"Schraubendampfer Großfürst Konstantin" in der Ostsee vor Hiddensee gefunden.
http://www.n24.de/n24/Wissen/History/d/ ... -1861.html
Bisher hatte ich noch nichts von diesem Schiff gehört. Nach kurzer Beschäftigung mit dem Thema war klar, dass es sich um ein ziemlich interessantes Wrack handeln muss. Aber es wurde noch besser. In den Monaten nach der Pressemeldung entbrannte ein Streit zwischen Archäologen um die Identifizierung des Wrackes. Die eine Partei, der Verein "Archaeomare - Institut für marine und maritime Forschung e.V. ", schwört darauf das es sich mit großer Sicherheit um die Großfürst Konstantin handelt, während der Landesverband für Unterwasserarchäologie Mecklenburg-Vorpommern e.V. der Meinung ist, bei dem Wrack müsste es sich um ein deutlich jüngeres Schiff handeln.
http://www.t-online.de/nachrichten/wiss ... wrack.html
http://www.uwa-mv.de/index.php/archiv/i ... stantin-ii
http://www.archaeomare.com/
Nach Studium der Seekarte von diesem Gebiet war schnell eine Wrackposition ausgemacht, die als letzte Ruhestätte dieses Dampfschiffes in Frage kommen könnte. Als Ausgangshafen wählten wir, dass in den Boddengewässern der Insel Rügen gelegene Schaprode. Der Anfahrtsweg zum Wrack betrug von dort 12sm und stellt aufgrund der Knappheit von Sliprampen auf der Insel Rügen, die günstigste Möglichkeit dar um zum Wrack zu gelangen. Die ersten 6sm ging es relativ geschützt durch die interessanten und navigatorisch schwierigen (eigene Erfahrung
Ich denke das der Verein "Archaeomare e.V." und allen voran Herr Förster recht haben könnte mit der Theorie das sich um den Schraubendampfer "Großfürst Konstantin" handelt. An ähnlichen Schiffen wie z.B. den Schraubendampfer "Oliva" (gesunken 1869) und dem Schraubendampfer "Archangelsk" (gesunken 1886) haben wir schon vor Mandal in Norwegen getaucht. Der Erhaltungszustand erinnerte mich stark an diese beiden Wracks. Ich gehen deshalb nicht davon aus, dass es sich bei diesem Wrack um ein Schiff handelt welches nach 1920 gesunken ist. Ist aber wie gesagt nur meine Meinung und ein persönlicher Eindruck. Man sollte in jeden Fall noch weitere Untersuchungen anstellen und ich hoffe das sich die Denkmalschutzbehörde nicht dagegen sperrt.
Die Rückfahrt vom Wrack gestaltete sich ein wenig ruppig, da der Wind mit ca. 4Bft aus Südwest eine doch recht unangenehme, steile Welle aufgebaut hatte. Wir betauchten vor Dranske noch einen zerfallenen Kümo in nur 11m Tiefe bei guter Sicht und heftiger Oberflächenströmung und fuhren dann wieder zufrieden mit 2 neuen Wracks im Kopf nach Schaprode.
Mal schauen was weiter passiert,
Viele Grüße Rocco!