Samstag den 07.08.10 sagte Jürgen Surendorf an.
Ein boshaftes Schicksal verhinderte, daß Jürgen und ich mit Arielle, Thommi und Sharky zusammen tauchen durften.
So blieb Peter (upev) als Tauchpartner für unsere erste Tauch-Schicht übrig. Die zweite Schicht mußten wir alleine machen.
Während man im Winter (bisher) direkt an der Strandperle parken und ins Wasser gehen kann, ist einem dieser Zugang im Sommer verwehrt. Man muß den Surendorfer Tauchplatz sehr gerne mögen, um sich den beschwerlichen Weg im Sommer voll angerödelt schnaufend entlang zu wuchten.
Der submarine Weg zum Trümmerfeld ist partiell sehr langweilig, und meine Gedanken schweiften ab zur Fortpflanzung der Bitterlinge. Bei dieser interessanten Fischart legt das Weibchen ihre Eier in den Kiemraum von Muscheln ab. Diese Muschel oder - wenn man so sagen will - Leihmutter wird dann über ihre Atemöffnung vom Männchen besamt. Bei Menschen wären solche Sexualpraktiken im Dreierpack moralisch & juristisch bedenklich und wohl auch lebensgefährlich. Aber die glücklichen Fische wissen ja nichts von alldem.
Bei ziemlich schlechter Sicht kamen wir dann beim Trümmerfeld an. Jürgen führte uns einen schönen und abwechslungsreichen Weg über Schluchten und unter Durchgänge entlang. Wer den Tauchplatz im Winter kennt, ahnt ja nichts von dem, was wir vorfanden! Von Anfang bis Ende befanden wir uns in einem dichten Gewimmel von Jung- und Jüngstfischen. Diese Bouillabaisse ist nicht nur wundervoll fürs menschliche Auge sondern auch für das dorschliche Verdauungssystem - und damit natürlich indirekt auch wieder gut für den menschlichen Magen und Stoffwechsel.
In solcher Umgebung wunderte es keinen, daß viele Klippenbarsche, aber auch Seebulls, Aalmuttern, Dorsche, Pilker, Twister und Plattfische zu finden waren.
Und natürlich prahlerische Krabben. Wie sie sich wieder um die Weiber balgten! Die Krabben sind doch alle gleich ...
Den Vogel hat schließlich Peter abgeschossen, als er uns unterwasser Getränke servierte! Zuerst dachte ich an einen Scherz, aber als er seinen Orangensaft-Beutel mit dem Strohhalm angestochen hatte, machte ich es zögerlich nach. Es schmeckte überraschend gut und vertrieb für einige Zeit den Salzwassergeschmack.
Jürgen und ich machten nach gebührender Oberflächenpause einen zweiten Tauchgang zu den Trümmern. Für mich war das der 11. TG bei der WTD, aber erstaunlicherweise sehe ich in diesem Gebiet jedesmal neue Details.
Darauf machten wir uns froh und tauchsatt auf den Heimweg, um bald wieder zu kommen.
Bouillabaisse, oder von den Schichten in den Schluchten
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upev
Re: Bouillabaisse, oder von den Schichten in den Schluchten
Ohhh, je wo nimmst Du das alles bloss her- diese Wort und Textvielfalt- der Organgensaft kann es nicht, absolut nicht gewesen sein!!!
Hast recht, es war wirklich eine Bouillabaisse, war echt beindruckt und es lohnt sich...
Danke nochmal an Jürgen, für die Führung.
Hast recht, es war wirklich eine Bouillabaisse, war echt beindruckt und es lohnt sich...
Danke nochmal an Jürgen, für die Führung.