Hermann

Wracks und Tauchplätze in der Flensburger Förde. vor der Schlei, in der nördlichen Kieler Bucht und südlich von Ärö (Marstal)
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Hermann

Beitrag von Tim@BlueSpirit.de »

Ewer Hermann

Position: Zwischen Helts Bank und Middelgrund in der Flensburger Außenförde.

Wrackgröße: Ca. 15-20m
Tiefe: ca. 24m
Zustand: Stark zefallener höllzerner Frachtsegler

Recht mooriger, schwarzer Schlammgrund. Daher ist große Vorsicht bei allen Bewegungen geboten. Das Wrack war bei unserem Besuch im Sommer 2009 sehr schön mit Seeanemonen bewachsen und es befanden sich mehrere große Dorsche am Wrack.

Kleines aber lohnendes Wrack mit mittlerem Schwierigkeitsgrad.
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deepdark-alt

Re: Hermann

Beitrag von deepdark-alt »

??????????
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Re: Hermann

Beitrag von Tim@BlueSpirit.de »

Ja sorry *g* Muss ich noch was reinschreiben. Kommt noch. Ruhig brauner! Vielleicht kann Heinz oder einer der mit mir da war ja auch ne Tauchplatzbeschreibung machen. Wo er ungefähr liegt, welche Tiefe, wie schön er bewachsen war, wie der Zustand des Wracks ist, wie groß, das es da viele große Leos gab...
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Rocco
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Re: Hermann

Beitrag von Rocco »

Moin Leute,
nach Tims kurzer Wrackbeschreibung hier dazu die Geschichte des Schiffes. Gefunden habe die Informationen über das Unglück in dänischen Seeunfallberichten.
Übersetzung aus dem dänischen ist wieder eine Zusammenarbeit von Tante Google und mir.

Hermann aus Egernsund,
Größe: 20 Registertonnen
gebaut: 1893 aus Eiche
Route: Hermann befand sich auf einer Fahrt von Sonderborg nach Nybøl Nor mit 46,8t Torf.
gesunken: am 8.11.1925 in der Flensburger Förde

Nach der Ladung von 46,8t Koks, welche teilweise auch an Deck verstaut wurde, lief "Hermann" am 08.11.1925 gegen 09:30 in Sonderborg aus.
An Bord befanden sich der Kapitän mit seiner Frau und die 2 jährige Tochter der Familie.
Als "Hermann" auslaufend aus Sonderborg Høruphav passiert hatte, wurde das Schiff mit stürmischem Ost-Nord-Ost Wind und rauer See konfrontiert. Der Skipper entschloss sich zu wenden und nach Sonderborg zurück zu fahren. Bei der Wende (oder Halse?) krängte Hermann stark und Wasser lief durch die geöffneten Luken in den Laderaum. Daraufhin kenterte das Schiff und sank. Der Kapitän und seine Frau konnten sich in das sich beim Untergang gelöste Beiboot retten und kamen an der Küste vor Skelde an Land. Die zweijährige Tochter des Paares,
befand sich während des Unfalles unten in der Kajüte und ertrank.
Bei der späteren Seeamtsverhandlung des Unglückes wurde als Ursache, die offenen Luken des Laderaums festgestellt und der Skipper wurde zu einer Geldstrafe verurteilt.


Mir war bisher gar nicht bekannt, welche tragische Geschichte hinter diesem kleinen niedlichen Wrack steckt.
Also, beim nächsten Tauchgang dort, bitte daran denken, nicht den Geist der Tochter stören. :?

Viele Grüsse Rocco!
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Zille
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Re: Hermann

Beitrag von Zille »

Danke Rocco für Deinen Bericht.

Gruß Thomas
Gruß Thomas
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j.keno

Re: Hermann

Beitrag von j.keno »

Rocco hat geschrieben:Moin Leute,
nach Tims kurzer Wrackbeschreibung hier dazu die Geschichte des Schiffes. Gefunden habe die Informationen über das Unglück in dänischen Seeunfallberichten. ...
Sag mal, wann Schreibts Du eigentlich endlich mal ein Buch über die Wracks der Ostsee???
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lillbaztard

Re: Hermann

Beitrag von lillbaztard »

Gute Frage, ich nehme auf jeden Fall eins; aber bitte handsigniert ;)
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Re: Hermann

Beitrag von Tim@BlueSpirit.de »

Oh Mist das ist ja wirklich ne boese Geschichte! Da kommt das Ding einem gleich ganz anders vor.