Ich hab gerade mal geguckt, was für Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie entstehen können.
Gruselig.
Rainer, pass bloß auf..
http://www.baumdamme.homepage.t-online.de/baum3_3.html
Die richtige Feuchtigekeit ist demnach aus gerade diesen Gründen wichtig. Ob auch für unsere Kreisel, da bin ich jetzt verunsichert. Man müsste mal Dr. von der Heyde bei Draeger fragen.
Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
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Onkel POM
Re: Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
Zur Info:
Da der Beitrag nicht zur Sammelbestellanfrage passte, habe ich ihn abgetrennt.
Immerhin ist er ansonsten ja nicht unlesenswert.
Anzumerken ist, dass der Atemkalk im Kreisel nicht lange trocken bleibt.
Da der Beitrag nicht zur Sammelbestellanfrage passte, habe ich ihn abgetrennt.
Immerhin ist er ansonsten ja nicht unlesenswert.
Anzumerken ist, dass der Atemkalk im Kreisel nicht lange trocken bleibt.
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Onkel POM
Re: Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
Explizit wird im Artikel angesprochen, dass die Narkosegase aus der Anästhesie mit dem Atemkalk bzw. dem hochalkalischen Material aus der Kalipatrone reagieren.
Die Erkenntnisse darüber stammen aus dem Jahre 1906 und das hochalkalische Material aus der Kalipatrone wohl sicher auch.
Mat, was ich nicht verstehe ist, was das mit dem Kreiseltauchen zu tun haben könnte?
Mischst Du Dir schicke Narkosegase in Dein Diluent?
Die Erkenntnisse darüber stammen aus dem Jahre 1906 und das hochalkalische Material aus der Kalipatrone wohl sicher auch.
Vielleicht hat Rainer dazu eine fachkundige Anmerkung beizutragen.Inhalationsanästhetika, die in ihrem molekularen Aufbau durch eine Difluoromethoxy-Gruppe charakterisiert sind, reagieren mit völlig trockenem Atemkalk unter Bildung von Kohlenmonoxid. Die Reagibilität nimmt dabei vom Desfluran über das Enfluran zum Isofluran hin ab. Schon bei geringem Feuchtegehalt des Atemkalks nimmt die Kohlenmonoxidbildung drastisch ab, und bei einem Wassergehalt von nur 4,8% ist diese Reaktion völlig unterbunden.
Mat, was ich nicht verstehe ist, was das mit dem Kreiseltauchen zu tun haben könnte?
Mischst Du Dir schicke Narkosegase in Dein Diluent?
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Nitrogenius
Re: Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
Bleibt ist gut.. normalerweise haben im Kreisel verwendete Atemkalke so um die 15% Wassergehalt, wenn sie aus dem Kanister kommen..Onkel POM hat geschrieben:Anzumerken ist, dass der Atemkalk im Kreisel nicht lange trocken bleibt.
und nun sag nicht: bei mir ist der Kalk immer staubtrocken, wie jüngst ein offenbar höchstgebildeter Australier bei einer Diskussion auf Rebreatherworld, der die Diskussion um den nötigen Feuchtegehalt des Kalkes nicht verstehen wollte, weil bei ihm der Kalk aus dem Kanister sowieso immer staubt
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Onkel POM
Re: Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
Selbst wenn unser Kalk wirklich trocken würde, hätte er sicher nie unter 4,8% Feuchtigkeit.
Wie hoch ist bei uns selbst im Sommer die Luftfeuchtigkeit und wer packt seinen Kalk schon in die Trockenkammer (ausser der besagte Australier *G*)?
Wie hoch ist bei uns selbst im Sommer die Luftfeuchtigkeit und wer packt seinen Kalk schon in die Trockenkammer (ausser der besagte Australier *G*)?
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tauchsieder
Re: Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
Eigentlich habe ich keine Lust auf irgendwelche Diskussionen über meinen Fachbereich, weil es haufenweise superschlaue Laien gibt, die es besser wissen.
Zur Kombination von Atemkalk und Narkotika:
1) Wer von euch verwendet heimlich Narkosemittel während des Tauchens im Rebeather? Raus mit der Sprache! Den werde ich jedenfalls als Buddy meiden.
2) Der Autor beschreibt eine eher historische Situation. Gerade für Narkosegeräte in Operations-Sälen mit relevanter Nutzungsdauer (> 10 min) sind die Betrachtungen in dem genannten Artikel heutzutage überholt, weil es sich mittlerweile um nicht zu öffnende Kalkpatronen handelt, die bis zur Entsorgung feucht bleiben. Da sich die Hülle der Atemkalk-Patrone bereits innerhalb kürzerster Zeit nach Nutzungsbeginn bei Zimmertemperatur zu beschlagen beginnt, kann auf eine beginnende Befeuchtung geschlossen werden. Zudem flutet das verwendete Anästhetikum nicht nach dem Alles-Oder-Nichts-Prinzip an.
3) Wir führen tagtäglich an kritischen Patienten intraoperative Blutgasanalysen durch. Und da wird uns nebenbei auch der arterille CO-Wert ausgespuckt. Unter den derzeitigen technisch und gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen ist es egal, wie lange eine Narkose dauert und ob man überhaupt volatile Anästhetika verwendet oder nicht: Der CO-Gehalt verändert sich nicht wesentlich - jedenfalls nicht sicher messbar.
4) Als originelle Nebenbeobachtung: Wir bemerken es - wenn auch halbquantitativ - dramatisch, wenn jemand vorher geraucht hat und wieviel er geraucht hat. Darüber schreibt aber leider kein Schlaumeier!
Fazit:
1) Dieser Artikel behandelt ein äußerst spezielles Anästhesie-Thema, dessen Interpretation selbst für den Fachmann schwer interpretierbar sind, weil man die Randbedingungen sehr genau kennen muß.
2) Unter den derzeit herrschenden Bedingungen sind diese Erkenntnisse - wenn überhaupt - höchstens bei der Entwicklung völlig neuer Rückatmungsprinzipien zu bedenken.
Gruß vom lieben Rainer
Zur Kombination von Atemkalk und Narkotika:
1) Wer von euch verwendet heimlich Narkosemittel während des Tauchens im Rebeather? Raus mit der Sprache! Den werde ich jedenfalls als Buddy meiden.
2) Der Autor beschreibt eine eher historische Situation. Gerade für Narkosegeräte in Operations-Sälen mit relevanter Nutzungsdauer (> 10 min) sind die Betrachtungen in dem genannten Artikel heutzutage überholt, weil es sich mittlerweile um nicht zu öffnende Kalkpatronen handelt, die bis zur Entsorgung feucht bleiben. Da sich die Hülle der Atemkalk-Patrone bereits innerhalb kürzerster Zeit nach Nutzungsbeginn bei Zimmertemperatur zu beschlagen beginnt, kann auf eine beginnende Befeuchtung geschlossen werden. Zudem flutet das verwendete Anästhetikum nicht nach dem Alles-Oder-Nichts-Prinzip an.
3) Wir führen tagtäglich an kritischen Patienten intraoperative Blutgasanalysen durch. Und da wird uns nebenbei auch der arterille CO-Wert ausgespuckt. Unter den derzeitigen technisch und gesetzlich vorgeschriebenen Bedingungen ist es egal, wie lange eine Narkose dauert und ob man überhaupt volatile Anästhetika verwendet oder nicht: Der CO-Gehalt verändert sich nicht wesentlich - jedenfalls nicht sicher messbar.
4) Als originelle Nebenbeobachtung: Wir bemerken es - wenn auch halbquantitativ - dramatisch, wenn jemand vorher geraucht hat und wieviel er geraucht hat. Darüber schreibt aber leider kein Schlaumeier!
Fazit:
1) Dieser Artikel behandelt ein äußerst spezielles Anästhesie-Thema, dessen Interpretation selbst für den Fachmann schwer interpretierbar sind, weil man die Randbedingungen sehr genau kennen muß.
2) Unter den derzeit herrschenden Bedingungen sind diese Erkenntnisse - wenn überhaupt - höchstens bei der Entwicklung völlig neuer Rückatmungsprinzipien zu bedenken.
Gruß vom lieben Rainer
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Onkel POM
Re: Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
Zählt so'n kleiner Schwupps Chloroform im Ansaugtrakt des Kompressors bzw. in der Gegenlunge auch schon dazu?tauchsieder hat geschrieben:Zur Kombination von Atemkalk und Narkotika:
1) Wer von euch verwendet heimlich Narkosemittel während des Tauchens im Rebeather? Raus mit der Sprache!
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tauchsieder
Re: Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
Naja, so ein kleiner Spaß-Schnaufer kann vielleicht Wunder wirken.Onkel POM hat geschrieben:... Zählt so'n kleiner Schwupps Chloroform im Ansaugtrakt des Kompressors bzw. in der Gegenlunge auch schon dazu?![]()
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Onkel POM
Re: Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
Der ist doch verboten, oder?tauchsieder hat geschrieben:
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tauchsieder
Re: Reaktionsprodukte aus Atemkalk in der Anästhesie
Du meinst das Heben der rechten Hand als Zeichen politischer Gesinnung? Oder die Abgabe von Rauschmitteln an Jugendliche?Onkel POM hat geschrieben:Der ist doch verboten, oder?tauchsieder hat geschrieben:
Nein, das Räuschlein gibts natürlich nur für erwachsene, unpolitische und charakterfeste Menschen.