zumal die Welle 1,5m+ hatte. Dann macht Deko auf 6m keinen Spaß. Das Wrack liegt auf ebenem Grund, Durchschnittstiefe Höhe Deck sind 54m. Wenn man in die Laderäume taucht, muss man je nach Länge des Aufenthalts halt Tiefe dazurechnen, max. 10-14m. Was sie geladen hatte, weiß ich nicht. Die Laderäume sahen sehr leer aus. Wie schon geschrieben, haben wir beim 1. TG das Wrack erkundet und beim 2. TG die Brücke, bzw. auch den Bereich daneben untersucht. Beim nächsten TG käme dann der Maschinenraum unterhalb der Brücke dran.
Gruß
PJ
vergiss bei der Havbris Fels, etc.. Ich hatte mit Frank im Vorfeld gesprochen und er hat mir Norwegern gesprochen, die wiederum eine Leine angebracht haben. Als wie an einem Tag 4-5Bft aus SO hatten, konnte man das Tauchen vergessen, zumal die Welle 1,5m+ hatte. Dann macht Deko auf 6m keinen Spaß. Das Wrack liegt auf ebenem Grund, Durchschnittstiefe Höhe Deck sind 54m. Wenn man in die Laderäume taucht, muss man je nach Länge des Aufenthalts halt Tiefe dazurechnen, max. 10-14m. Was sie geladen hatte, weiß ich nicht. Die Laderäume sahen sehr leer aus. Wie schon geschrieben, haben wir beim 1. TG das Wrack erkundet und beim 2. TG die Brücke, bzw. auch den Bereich daneben untersucht. Beim nächsten TG käme dann der Maschinenraum unterhalb der Brücke dran.
Gruß
PJ
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P.J.
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Re: Norwegen – Trysnes – September 2013
Hallo Rocco,
kleine Korrektur, Durchschnittstiefe bei der Havbris Höhe Deck sind 58-60m.
Gruß
PJ
kleine Korrektur, Durchschnittstiefe bei der Havbris Höhe Deck sind 58-60m.
Gruß
PJ
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Blacky
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Re: Norwegen – Trysnes – September 2013
Moin Peter,
Vielen Dank für den Bericht. Sehr informativ. Ich werde dich beizeiten mal zu Franks Basis ausfragen.
cu
Dirk
Vielen Dank für den Bericht. Sehr informativ. Ich werde dich beizeiten mal zu Franks Basis ausfragen.
cu
Dirk