Helium pumpen

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Rocco
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Helium pumpen

Beitrag von Rocco »

Moin Leute,
da der Winter ja immer noch nicht gehen will, habe ich in Vorbereitung einer Wracktour nach Norwegen mir endlich mal eine Möglichkeit gebaut Helium umzupumpen.
Zweck dieser Konstruktion ist Helium aus Speicherflaschen die einen geringeren Druck aufweisen als die Empfängerflasche (Tauchgerät) mit dem Kompressor umzupumpen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten Helium umzupumpen. Ich habe mich für die einfachste, günstigste und am schnellsten zu realisierende Variante mit Luftsack entschieden.
Prinzip: Der Druck der Speicherflasche wird mit einem Schweißdruckminderer auf ca. 2,5bar gemindert (Druckminderer nicht zwingend notwendig, aber angenehmer). Das Helium strömt in die Gummiblase, entspannt sich dort und bildet einen Volumenpuffer. Von hier aus kann das Helium durch den Kompressor aus der Blase gesaugt werden.
Als Blase habe ich einen Stickstoffspeicher aus einem Hydraulikdruckbehälter genommen, da dieser gegenüber der oftmals mit Müllsack praktizierten Variante, deutlich robuster ist und auch mal ein 1-2bar Überdruck verträgt ohne gleich zu platzen.
Die 10l Flasche auf dem Foto stellt die Heliumspeicherflasche und Empfängerflasche gleichzeitig dar. War ja nur ein Test und Helium war mir als Versuchsgas zu teuer. :shock:
Bevor man anfängt Helium umzupumpen, muss man (z.B. durch einen Unterdrucktest) sicherstellen das keine Umgebungsluft über Undichtigkeiten mit angesaugt wird, da sonst das Mischungsverhältnis des Trimix nicht mehr passt. Da die meisten keinen Helium-Analyser haben, kann dies zu sehr unangenehmen Glücksgefühlen in der Tiefe führen ;).

Viele Grüsse Rocco!
IMG_2814 kl1.jpg
IMG_2818 kl.jpg
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deepspace-9
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Re: Helium pumpen

Beitrag von deepspace-9 »

Da werden die sich un RD bei der Rücknahme der Flaschen freuen, dass die so schön leicht sind ;)
Sieht gut aus
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ChristophL
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Re: Helium pumpen

Beitrag von ChristophL »

stellt das Ansaugen von Helium für den Kompressor kein Problem da? Wie sieht es mit den PersonalFiltern aus?
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SAM
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Re: Helium pumpen

Beitrag von SAM »

I LIKE ;)
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Rocco
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Re: Helium pumpen

Beitrag von Rocco »

stellt das Ansaugen von Helium für den Kompressor kein Problem da? Wie sieht es mit den PersonalFiltern aus?
Moin Christoph,
eigentlich stellt das Ansaugen von Helium kein Problem dar. Der Filter werden weniger belastet als beim Betrieb mit Luft, da das Gas aus der Speicherflasche sehr trocken ist. Einen Personalfilter würde ich trotzdem nutzen, da ja kleine Mengen bzw. Spuren von Öl durch den Verdichtungsprozess mit in das Gas gelangt.
Thermische Probleme dürfte es nicht geben. Eventuell hat das relativ dünne Gas Auswirkungen auf die Ausbreitung des Schmierfilmes auf die Zylinderwände. Halte ich aber ehrlich gesagt für unrealistisch. Das Umpumpen von Helium mit normalen Atemluftkompressoren ist im Bereich des technischen Tauchens relativ weit verbreitet. Von technischen Problemen mit den Kompressoren wird nicht berichtet. Außerdem stellt das umpumpen i.R. keinen Dauerbetrieb dar.
@Samir: Danke ;)

Viele Grüsse Rocco!
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Nitrogenius

Re: Helium pumpen

Beitrag von Nitrogenius »

Rocco hat geschrieben:Bevor man anfängt Helium umzupumpen, muss man (z.B. durch einen Unterdrucktest) sicherstellen das keine Umgebungsluft über Undichtigkeiten mit angesaugt wird, da sonst das Mischungsverhältnis des Trimix nicht mehr passt. Da die meisten keinen Helium-Analyser haben, kann dies zu sehr unangenehmen Glücksgefühlen in der Tiefe führen ;).
Hmm.. na eigentlich sollte dies aber auch ohne Helium Analyser auffallen, da in dem Falle dass Umgebungsluft mit untergemischt wurde durch Undichtigkeiten ja der erwartete O2 Gehalt des Gemisches nicht passt.. Und ein O2 Analyzer ist ja unverzichtbar es sei denn man mischt nen Poor-Mans-Mix.. Bei selbigem wäre mit O2 Analyse sogar der exakte He Anteil zu ermitteln.. Undichtigkeit hin oder her.

Insofern hielte ich eine solche Undichtigkeit nun nicht wirklich für gefährlich und problematisch.. Eher sehr nervig, da man seine gewünschten Gemische nicht erreicht..
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deepspace-9
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Re: Helium pumpen

Beitrag von deepspace-9 »

Denke auch, dass wenn Du das Helium mit 2,5 Bar Überdruck in den Sack pustest und der He-Nachschub nicht abreißt - wie soll dann Umgebungsluft die ja knapp 1 Bar hat in das System gelangen?
Wäre da auch eher entspannt...
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Rocco
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Re: Helium pumpen

Beitrag von Rocco »

[quoteDenke auch, dass wenn Du das Helium mit 2,5 Bar Überdruck in den Sack pustest und der He-Nachschub nicht abreißt - wie soll dann Umgebungsluft die ja knapp 1 Bar hat in das System gelangen?][/quote]
Naja im System sind ja keine 2,5 bar (die befinden sich direkt hinter dem Druckminderer vor dem Auslassventil des Druckminderers) sondern eher minimaler Überdruck im millibar-Bereich. Durch z.B. eine nicht korrekte Verbindung zwischen Ansaugschlauch und Kompressor kann schon unbemerkt Nebenluft ins System gelangen.
Ich gebe Nitro recht. Die O2 Werte des Gemisches ändern sich im Fehlerfall auch. Bei normoxischen Gemischen jedoch ist der Abweichung bei den Sauerstoffwerten relativ gering, wenn man einen Teil des Heliums durch Luft ersetzt. Deshalb sollte das System schon dicht sein, zumal eine He-Leck ja auch weh tut. ;)

Viele Grüsse Rocco!
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philipaushamburg
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Re: Helium pumpen

Beitrag von philipaushamburg »

Hallo Rocco,durch die hohen Heliumpresie beschäftige ich mich auch grade mit dem Thema.
Wie groß ist die Luft Lieferleistung deines Kompressors?
Wie weit kühlen die Spenderflasche und der Druckminderer im Betrieb ab, besonders beim umpumpen von Helium?
Meine Schweißdruckminderer haben eine geringe Gaslieferleistung, hast du da was spezielles gefunden?
Dein schwarzen Sack finde ich sehr gut, nur habe ich nicht genau verstanden aus was für einen Bauteil der stammt. Aus einen Druckluftspeicher im LKW Bereich?
Warum hast du dich gegen die Lösung mit einen einstufigen Automaten entschieden?

Gruß Philip
Gruß aus Hamburg
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Onkel POM

Re: Helium pumpen

Beitrag von Onkel POM »

philipaushamburg hat geschrieben:Warum hast du dich gegen die Lösung mit einen einstufigen Automaten entschieden?
Sicher weil da hohe Vibrationen auftreten und man der Membran in der Stufe damit nicht gerade gut tut.
Das hatte ich vor einiger Zeit mal mit nem Regler vom Pressluftatmer versucht, da der denselben Anschluss hat, wie der Gasmaskenfilter, den wir bei unserem Kompressor vor dem Ansaugschlauch haben und er daher eine hohe Flexibilität versprach. Allerdings dachte ich im Betrieb, dass mir die Membran der zweiten Stufe jeden Moment um die Ohren fliegt.
Ein Puffer sollte schon dazwischen sein, um die doch recht derben Schläge der Kompressorkolben zu minimieren.
Roccos Version ist da schon sehr materialschonend. Mir schwebt diesbezüglich etwas mit nem grösseren Ballon o.ä. vor.