Kleine Rebreatherrunde im Juni

Was man so alles ins Wasser trägt (und die meisten von uns auch wieder zurück)
(Öffentlich)
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tauchsieder

Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von tauchsieder »

Neulich bei der Diskussion über Sauerstoffmessung mußte ich leider aus Begabungsmangel innerlich abschalten.

Jetzt eine Frage bezüglich einer Ergänzung zum Dolphin: Ist das richtig, daß ich ein "Sensorhouse" brauche, in dem ein bis drei O2-Sensoren ihre Heimat finden? Und dann brauche ich noch eine Anzeigeeinheit für ein bis drei Sensoren?

Sensorhouse, im Einatemschenkel zwischengeschaltet
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Anzeigeeinheit für einen Sensor
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Anzeigeeinheit für 3 Sensoren
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Dazu kommen noch Kabel und Sensor(en). Das alles frißt mir ja die Haare vom Kopf!
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upev

Re: Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von upev »

tauchsieder hat geschrieben:Neulich bei der Diskussion über Sauerstoffmessung mußte ich leider aus Begabungsmangel innerlich abschalten.

Jetzt eine Frage bezüglich einer Ergänzung zum Dolphin: Ist das richtig, daß ich ein "Sensorhouse" brauche, in dem ein bis drei O2-Sensoren ihre Heimat finden? Und dann brauche ich noch eine Anzeigeeinheit für ein bis drei Sensoren?


Dazu kommen noch Kabel und Sensor(en). Das alles frißt mir ja die Haare vom Kopf!
Der Dolphin hat meines Wissens kein Sensorhouse.... Ist allerdings schon eine Weile her als ich den Rebikurs machte.. Deine Haare bleiben weiterhin am Kopf... :D
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Nitrogenius

Re: Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von Nitrogenius »

Ruhig Blut, Brauner ;-)

Erstmal ist es so, dass aufgrund der Konzeption des Dolphins Du keinerlei Sauerstoffüberwachung brauchst, solange Du es "regel-konform" tauchst. Soll heißen, wenn Du die zu Deinem Pre-Mix (das was Du in der Pulle hast, also 32,40,50 oder 60% Nitrox) passende Düse benutzt. Wie ja schon in Ecktown erläutert ist der Flow der entsprechenden Düsen so ausgelegt, dass mit einer Annahme von 2,25 l/min O2-Verbrauch der FO2 im Beutel (Anteil Sauerstoff im Atembeutel) immer über 21% bleibt.. Also sicher ohne Ende.. So viel kannst Du gar nicht Ackkern, dass Du ein Sauerstoffproblem bekommst und wenn Du so viel ackkerst ist gerade beim Dolphin ein Durchschlagen Deines Kalkes wesentlich wahrscheinlicher, v.a. wenn Du im Kaltwasser bist, da der Scrubber extrem schlecht (nämlich gar nicht) wärmeisoliert ist, da hat das POM direkten Wasserkontakt und dann kommt schon der Kalk im inneren.

Also zum Anfang kannst Du das Dolphin so tauchen wie Du es hast..
Eine Sauerstoffüberwachung wird nötig, wenn Du bspw. mit den Düsen experimentieren willst, z.b. eine 50er Düse mit einem 40er Gemisch tauchen. Hier ist Dein Flow geringer, so dass Du die 21% Grenze bereits bei 1,75 l/min O2 Metabolisierung erreichen würdest. An sich auch noch nicht problematisch ohne O2 Überwachung, aber vom Kopf her fühlt man sich dann einfach wohler..
Ein weiteres Problem ist das Einstellen des TC.. Hier musst Du eine Annahme übere deinen Durchschnittlichen Sauerstoffverbrauch über den TG machen um dann den wahrscheinlichen Sauerstoffanteil in Deinen Gegenlungen zu berechnen, darauf stellst Du den TC ein.
Hast Du eine Sauerstoffüberwachung kannst Du überprüfen ob Deine Annahme stimmt und ggf. Deinen Sicherheitsstopp/Deko anpassen, falls Du letztlich mit Deinem Sauerstoffgehalt doch unter Deiner TC Einstellung lagst. Oder das Optimum ist natürlich die Intergration der Überwachung in den TC, dann rechnet der TC immer richtig..
Ist aber alles nicht zwingend nötig, Tauchen kannst Du damit auch so..

Für das "Düsenexperiment" reicht Dir eine einfache Überwachung (solange Du dabei nicht in die extreme gehst und weiter mit FO2 > 21% planst) mit einer Zelle.. Also quasi das mittlere Bild (Gibt es bei Tecme komplett mit Sensor meine ich für ca. 350 EUR) .. Wenn Du dann extremer würdest dann machen 3 Zellen Sinn, wobei dann auch der Schritt zu CCR konsequent wäre.. Dafür kämen dann aber noch ein paar mehr Änderungen am Dolphin dazu (Konstant mass flow valve, manuelle Sauerstoffeinspeisung. Umbau des Bypass, etc.) und klar, dass wird dann schon ein zwei Haare mehr kosten..
1500,- EUR an zusätzlichen Investitionen musst Du dann schon rechnen, aber das hat dann eben Zeit. Tauche doch den Dolphin erstmal wie er ist.. Klar die einfache Überwachung kann man sich recht früh dazu holen..
Oder eben gleich die Überwachung über TC (z.B. VR3, da leigst Du dann aber selbst mit dem guten Angebot bei VR alles in allem bei ca. 650-700 EUR)
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Onkel POM

Re: Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von Onkel POM »

Den Nitrox-Rechner stellst Du eh immer so ein, als würdest Du Dich mässig anstrengen, auch wenn Du nur ganz ruhig daher paddelst.
Dafür hast Du u.a. das Programm, das ich Dir geschickt habe.
Grob kannst Du bei normaler Belastung rechnen, dass der O2-Gehalt im Loop ca. 10 reale Prozent geringer ist, als der O2-Gehalt im Premix.
Hast Du also z.B. ein Premix von 50%, stellst Du einfach 40% in Deinem Nitrox-Rechner ein und bis auf einer sehr sicheren Seite. Das wäre der Wert für eine Metarate von 1,25 Ltr/min. Wenn Du schon vorher weisst, dass es gut Strömung geben wird, setzt Du den Wert im Rechner einfach noch 5% runter, also wie im Beispiel auf 35%. Das wären dann ca. 1,75 Ltr/min.
Mit der besagten Überwachung, die Du vorerst aber nicht benötigst, könntest Du den Wert im Rechner natürlich genauer und auf Deinen tatsächlichen Verbrauch einstellen. Nur wozu das Geld ausgeben? Immerhin variiert die Meta-Rate bei jedem TG und selbst mit der Überwachung wäre es ein Schätzwert, den Du vor dem TG eingeben müsstest. Denn während des TG kannst Du nicht mehr viel verändern. Du kannst ja, wie schon mal gesagt, auch mit dem SCR Trimixen und bist damit wesentlich sparsamer als offen.
Wenn Du mit einem variablen Flow (während des TG verstellbar) tauchst, ist mind. ein Sensor Pflicht. Selbst für einfache mCCR-TG reicht eine Zelle aus. Aber das beschnacken wir in Ruhe mal bei einem Treffen. Denn das sieht die Schulmeinung wieder anders. ;)
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Nitrogenius

Re: Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von Nitrogenius »

Und da kommt der Bauing.. der von der Pieke auf eingebläut bekommen hat immer auf der sicheren Seite zu planen ;-)

mCCR würde ich definitiv niemals mit nur einer Zelle tauchen, dazu ist der Sauerstoff nunmal viel zu gefährlich und Zellen zu anfällig für Fehlmessung. Es heißt nicht von ungefähr: "Sauerstoff vergibt keine Fehler!"

Über 2 oder 3 Sensoren, lasse ich mir ja eingehen, dass man diskutieren kann, aber 1 Sensor :? :o :shock:
Dies hat auch nichts mit Schulmeinung per se zu tun, denn da bin ich derjenige der eine solche egal in welchem Lebensbereich grundsätzlich hinterfagrt, aber gerade diese Schulmeinung hat eine vernünftige Argumentation, dass sie durchaus sinnvoll nachzuvollziehen ist, v.a. wenn man ins Verhältnis setzt um was es geht (immerhin um so etwas "geringfügiges" wie sein eigenes Leben)

Wozu das Geld ausgeben? Naja wenn Du schon vom Trimixen bei SCR sprichst, hier begibt man sich dann zwangsläufig im Premix in einen Bereich von niedrigem Sauerstoffanteil (sonnst brauche ich ja auch kein Trimix), da man etwas tiefer gehen will. Also muss der O2 Anteil runter.. Wenn der O2 Anteil runter geht brauche ich entweder einen Extrem hohen Flow oder ich gehe mit der Geschichte eben in einen Grenzbereich, der sicherlich machbar ist, aber eben nicht mehr ohne Überwachung auskommt..
Hier steht es m.E. außer Frage, dass eine O2 Überwachung benötigt wird, somit wandelt sich die Frage vom ob zum Wann.
Wenn ich mir über das Ob sicher bin und es nur um das Wann geht, kann man sich schon die Frage stellen, ob man sich so etwas gleich zulegt.

Auch im "normalen" (also lehrbuchmäßigen) SCR Betrieb kann die Überwachung sinnvoll genutzt werden. Kommt eben auf den Computer an.. Soll ja durchaus solche geben, die mit verschiedenen Gemischen umgehen können, die man dann auch unter Wasser verstellen kann. Bei den Tauchgängen die rainer ja auch im OC Bereich noch so vorhat ist es auch hier keine Frage, ob ein solcher gebraucht wird sondern nur wann man (er) sich einen solchen zulegt.
Sobald dieser da ist kann man Gemische aufgrund verschiedener Metaraten Ausrechnen und ist dann eben dichter am "real geatmeten" Gas. Da reicht dann auch die einfache Überwachung ohne Integration in den TC. Der OSTC Mk2 kann bspw. 5 Gase. Dies könnten auch 5 Nitroxe sein in relativ nah beieinanderstehenden Mischungen.
Je näher ich an meinem Realen Gas bin, desto genauer ist die Nullzeitberechnung. Gerade wenn es mal etwas tiefer (Betonung liegt auf etwas hier meine durchaus schon den 30-40 m Bereich) gehen soll, kann das schon einen ordentlichen Unterschied in der Nullzeit oder gar besonders in der Dekozeit machen..
Bei einem 32er Premix komme ich mit der lehrbuchmäßigen Planung der Metarate (1,5 l/min) für die Einstellung des TC auf gerade mal noch 24 % und dieser Unterschied ist ja schon Mal recht ordentlich, wenn ich dann doch mit wahrscheinlichen 0,75 l/min eigentlich 28% habe..
Bei bspw. 20 min @ 40 und GF von 20/70 ist das schon ein Unterschied von 22 zu 30 min Gesamtdekozeit..
Und das beim U profil wo der "Nitroxvorteil" noch am kürzesten ausfällt. Beim realen Tauchprofil, wo man noch auf Zwischentiefen "rumdaddelt" wird die Grätsche noch viel größer..
Lohnt sich m.E. schon..
Noch extremer wird die Geschichte bei kleinerer Düse..
Klar wenn man natürlich im Gegenzug das Gemisch "übertaucht" (also die MOD des Premix überschreitet, oder im Umkehrschluss ein fetteres Gemisch für die Zieltiefe einsetzt) relativiert sich das wieder.. Aber auch dies sollte man m.E. NUR mit Überwachung tun und man sollte auf Spülen verzichten solange man sich tiefer als die MOD befindet und bereit sein ggf. der Sicherheit zu Liebe auf das passende Bailout zu wechseln..

Aber da prallen Philosophien aufeinander, wie wir ja schon hinreichend in der Vergangenheit feststellen konnten ;-)
Ich hoffe nur für Dich und letztlich uns alle, dass Du auf Dauer Recht behälst, denn dann geht uns beiden dauerhaft gut. Im umgekehrten Fall leider nur einem :!:
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Onkel POM

Re: Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von Onkel POM »

Wann fallen Sensoren denn aus bzw. weichen vom Realwert ab?
- wenn sie alt sind
- wenn sie nass sind

Wenn man also mit nur einem Sensor taucht und überwacht, kann man diesen gerne mal alle halbe Jahre austauschen und den alten Sensor dann zum Mischen nehmen. Denn dafür ist er dann allemal noch gut.
Wenn ein Sensor nass wird (Kondenswasser o.ä.) wird in der Regel auch der zweite und dritte Sensor nass, da sie ja bekanntlich alle auf engstem Raum zusammen verbaut sind.
Sollte der eine Sensor komplett ausfallen, was recht unwahscheinlich ist und einem an recht unrealistischen Werten schnell auffallen sollte (Schnelltest via Diluent), bleibt eigentlich nur der geordnete Rückzug mittels Bail-Out.
Selbst ein nasser Sensor zeigt nicht NULL an oder einen irrwitzigen Wert, sondern er zeigt etwas weniger O2 an, als tatsächlich im Loop ist. Wenn zwei oder drei Sensoren nass sind, wird es durch die höhere Anzahl der Sensoren auch nicht besser.
Bei einem Ausfall des Displays würden einem auch zehn Sensoren nicht nützen. ;)

Nitro erzählte etwas weiter oben, dass bei Experimenten mit Düsen eine einfafche Überwachung ausreicht.
Nitrogenius hat geschrieben:Für das "Düsenexperiment" reicht Dir eine einfache Überwachung (solange Du dabei nicht in die extreme gehst und weiter mit FO2 > 21% planst) mit einer Zelle.
Nun die Frage:
Was unterscheidet dies vom mCCR-Betrieb mit hohem pPO2 und und einem der Zieltiefe entsprechenden EAN als Dekoberechnung? Kann dabei weniger passieren?

Wenn ich mCCR tauche (auch nur mit einem Sensor), dann halte ich den pPO2 um die 1,4.
Mit diesem Wert hätte man selbst auf 55m (TMX-Bereich ... na huch) noch knapp über 21% O2 im Loop und die Sauerstoffbelastung bleibt noch im vertretbaren Rahmen. Weiter oben wird der O2-Gehalt dann immer höher, der pPO2 etwas geringer als 1,4 und die reale Deko geringer als die mit dem tiefenentsprechenden EAN berechnete.

Wie gesagt, reine Schulmeinung vs. Realität. Alles mal vernünftig hinterdenken und nicht nur blind aus den Lehrbuch übernehmen. Genauso die Lehrmeinung, dass man bei SCR an der Oberfläche nicht aus dem Loop atmen soll. So ein Schwachsinn. :geek:

Bezüglich Gaswechsel mit Nitrox-Rechnern:
Gas 1: Premix Nitrox oder O2
Gas 2: Dekogas O2 oder Bail-Out Luft

Wofür die Überwachung? Wenn man tatsächlich 3 und mehr Gase mitnehmen will, kann man auch gleich auf pSCR umsteigen (auch mit zehn verschiedenen Gasen ohne Überwachung). Mit dem Dolphin wohl eher nicht mehr als zwei oder drei Gase, bzw, ein Premix mit Flowverstellung und ein Dekogas.

Selbst mit TMX reicht ein einfacher Nitroxrechner. Kannst ja mal die selben Profile mit Luft und 21/XY vergleichen. Wird mit EAN32 im Vergleich zu 32/XY nicht anders.
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Nitrogenius

Re: Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von Nitrogenius »

War ja sonnenklar, dass die nicht so (unkommentiert) stehen bleibt :mrgreen: ;)

Also auf ins Detail 8-)

Wann fallen Sensoren aus:
A)Wenn sie alt sind: Korrekt
B) Wenn sie nass sind: korrekt
C) Dann können natürlich noch diverese probleme in der Verbindung auftreten..

Vergleich zwischen einem und mehreren Sensoren in diesen Fällen:
A) Sensoren selbst wenn sie von exakt gleichem Alter sind altern untesrchiedlich schnell. Ein Sensor kann ausfallen (oder schlechter messen) die/der andere(n) leistet noch seinen Dienst. Man hat mit mehreren Sensoren also eine Redundanz und kann seinen TG noch im Kreislauf kontrolliert abbrechen und hat kein "stressiges" OC Bailout

B) Sensoren werden niemals gleich nass, auch wenn sie nah beieinander sitzen. Hauptsächlich wird die Messung durch Kondenswasserblasen auf der Membran beeinflusst. Diese Blasen werden immer unterschiedliche Größe und Ausbreitung auf den Membranen haben. Somit liefern sie unterschiedliche Messergebnisse. dadaurch wird man erst auf ein problem aufmerksam gemacht und kann mit Spülung durch ein definiertes Gas herausfinden, welche Zellen richtig arbeiten und welche nicht. Eine gleichmäßige Abweichung wie Du sie vermutest ist höchst unwahrscheinlich.
Weiterhin hast Du ja schon beschrieben, dass ein feuchter Sensor zu geringe Werte anzeigt. Wenn ich also nur einen habe im CCR Bereich und mir die Fehlfunktion (Sprich Abweichung) nicht auffällt, was bei einer zelle äußerst schwierig ist bewege ich mich womoglich schnell in einem hyperoxischen Bereich, ohne dass man es merkt! Eine durchaus kritische Situation die es zu vermeiden gilt!

Was unterscheidet ein "Düsenspiel" von mCCR Betrieb im Zusammenhang mit einer einfachen nicht redundanten O2 Überwachung in der Gefährlichkeit?

Dies ist relativ einfach: Die Wahrscheinlichste Versagensform des Sensors ist in der Tat die Feuchtigjkeit und damit einhergehend ein Messwert, welcher unterhalb des realen liegt.
Beim mCCR kann ich daher da ich mit O2 und Diluent hantiere zu einer hyperoxischen Situation kommen. Beim SCR und Düsenspiel kann dies so nicht passieren, da mein PO2 durch das Premix begrenzt ist. Wenn ich die MOD des Premix nicht überschreite habe ich hier kein Problem. Das Problem hier ist gerade beim Trimixen wegen des ohnehin aufgrund der Tiefe gering bemessenen O2 Anteils eine Hypoxie durch Abfallen des FO2 im Atembeutel.. Hier liege ich mit einem feuchten Sensor der dann ggf. weniger misst als vorhanden auf der sicheren Seite.. Auf der Tiefe ist dann an sich selbst ein FO2 von unter 21% aufgrund deskorrelierenden PO2 nicht soo kritisch. Etwas kritischer Hinterfragen müsste man den Sinn einer Redundanz bzw. Mehrfachmessung wenn die MOD des Premix überschritten wird um mit der MOD des Beutels zu arbeiten.. Da wären zwei oder drei Sensoren zweifelsohne sicherer, wobei ich einer Überschreitung der MOD des Premixes ohnehin aufgrund der "genommenen" Spülmöglichkeit kritisch gegenüberstehe..

"Alles mal vernünftig hinterdenken und nicht nur blind aus den Lehrbuch übernehmen"
Absolut.. und genau das tue ich.. Wie bereits im vorherigen Post erwähnt!

Dass man SCR nicht an der Oberfläche atmen soll, habe ich nicht gelernt und stellt daher für mich keine Lehrmeinung dar. gerade bei der Dosierung des Dolphin halte ich dies für Unsinn. Auch an der Oberfläche werde ich bei größter Strampelei 2,25 l/min O2 verbrauch nicht überschreiten.. das Ding ist ausgelegt, dass mit diesem Wert der FO2 >21 % bleibt.. So What?

Gaswechsel mit Nitrox Rechnern:
Hier hast Du mich denke ich nicht richtig verstanden.
Mit einem TC der gaswechselfähig ist kannst Du auch einfach nur verschiedene Nitrox-Gemische einstellen. Dies in Verbindung mit einer einfachen Sauerstoffüberwachung gibt Dir die Möglichkeit Dich näher an Deinen realen FO2 heranzutasten:
bsp.: 40er Premix 40er Düse:
Lehrbucheinstellung Computer unter Annahme Meta-rate 1,5 l/min --> 30% --> Gas 1 Nx 30/0
danach nicht mehr Lehrbuch: Metarate 1,25 l/min --> 32 % --> Gas 2 Nx32/0
Metarate: 0,75 l/ min (sehr wahrscheinlich!) --> 35% --> Gas 3 Nx 35/0

Ich kann also mittels einfacher O2 Überwachung getrost meinen TC auf 35/0 stellen und den Tatsächlich FO2 im Beutel mittels der Überwachung "überwachen" ;-), sollte meine Meta-Rate tatsächlich steigen, kann ich das Gas umstellen..

Das meinte ich.. 30% vs. 35% kann auch einen ordentlichen Unterschied machen. Klar bei einer einfachen Überwachung die nur PO2 anzeigt, brauche ich immer noch eine Tabelle um den PO2 in Relation zur aktuellen Tiefe zu setzen, denn rechnen sollte man da nicht anfangen ;-)
Beim OSTC Mk2 kann man im OC Modus (der auch im SCR Modus zu nutzen ist) allerdings den PO2 des eingestellten Gemisches direkt ablesen, wenn man den entsprechenden parameter aktiviert hat.. Da ist ein Abgleich dann äusserst einfach!

Also mein Gedanke ist: nicht 3 Gase mitnehmen sondern nur 1 (Bailout zähle ich hierbei nicht mit), aber drei mögliche Gase dies sich aus der variablem Metarate im Atembeutel ergeben könnten im TC einstellen und ggf. wechseln zu können um möglichst nahe an der Realität zu sein! Dies wird druch eine Überwachung sicher möglich.. Sonnst gehts natürlich auch, wird aber ein Risikospiel, da cih dann nicht einschätzen kann ob meine Metarate nicht vielleicht doch höher war alsi ich sei bei der Planung (und Einstellen des TC) vermutete!

"Selbst mit TMX reicht ein einfacher Nitroxrechner. Kannst ja mal die selben Profile mit Luft und 21/XY vergleichen. Wird mit EAN32 im Vergleich zu 32/XY nicht anders." :shock: :shock: :shock:

Jetzt bekomm ichs mit der Angst.. Dies mag bei sehr geringen Helium-Anteilen noch annähernd zutreffen. Aber danach?? :? Vergleiche mal ein 18/45 er mit einem 18/00 oder gar ein 10/70 mit einem 10/00 !
Hier ergibt sich bei bereits genanntem 20 min @ 40 m TG (GF 20/70) eine RT von 70 Min mit dem 18/00 und 150 min :!: :!: mit dem 18/45
Eine äußerst gewagte These also !! Aber vielleicht stehst Du ja auch Gelenkschmerzen? ;-)
Ich denke aber ich weiß wie Du es meintest und für grob He < 30% passt es ja einigermassen. Würde mir den TG aber trotzdem immer in der Planungsphase ganz genau ansehen und ordentlich Durchrechnen!
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tauchsieder

Re: Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von tauchsieder »

Boah, "Die Buddenbrocks" nehmen sich ja wie eine Kurzmeldung gegen dieses Reabreather-Gespräch aus.
Ich kann im besten Fall jeweils bis zum dritten Satz folgen. Dann sind Verständnis und Konzentration futsch. Bild
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Onkel POM

Re: Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von Onkel POM »

"Probleme mit der Verbindung."
Die da währen?

Ob nun 3 Sensoren unterschiedlich nass sind, was bei für alle Sensoren ziemlich gleicher Luftfeuchte und daher relativ ähnlicher Kondesatbildung nicht so verschieden sein kann, oder ob ein Sensor feucht ist und das alles in einem Rohr von mal eben 4 - 7,5 oder so cm Durchmesser. Naja ...

Sensoren verschiedenen Alters machen bei einem Sensor von einem halben Jahr Laufzeit nicht wirklich den Kuchen fett. Nach einem halben Jahr sollte es da kaum Probleme geben.
Ein feuchter Sensor zeigt nicht so viel zu niedrig an, dass man in den hypoxischen Bereich kommt. Ganz im Gegenteil. Wenn er weniger anzeigt, als tatsächlich drin ist, kommt man in den Hyperoxischen Bereich. Und ob da dann 5% mehr O2 drin sind, ist relativ Wurst.

18/0 bzw. 18/XY ist der Verdünner, den man "unverdickt" wohl kaum atmet (darum heisst er ja Diluent und nicht Premix). Durch den höheren O2-Gehalt relativiert sich auch etwas der Heliumanteil. Ausserdem ... wo bitte willst Du mit 70% Helium hin? Reden wir hier über Orte wie Hemmoor oder vom Mariannengraben? ;)

So, muss jetzt zum Dienst. Vielleicht finde ich nachher noch etwas Zeit zum Konkretisieren.

Wie auch immer, tauch Du mit vier Sensoren, ich tauche weiter mit einem.
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Onkel POM

Re: Kleine Rebreatherrunde im Juni

Beitrag von Onkel POM »

So, in Timmendorf angekommen. :geek:

Nochmal zurück zu feuchten Sensoren:
Wenn ich im mCCR den pPO2 bei 1,4 (21,5%O2 auf 55m) halte und der Sensor etwas weniger anzeigt, dann ist der O2-Gehalt real evtl. bei 1,6 (24,6% O2 auf 55m). Also weder ein Problem mit der O2-Belastung, noch mit der Deko. Denn wo bleibt man in unseren Breiten schon 60 minuten oder länger auf Maximaltiefe?

Unterschiedlich feuchte Sensoren können bei Deinem Inspi auftreten, da sie dort weiter auseinander liegen. Aber nicht im winzigen Sensorhouse eines mCCR, wo drei Sensoren auf einem Durchmesser von knapp 7,5cm zusammengepfercht sind. Wir reden nicht über Dein Inspi, sondern über mCCR a la Dolphin. Wenn ich mich auf eine Elektronik verlassen müsste, die mein Atemgas mischt, dann würde ich auch einen oder zwei Sensoren mehr haben wollen. So aber habe ich das selbst in der Hand und kann bei Bedarf jederzeit meinen Sensor testen. Wenn er dann anstatt des pPO2 von 1,36 (21% O2 auf 55m) nur 1,1 anzeigt, dann kann ich die Differenz schon noch ganz einfach im Kopf ausrechnen und weiss dann, dass ich meinen pPO2 dann nicht bei 1,4+ halten muss, sondern bei 1,1+ , um meine 21% O2 Minimum zu halten.
Dein Tamagotchi macht das nicht. Das kegelt entweder den bösen Sensor raus oder wenn alle Sensoren nass sind (Alle verschieden nass, alle verschiedene Werte? Glaub ich nicht.) , machst Du das scheinbar unbewusst durch einen niedrigeren Setpoint wett. Eine, wenn auch geringe, Abweichung durch Kondensat hast Du nämlich überall, denn ganz trocken bleiben die Sensoren auch bei Dir nicht. Nur denkt kaum jemand dran, dass aus dem Kalk, über dem bei Dir die Sensoren hängen, Feuchtigkeit rauskommt, die sich nicht selten an den Membranen der Sensoren absetzt. :D

Zu 21/XY vs. Luft:
Wenn ich also für den o.g. TG ein leichtes TMX nehme (für Hemmoor würde ich ein 21/35 als Diluent wählen), dann ist der Deko-Unterschied zu Luft nicht so wirklich wesentlich. Noch dazu, wo ich mit 21% die Deko rechne und durch den höheren O2-Gehalt auf geringeren Tiefen, zuzüglich der O2-Deko massig Sicherheitsreserven habe.

So sollte mein Standpunkt jetzt eigentlich klar sein. Wenn nicht, kann ich auch nix dafür.
Auf Deine Einsicht hoffe ich eh schon lange nicht mehr. ;)