Juli:
Im Juli standen dann wieder ein paar schöne Tauchgänge unter den Brücken auf der Tagesordnung. Das Leben im Lillebælt fasziniert mich seit Jahren und ich hoffe sehr das uns diese Unterwasserwelt erhalten bleibt.
Neben ein paar stattlichen Hummern konnte ich mehrer Wochen hintereinander einen Seehasen samt Gelege ablichten.
Das war schon außergewöhnlich, denn sonst trifft man die Tiere bei uns vor der Haustür eher im Frühjahr an.
In exponierter Lage genoß der Bursche die Strömung während ich häufig vergebens versucht die Position zu halten.
Ein paar Tage später meldete sich Philip mit einer verrückten Ideen. „Wie wäre es mit 3 Seehunden in 3 Tagen.“ Ziel der Aktion war es möglichst viele Bilder von den verschiedenen U-Booten zu knipsen, um mit dem Bildmaterial 3D-Modelle zu erstellen.
Mit etwas logistischem Aufwand und ein paar technischen Herausforderungen wurde das Wochenende gemeistert. Dem Wettergott und Philipp sowie den Mitstreitern aus Süddeutschland sei Dank.
An den Grillabend hoch oben über Annies Kiosk erinnere ich mich auch sehr gern zurück. Besten Dank für die Einladung, Ulf.
Irgendwo in diesem Forum schlummert auch eines der 3D-Modelle bzw. ihr findet es sonst auch hier: https://sketchfab.com/3d-models/klein-u ... d2e4086a59
Danach mussten Jörn und ich die „Schulbank“ drücken.
Bei angenehmen 32 Grad ging es in den Süden zur fotografischen Weitebildung nach Siegburg. Zum Glück war das Wasser im Tauchturm angenehm kühl.
Spannende Bilder sind dabei nicht entstanden, gelernt habe ich sicher etwas.
Interessant war die Person kennenzulernen die mit seinem Team von IT-Forensikern den Wirecard-Skandal aufgedeckt hat.
Ich wusste schon immer das Unterwasserfotografen etwas auf dem Kasten haben.
August:
Langsam wurde es Zeit für ein anderes Meer.
Der Wettergott war uns gnädig und so starteten Rocco und ich einen Ausflug nach Nord-DK. Von Hanstholm ging es raus auf die Nordsee. Wir haben beste Bedingungen und 2 schöne Tauchgänge absolviert. Die Alborghus ist auf jeden Fall noch weitere Tauchgänge wert. Schauen wir mal was in 2021 möglich sein wird.
Ende August ging es dann endlich wieder in den Norden. Es wurde auch langsam Zeit für einen Urlaub mit vernünftigen Wasserzeiten.
Der Norden Norwegens ruft. Keine schlechte Alternative für einen eigentlich geplanten Ausflug nach Kanada. Von Frederikshavn (DK) geht es mit der Fähre nach Oslo und von dort gut 1200km weiter zum Saltstraumen.
Poul Erik und seine Frau warten dort schon auf uns. Für ein paar Tage erkunden wir gemeinsam den stärksten Gezeitenstrom unter der Sonne. Für mich der schönste Naturtauchplatz Norwegens. Danach trennen sich unsere Wege und es folgen für mich noch weitere Unterwassersitzungen in Narvik, rund um die Insel Senja und am Trondheimfjord.
September:
Frisch erholt beginnt nun wieder der Ernst des Taucherlebens.
Tim hat uns zum Putzen eingeladen. Die Schlei muß wieder von allerlei Müll befreit werden. Ein paar Schlosser folgen seinem Ruf und Robert führt uns an diesem Tag in die taktische Gesprächsführung mit der Wasserschutzpolizei ein.
Ein Highlight ist der Sprung ins Hafenbecken sicher nicht, der Tauchgang an der Schleimündung dafür aber sehr zu empfehlen.
Ich mag diesen Leuchtturm einfach.
Natürlich war ich im September auch noch in der Ostsee und in Plön. Die Bilder erspare ich euch an dieser Stelle
Oktober:
Zum Start des Monats düse ich für ein langes Wochenende nach Schweden.
Gemeinsam mit Freunden aus Dänemark treffen wir uns am schönen Gullmarn-Fjord. Unser Ziel sind ein paar ausgiebige Nachttauchgänge, denn zu später Stunde treffen sich um diese Jahreszeit ein paar scheue Gesellen. Nur wenige Zentimeter groß sind die kleinen Tintenfische die sich dort in den Tiefen des Fjords versammeln.
Weitere Eindrücke findet ihr hier: https://www.gullmarn-critters.steffenschmitt.com/
Zurück in Norddeutschland begeistert der Plöner See nicht nur durch tolle Sichtweiten.
Es gibt zudem viel Fisch und die Süßwasser-Schwämme sind zu stattlichen Exemplaren herangewachsen.
Die Begegnungen mit Flipper bescherten mir unvergessliche Erlebnisse.
Die Delphin-Dame hat sicher vielen Menschen für einige Zeit den Corona-Mist vergessen lassen.
Ich kann jetzt gut verstehen warum die Tiere für therapeutischen Zwecke herangezogen werden.
Bei mir hat es jedenfalls funktioniert. Ich werde sie vermissen.
November:
Ein sonniges Wochenende im November bescherte uns noch einmal ein paar Tauchgänge im Süßwasser sowie den einen oder anderen Wracktauchgang vor Kiel.
Dezember:
Das Jahr neigt sich dem Ende entgegen.
Trotz oder vielleicht auch wegen Corona war das eine super Tauchsaison. Ich habe viele neue Dinge entdeckt und wir hatten bis zum Schluß sehr viel Spaß.
Für die Statistik: 149 Stunden Wasserzeit und ganz schön viel Bilder-und Videomaterial füllen jetzt die Festplatte.
The END