Moin,
Wer Fundstücke entnimmt hat damit eine Verantwortung übernommen. Genau genommen muss man anschließend dokumentieren, konservieren, recherchieren und letztendlich publizieren. Ein langer Weg. Um den unkonservierten Zerfall euer möglichen Fundstücke zu verhindern möchte ich technische Unterstützung anbieten. Für ein eigenes Projekt benötigte ich eine Eisenkonservierung für ein 120cm lange Eisenteil. Größtes Quermass 50cm. Ein Weg Eisen zu konservieren ist, dass man dass Eisenoxid zuerst in einem elektrolitischen Bad zu Eisen reduziert. Dazu benötigt man ein großes Bad und ein sehr leistungsstarkes Gleichstromnetzteil. Dieser Prozess ist von mehren Parametern abhängig und dauert lange. Hohe Stromkosten lassen grüßen. Anschließend, kleine Zwischenschritte lasse ich hier mal aus, wird ein ca 140 Grad heißes Paraffinbad benötigt. Darin wird das Eisenteil wasser- und gasfrei gekocht. Auch sehr energieintensiv. So ist der Vorgang grob beschrieben.
Besser ist das Belassen aller Teile in Situ. Das gilt ganz besonders für regelmäßig besuchte Wracks und noch mehr für Wracks, welche mehr als hundert Jahre alt sind. Für den Fall einer anderen Entscheidung kann bei mir kostenlos alles Erforderliche geliehen werden.
Eisenkonservierung
-
Schriftbarsch
- Beiträge: 456
- Registriert: 24.10.2012 15:08:09
- Wohnort: Stormarn
- Been thanked: 12 times
Re: Eisenkonservierung
Vielen Dank für die konstruktive Schilderung, Philip. Ja, am besten beläst man in situ. Haben auch nachfolgende Taucher was von. Aber was kommt dann? Verstehe schon. Also wenn es was wichtiges zu konservieren gibt, schmeiße ich mit in den Topf. Besser sichern als vergammeln!
„Ein Wrack ist Poesie an sich, Poesie des Untergangs.”
(Siegfried Lenz)
(Siegfried Lenz)
-
philipaushamburg
- Beiträge: 1558
- Registriert: 28.03.2010 07:52:47
- Wohnort: Hamburg Rahlstedt
- Has thanked: 2 times
- Been thanked: 22 times
Re: Eisenkonservierung
Lieber Elmar, da wo wir tauchen kommt doch eh kaum jemand hin, oder? 
Gruß aus Hamburg