Es war einmal vor langer Zeit....
Hier mein längst überfälliger Bericht zu unserem schon zur Tradition gewordenen Ausflug nach Norwegen in den hier vielen bekannten Ort Flekkefjord.
So machten sich wieder 5 wagemutige Taucher auf den Weg in Richtung des rauen Nordens.
Im Vorfeld sorgte Dirk wieder für den Reiseproviant, sowie für alle Lebensmittel, welche wir voraussichtlich in den uns bevorstehenden 10 Tagen brauchten. Des weiteren war dieses Jahr eine bessere Planung der Logistik vor Ort notwendig.
Aufgrund des Brücken Neubaus in Flekkefjord wurde die Durchfahrt durch den Kanal werktags zu normalen Arbeitszeiten gesperrt. Aber erstmal alles der Reihe nach. Philip organisierte wieder den nötigen Sauerstoff im Vorfeld, wir rechneten mit einem Bedarf von 2x50l 300bar und einer Flasche in Reserve.
Das Beladen des ausgeliehenen Anhängers erfolgte am Freitag Nachmittag, so dass wir Samstag in aller Frühe starten konnten und auf dem Weg nur noch Zille und Carsten mit seiner D12 und seinem Kasten Bier aufsammeln mussten. Beim Beladen stellte man schnell fest, dass wir wohl einen neuen Flaschenrekord aufstellen werden.
Während Philip noch Nitrox und Trimix für ein tiefes Duett mit Zille panschte, wurde schon mal alles andere eingeladen. Während sich der Anhänger füllte, wurden Befürchtungen wach, dass wir zu wenig Platz für Carsten übrig hatten. Nach dem Hinweis auf die Reling auf dem Anhängerdach waren allerdings wieder alle beruhigt, wir mussten ihn also nicht zu Hause zurück lassen, im Notfall hätte er Platz auf dem Anhänger gefunden. Nach dem Schließen des Anhängers konnten Philip, Dirk und ich eine leckere Suppe zu uns nehmen, welche Silke uns gekocht hatte. Ein perfekter Start in ein neues Abenteuer. Nach dem ein oder anderen Gläschen eines klaren Destilationserzeugnisses legten wir uns dann schlafen.
Ein kurzes Frühstück am nächsten Morgen und der Spaß konnte beginnen. In <s>Dartmoor</s> Borstel sammelten wir dann Zille auf, der dank unseres minutiös geplanten Reiseverlaufs auch schon bereitstand und nur noch sein leichtes Reisegepäck in Philips Bus schmeißen musste. Nächster Halt war dann P+R Parkplatz Owschlag, um Carsten ein zu sammeln. Auch dieser erwartete uns schon sehnsüchtig. Seine Sachen fanden dann doch noch einen Platz im Anhänger und er selbst im Bus. Nachdem alles verladen war, verabschiedete er sich von seiner Frau und die Reise ging weiter. Um nicht zu viel Zeit zu verlieren wurde der direkte Weg nach Hirtshals zur Fähre eingeschlagen und auf unnötige Stops verzichtet. Fähre rechtzeitig erreicht und nach einer ruhigen Überfahrt trafen wir in Norwegen ein. Wie gewohnt wollte bei der Einreise keiner etwas von uns und somit konnte es weiter nach Flekkefjord gehen.
In Flekkefjord letztendlich wusste jeder, was zu tun war, Anhänger ausladen und den örtlichen Tauchklub als Dreh- und Angelpunkt für die folgenden Tage einrichten. Das Klubhaus wurde in diesem Jahr von einem Baugerüst geziert. Am und auf dem Gebäude fanden Renovierungs-, Sanierungsarbeiten, oder wie auch immer die Norweger diese Bauarbeiten nennen, statt. Daniel Ree, einer der aktivsten, wenn nicht sogar der aktivste Taucher in Flekkefjord, hatte sich inzwischen auch am Klubhaus eingefunden, um den Vorstand James Caswell, der arbeitsbedingt nicht im Ort war, zu vertreten. Für die Lösung des Logistik Problems während der Werktage hatte Dirk im Vorfeld einen kleineren PKW - Anhänger im Ort organisiert. Auch klärte er die Parkplatzfrage vor Ort mit der Ortsverwaltung ab. Nach dem obligatorischen Foto mit unseren mitgebrachten Pullen wurde alles verstaut, der Anhänger getauscht und der Bootsschuppen am Rand des Ortes besichtigt.
Der Plan sah nämlich vor, das Boot außerhalb zu parken und mit einem Anhänger das Gerödel morgens zum Bootsplatz zu fahren. Da sich der Bootsschuppen nicht eignete zum ein und ausladen, suchte und fand man beim Yachthafen einen geeigneteren Ladeplatz. Für den kommenden Tag, Sonntag spielte das noch keine Rolle. Somit war alles organisiert und erledigt für diesen Tag, wir konnten noch ein wenig Restsonnenlicht bei einem Bierchen genießen und Dirk zauberte wie gewohnt ein köstliches Abendessen.
Der nächste Tag startete mit unserem routinierten Ablauf. Nach festgelegter Reihenfolge wurde das Bad besucht, der Tisch gedeckt und gemeinsam gefrühstückt. Das Wetter versprach keinen sonnigen, aber annehmbaren Tag mit guten Wind Verhältnissen.
Wie üblich haben wir dann unsere zwei Tauchgänge pro Tag abgerissen und hatten einen schönen Tag auf dem Wasser.
Am Klubhaus wurde dann wieder das Material aufgeklart, Gase gepanscht und das Boot zum Bootsschuppen außerhalb gebracht, somit musste niemand am nächsten Morgen früher aufstehen, um das Boot raus zu bringen, bevor die Durchfahrt gesperrt wird.
Nach dem Abendessen liesen wir den Abend bei diversen Getränken ausklingen.
Mit mehr oder weniger Schlaf standen wir am nächsten Morgen auf, um uns der logistischen Aufgabe zu stellen. Nach dem Frühstück wurde der Anhänger beladen, mit unseren Unterziehern setzten wir uns in den Bus und fuhren zum Bootsschuppen. Dort sprang Dirk in seinen Trockentauchanzug, um dann das Boot zum vereinbarten Ladeplatz zu bringen. Wir stellten in der Zwischenzeit unser Gerödel an der Wasserkante bereit, wobei es im Laufe der Woche auch passiert ist, dass mal eine Stage im Hafenbecken gelandet ist. Carsten erbarmte sich und verschaffte sich mit einem zusätzlichen Tauchgang im Hafenbecken einen Trainingsvorteil.
Während Philip das Auto und den Anhänger am Ortsrand abstellte, kam Dirk mit dem Boot angefahren. Boot beladen, Reisverschluss zu machen und auf, um noch Philip abzuholen und dann konnte es aber los gehen.
Ihr seht, von der Einfachheit der gewohnten Logistik ist nicht mehr viel geblieben. Wer schon mal in Flekkefjord war, der weiß, wie einfach und bequem es ist, aus dem Haus zu stolpern und quasi direkt im Boot zu landen. Da wir die Geräte nicht über Nacht im Bootsschuppen lassen wollten, wiederholte sich der Logistik Aufwand am Abend wieder. Wir kompensierten den Mehraufwand dieses Jahr, indem wir nicht wie üblich zum Mittag zurück zum Klubhaus fuhren. Wir nahmen genügend Gase mit aufs Boot, um zwei Tauchgänge zu machen. Proviant nahmen wir dann in einer geschützten Bucht oder auch mal in einem verlassenen Bootsschuppen zu uns. Somit waren wir abends immer zeitig zurück. Die Zeit nach dem Gase panschen, Gerödel aufräumen und duschen bis zum Abendessen wurde dann mit einem Kaffee, Bier oder einem edlen hochprozentigem Getränk überbrückt. Nach dem Abendessen, welches jedes mal ein reines Festmahl war, wurde dann gemeinsam gefachsimpelt oder man schaute Lehrfilme aus der Reihe A. Peters. Man war sich schnell einig, dass auch wir ein Mission Control Center benötigen, so wie es Peters für die minutiöse Planung seiner Einsätze hat. Die perfekte Örtlichkeit wurde auch schnell gefunden, zur Verfügung stand uns ein Raum mit einem Arbeitsplatz, so hatte jeder einmal die Möglichkeit sich ins MCC zurück zu ziehen.
Während wir am zweiten Tag an der Hafenkante auf Dirk warteten, kam eine junge Redakteurin der örtlichen Zeitung auf uns zu und fragte, was wir denn hier machen. Sie hatte uns schon gestern beobachtet, das Zeitungsgebäude befindet sich direkt neben unserer Verladestelle. Freudig gaben wir ihr ein Interview und gaben zum Besten, wie schön es in Flekkefjord ist und wie gut man hier vom Tauchklub unterstützt wird. Unser Interview las sich in der Zeitung bzw. die google Übersetzng davon, doch etwas holprig, auf jeden Fall hatten wir etwas zu Lachen.
http://avisenagder.no/nyheter/fantastis ... d/19.48265
An diesem Tage sollten wir auch noch nähere Bekanntschaft mit Einheimischen machen.
Während ich am Spätnachmittag noch mit Gase panschen beschäftigt war, hörte ich eine schrille Glocke klingeln. Eindeutig Feueralarm, eindeutig aus unserem Klubhaus. Weil die Brandmeldeanlage bei der örtlichen Feuerwehr aufgeschaltet ist, lies diese sich auch nicht zurückstellen und nur kurze Zeit später hörte man, wie der Löschlaster nur wenige Häuser weiter gestartet wurde. Nach kürzester Zeit stand dieser dann vorm Haus. Ein Feuerwehrmann kam uns entgegen, kontrollierte den Rauchmelder, der ausgelöst hatte und stellte die Anlage wieder zurück. Inzwischen war noch ein weiterer Feuerwehrmann eingetroffen und die Schüler der nebenan gelegenen Musikschule hatten sich um das Feuerwehrauto versammelt. Ein kleines Entschädigungsgetränk lehnten die Feuerwehrmänner dankend ab. Was war passiert? Beim Öffnen der Backofenklappe ist etwas Wasserdampf aufgestiegen und hatte den Rauchmelder ausgelöst. Während die Jahre zuvor der Melder durch einen Einweghandschuh am Auslösen gehindert wurde, lag der Melder in diesem Jahr ordnungsgemäß frei. Pech, passiert, der Melder ist aber auch schlecht angeordnet....Philip und Carsten machten sich, nachdem die Feuerwehr abgerückt war, auf den Weg ins Feuerwehrhaus, um eine kleine Spende in die Getränkekasse als Entschädigung zu werfen, doch auch diese wurde vorbildlich abgelehnt.
Jetzt hab ich viel geschrieben, aber noch nicht wirklich etwas vom Tauchen.
Getaucht wurde wie in den Jahren zuvor in mehr oder weniger festen Teams.
Dirk und ich bestritten unsere Tauchgänge meist gemeinsam, Carsten ging alleine los oder klinkte sich bei uns mit ein und Philip und Zille gingen gleichzeitig ins Wasser, trafen sich ab und zu während des Tauchganges und kamen gemeinsam oder zumindest zeitgleich wieder zum Boot zurück. Wie auch die Jahre zuvor, durften wir wieder einen Gast begrüßen, Daniel Ree kam für einen Tauchgang mit zur Gudrun. Als gut ausgebildeten und erfahrenen Taucher nehmen wir ihn immer gerne mit. Und auch noch ein neuer Gast klinkte sich mit ein, Federiko, halb Italiener, halb Norweger, ist er erst seit kurzer Zeit in Flekkefjord und arbeitet auf einer Fischfarm nahe des Fähranlegers bei der Gudrun. Zum ersten Mal in norwegischen Gewässern machte er einen souveränen Eindruck unter Wasser. Federikos Konfiguration war jedoch Anlass, am letzten Abend mit ihm ein ernstes Gespräch zu führen. Philip eröffnete das Gespräch mit einem freundlichen" your configuration is bloody shit", eine Gesprächsrunde entstand und ihm wurde erklärt warum wer wie über seine Konfiguration dachte. Nächstes Jahr werden wir ja sehen, ob er sich das zu Herzen genommen hat.
Zurück zum Tauchen an sich. Die Wassertemperatur war eigentlich durchgängig bei 14°C. Zille hatte beschlossen, dass es warm genug ist für seinen nassen Trockentauchanzug. Die Sicht war gut, aber nicht ganz so gut, wie wir es schon von Norwegen gewohnt waren. Das Wetter war wechselhaft, wenig Sonne, viel Wind und Regen. Im Schnitt hat jeder 16 Tauchgänge gemacht, Carsten musste, wie schon geschrieben, einen Tauchgang im Hafen machen und Dirk musste nach unserem letzten Tauchgang nochmal runter, um den Anker frei zu legen.
Wir waren dieses Jahr zwei mal an der Gudrun, wir haben diverse Überreste von alten Segelschiffen betaucht und dem im letzten Jahr gefunden Wrack, der Helene, einen Besuch abgestattet. Dazu noch viele schöne Naturtauchgänge. Was auffiel, war, dass dieses Jahr noch weniger Fische zu sehen waren, als die Jahre zuvor. Während wir vor 3 Jahren noch einige Seeteufel gesehen haben, auch mal große, lies sich dieses Jahr keiner blicken. Auch sonstige größere Fische waren die Ausnahme. So neigte sich auch dieser Trip wieder dem Ende zu. Sonntagabend wurde der Anhänger gepackt, um am Montag um 4 Uhr starten zu können. Der Himmel weinte auch im Anbetracht, dass wir uns bald wieder auf die Rückreise machen werden. Es waren enorme Mengen Wasser, die vom Himmel kamen. Sturzbachartig kam das Wasser die Hänge herunter und querte die Straße, um dann im Fjord zu versickern. Die ein oder anderen Schlamm- und Geröllbäche querten die Fahrbahn, die Fahrt zur Fähre, nochmals ein kleines Abenteuer. Auch die Überfahrt nach Dänemark war schon, wie im Jahr zuvor, eine interessante und schwankende Angelegenheit. Wir hatten wieder Plätze im Restaurant auf der Fähre reserviert, erste Reihe, beste Plätze an der Glasfront. Wellen schlugen mit lautem Krachen gegen den Fährenrumpf, aber auch dieses letzte Abenteuer haben wir unbeschadet überstanden. In Dänemark angekommen ging es dann auf direktem Wege Richtung Deutschland. In umgekehrter Reihenfolge wurden unsere Mitstreiter wieder aus dem Bus geworfen, zuerst Carsten, dann Zille und zu guter Letzt Dirk. Ich übernachtete nochmals im Hause Tresckow, um mich dann am nächsten Tag auf die 600km lange Heimreise zu machen.
Aber: Flekkefjord wir kommen auf jeden Fall wieder.
Hier noch die Übersetzung:
Seit vier Jahren besuchten Max Kroeper, Thomas Zielonka, Carsten Rahn, Dirk Schwarz und Philip von Treskow aus Hamburg in Deutschland den Flekkefjord. Der Grund dafür ist der Fjord und die Tauchmöglichkeiten hier.
- Das Wasser ist immer heiß und die Aussicht ist gut. Wir denken, dass es toll ist, außerhalb des Flekkefjords zu tauchen, denn hier können wir uns selbst genießen und das Leben unter dem Meer ohne schwierige Tauchbedingungen entdecken, erzählt Kroeper Agder.
WILL ZURÜCK: Die Tauchgänge sind auf dem Weg zum Tauchen außerhalb von Hidra und Umgebung am Dienstag. Die meisten von ihnen sind seit über 10 Jahren tauchen, und alle sind sich einig, dass der Flekkefjord der beste Platz zum Tauchen ist.
"Wir begannen in der Ostsee zu tauchen. Bis jetzt sind wir zu vielen verschiedenen Orten in Norwegen gereist, aber wir kehren immer zum Flekkefjord zurück. Hier ist es so gut arrangiert, dass wir hier einen Tauchgang bekommen können, sagt Kroeper.
Während eines ihrer früheren Tauchgänge entdeckten sie mehr Wracks.
"Es ist spannend zu tauchen, wenn man wirklich nur taucht, um Spaß zu haben, und dann entdecken Sie mehr Wracks.
GUTE HILFE: Die Deutschen sagen, es ist nicht so einfach, ein fremder Taucher in norwegischen Städten zu sein. Besonders dankbar sind sie dem Flekkefjord Dykkerklubb, der mit der Ausrüstung, die sie tauchen müssen, hilft.
"Der Tauchclub ist sehr hilfsbereit und es macht uns denken, dass es so toll ist, wieder hierher zu kommen. Zum Beispiel lassen sie uns das Boot ausleihen, damit wir aussteigen können. Es ist absolut erstaunlich, sagt von Treskow.
Flekkefjord 2017
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MädMäxxx
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Flekkefjord 2017
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Blacky
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Re: Flekkefjord 2017
Sehr schöner Bericht! Gibt einem beim lesen das gute Gefühl, dabei gewesen zu sein 
/Dirk
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NvG
Re: Flekkefjord 2017
Es scheint sich viel um Panschen und Saufen zu drehen - genau mein Ding! Da Ihr offensichtlich Gäste mitnehmt bitte ich hiermit schonmal um Mitteilung, wenn der Termin 2018 zum Flekkefjord steht!
P.S. Und danke für den Bericht, eine herrliche Schreibe!
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Zille
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Re: Flekkefjord 2017
war eine klasse Tour, so wie die Jahre zuvor. Ich freue mich jetzt schon auf das nächste Jahr in Norwegen.
Gruß aus Hamburg
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Seacam
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Re: Flekkefjord 2017
Vielen Dank fuer den ausfuehrlichen Bericht. Norwegen ist immer eine Reise wert. Wird also langsam wieder Zeit.
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Thorben