Anläßlich der offiziellen Einweihungsfahrt von Robert´s neuen Boot wollten wir gemeinsam mit meinem kleinen Boot von Grömitz zu einer kleinen Wracktour starten.
Details über Roberts neues Boot behalte ich hier für mich, da soll Robert sein eigenes Coming Out machen
Aber so ein bißchen Endgeil ist das Gerät und die verbaute Sonar und Sidescan Elektronik schon….
Als Ausgangspunkt war der Yachthafen Grömitz 9Uhr geplant. Dieser Plan ist leider aus mehreren Gründen gescheitert. Als Blacky und ich im Hafen eintrafen war zwar die Hafenschranke geöffnet, der Hafenmeister im Urlaub, aber leider die Schranke vor der Slippe geschlossen und sicher verriegelt. Warum auch immer, slippen war hier nicht möglich.
Dass hieß umdisponieren. Im nahegelegenen Bliesdorf gibt es eine kleine Strandslippe. Wir beschlossen unser Glück da zu versuchen und informierten die immer noch nicht zum Aufbruch bereite Truppe von Robert über den neuen Treffpunkt.
In Bliesdorf konnten wir slippen. Die Slippe ist eigentlich nur etwas lieblos auf den Strand gegossener Beton, flankiert von einen Findling Mole. Sehr flach und bei dem herrschenden ablandigen Wind sogar für mein kleines Boot extrem flach. Dieser Umstand verstärkte sich im Laufe des Tages durch den recht steifen ablandigen Wind noch mehr. Bei der Rückkehr lang der gesamte Beton trocken.
Nicht richtig toll, aber was ein Tauchboot sein will, dass muß auch mal was wegstecken.
Fazit: eine Slippe für leichte und kleine Boote, bei ablandigen Wind noch weniger geeignet, bei auflandigen Wind ebenso.
Als wir in Bliesdorf mit allem fertig zum Ablegen waren konnte Roberts Truppe endlich auch in Lübeck aufbrechen, Zahlenmäßig stark dezimiert zwar, aber sie waren endlich on the road.
Wir fuhren dann schon mal los. So groß ist die Ostsee nicht, dann treffen wir uns eben draußen.
Der Wind war wie vorhergesagt, eine zärtliche 4 baute weiter draußen eine ungemütliche Dünung auf, es ging zum fahren. Mein kleines Boot bockt aber bei Welle gerne an der Ankerleine. Da wird das Einsteigen, trotz guter Leiter, schnell mal sportlich. Wäre aber noch gegangen. Aber wofür? Wir hatten auch noch eine Position im Lee einer bekannten Untiefe, dem Walkyriengrund. Dort hofften wir auf weniger Wellengang. Dem war auch so. Auf der Position sollen Reste eines WK 1 Wrack liegen, stark zerstört mit nur geringen Erhebungen. Die Untiefe besteht aus einem festen Sandgrund mit reichlich Findlingen kleinerer Größe.
Dazwischen kann man schon bei ruhiger See kaum solche, wie die gesuchten, Wrackreste auf den Echolot oder dem Sidescan ausmachen. Bei dem heutigen Wellengang nicht oder fast nicht. So wurde das Ankerwerfen zu einer Kaffeesatzleserei. Aber das Glück war uns holt, der Anker lag optimal.
So kalt es im Wind auch war, im Wasser wurde es wesentlich besser. Kuschelige 10Grad und unglaubliche Sicht. Bestimmt 10m, und das bei nur 10m Wassertiefe. Das Wrack ist sehr detailarm, auch schon bevor wir kamen
Das vorgefundene "Geister" Netz haben wir für Robert, der wollte ja auch noch kommen, ein bißchen hübsch dekoriert und liegen gelassen. Außerdem sind solche Geisternetze ja extrem gefährlich und können nur von Profis sicher geborgen werden. Gott sei Dank, uns hat das Netz verschont.
Nach unserem ausgiebigen Tauchgang waren wir immer noch alleine. Die telefonische Anfrage ergab, dass das Team Robert inzwischen Testaufnahmen mit dem Sidescan, unter anderen bei der weit draußen liegenden Anneliese, machte. Sie wollten aber sofort in unsere Richtung aufbrechen und kaum 45minuten später konnten wir uns dann auf See begrüßen. Ein kleines sit in auf Robert seiner neuen Errungenschaft mit reichlich Fachgesimpel folgte. Bei herrlichem Sonnenschein, dass sind einfach tolle Momente auf See.
Blacky und ich sind dann aufgebrochen, das Team Robert machte sich derweil tauchbereit.
Über das Rausslippen habe ich oben schon geschrieben, Team Robert hatte es aufgrund der Bootsgröße noch schwerer als wir. Aber besser eine schlechte Slippe als keine oder eine Abgeschlossene.
Vielleicht laden ja Robert oder Blacky noch ein Bilder dazu hoch.
Bis demnächst, irgendwo da draußen