Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Hier ist Platz für Berichte zu Tauchplätzern, Wracks etc. Macht schön Fotos und Videos, wir wollen was zum gucken haben. Ggf. werden einzelne Beiträge von den Moderatoren nachträglich in die Kategorie "Wracks und Tauchplätze" verschoben, um leichter wieder auffindbar zu sein.
(Öffentlich)
Benutzeravatar
Zille
Beiträge: 2111
Registriert: 05.05.2010 08:06:28
Wohnort: 23845 Borstel

Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von Zille »

In der DivingGroup gibt es einen Bericht über den Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team.

Gruß Thomas
Gruß Thomas
Benutzeravatar
Rocco
Beiträge: 1731
Registriert: 18.11.2009 16:56:15
Wohnort: Eckernförde
Has thanked: 6 times
Been thanked: 16 times

Re: Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von Rocco »

Danke Zille, schon gelesen.
Banale Ursache die jedem der mit versch. Gemischen taucht treffen kann.

Viele Grüsse Rocco!
Benutzeravatar
Nitrogenius

Re: Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von Nitrogenius »

Rocco hat geschrieben:Danke Zille, schon gelesen.
Banale Ursache die jedem der mit versch. Gemischen taucht treffen kann.

Viele Grüsse Rocco!
Hmm.. Letztlich zeigt aber genau ein solcher Unfall in einer so fortgeschrittenen Gruppe wie die WKPP dass eben die entsprechenden Prozeduren so wie sie gelehrt werden schon Ihren Sinn und Berechtigung haben, da es selbst so erfahrene Hasen wie dort treffen kann, wenn diese nicht eingehalten werden..

Wie oft machen wir wirklich einen vorschriftsmäßigen Gaswechsel? Eine gegenseitige Kontrolle des Gases und der MOD mit ok vom Partner vor dem Wechsel habe ich bisher nur selten beobachtet..

Was ebenfalls erstaunlich war an dem Original-Bericht der WKPP (Weiss nicht was bei der DG gepostet ist) ist wie lange und auf welcher Tiefe der verunglückte Taucher auf einem Nx50 war bevor er schlußendlich krampfte
Benutzeravatar
Onkel POM

Re: Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von Onkel POM »

Nunja Frank, wann tauchen wir schon mal mit vier oder mehr Stages, von denen wir dann auch noch einen Teil irgendwo unterwegs ablegen? ;)

Diesmal kann aber niemand sagen "Kreisel töten". Immerhin wäre das Ergebnis offen dasselbe gewesen.

Was aber bei aller Tragik sehr interessant ist und was die These untermauert, dass man bei pPO2 über 1,6 nicht gleich hopps geht, ist die Tatsache, dass die Sypthome der O2-Vergiftung erst nach knapp einer Stunde auftraten und das bei einem anscheinend durchgehenden pPO2 von leicht über 3,0 (50% Premix, ca. 40% im Loop, 67m Tiefe).
http://www.divinggroup.de/wbb2/thread.p ... feed484449
Benutzeravatar
tauchsieder

Re: Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von tauchsieder »

Onkel POM hat geschrieben:... wann tauchen wir schon mal mit vier oder mehr Stages ...
Zugegeben ein etwas übertriebenes Beispiel: aber wenn ich im Wildschütz lange und korrekt auf 72 m tauchen wollte (was ich nicht tue), habe ich neben meinem 15/55er Rückengas einmal 100% O2, einmal 50% O2 und vielleicht einmal 30/30er Travelgas dabei.
Angenommen ich verwechsle auf 40 m das Travelgas mit dem 100er, ist bald der Teufel los.
Selbst wenn man nur das übliche 50er und 100er dabei hat, sollte man sich meiner Meinung nach auf jeden Fall eine Kontrolle und Bestätigung durch den Buddy angewöhnen. Verwechslungen sind in meinem engeren Buddykreis passiert. Ist noch gar nicht so lange her.
Onkel POM hat geschrieben:... was die These untermauert, dass man bei pPO2 über 1,6 nicht gleich hopps geht, ist die Tatsache, dass die Sypthome der O2-Vergiftung erst nach knapp einer Stunde auftraten und das bei einem anscheinend durchgehenden pPO2 von leicht über 3,0 (50% Premix, ca. 40% im Loop, 67m Tiefe)...
Ohne jetzt Onkel POM was nachplappern zu wollen: Genau diese Tatsache hat mich an dem Bericht am meisten interessiert. Und auch bestätigt, weil es langweiligen Erfahrungen von Druckkammer-Medizinern entspricht - im Gegensatz zum sensationellen Einzelfall eines spontan aufgetretenen Krampfes bei Hyperoxie in einer grottenschlechten Studie, der noch immer so mühsam wie wichtigtuerisch als Totschlagargument in der Weltgeschichte herumkolportiert wird. (Ganz zu schweigen von nahezu jedem Tech-Tauchlehrer, der garantiert erst letzte Woche einen hyperoxischen Krampf beobachtet hat.)

Aber, um einem mit Sicherheit von Frank gedachten Argument entgegen zu kommen: Es mag zwar ziemlich lange dauern, bis der Krampf kommt - man muß ihn aber nicht unbedingt herausfordern. Trotzdem: wer glaubt, dass er bei einer nur 5 min langen Exposition von pO2 3,0 sterben muß, freut sich vergeblich aufs Jenseits.

Gruß: Rainer
Benutzeravatar
Onkel POM

Re: Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von Onkel POM »

Herausfordern natürlich nicht. Auch ich bin nicht wirklich scharf drauf, herauszufinden, wie sich so ein O2-Krampf anfühlt.
Benutzeravatar
Alex
Beiträge: 209
Registriert: 22.02.2011 16:26:22
Wohnort: Husby
Has thanked: 3 times

Re: Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von Alex »

Interessant!
Zum Gaswechsel selber - wir kontrollieren uns immer gegenseitig !
Auch machen wir immer einen komplettes Gear-Checkup (aber nicht bei schnulli Tauchgängen, eigentlich auch nicht richt aber.... ;)

Was mich an dem Unfall etwas verwunder:
Wie konnte er die hohe O2 Belastung übersehen?
Bei einem Kreisel hat er doch auf jeden Fall einen PpO2 monitor wenn nicht sogar ein HUD.

Oder liege ich da verkehert?
"Erfahrung ist die Summe der Erfahrungen, die man lieber nicht gemacht hätte. Und doch ist es eine gute Sache, wenn man diese Schule hinter sich hat." (A.Einstein)
Benutzeravatar
Submatx

Re: Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von Submatx »

Moin Axel, ja , liegst du. Das RB 80 hat als PASCR keinen O2 Monitor und braucht eigentlich bei korrekter Gaswahl auch keinen.
Benutzeravatar
Onkel POM

Re: Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von Onkel POM »

Richtig, durch die atmungssabhängige Frischgasdosierung stelt sich im Loop von alleine ein sehr stabiler pPo2 ein, der durch die Gaswahl und die jeweilige Tauchtiefe beeinflusst wird. Mit den richtigen Gasen zur richtigen Zeit kann man den Loop eigentlich weder leer atmen, noch kann der pPO2 überschritten werden. Darum ist eine O2-Überwachung (selbst mit nur einem Sensor) eigentlich überflüssig, solange man sich an die Regeln hält. Wie so oft Fehlerquelle Mensch ... :cry:
Benutzeravatar
Alex
Beiträge: 209
Registriert: 22.02.2011 16:26:22
Wohnort: Husby
Has thanked: 3 times

Re: Tödlicher Tauchunfall im WKPP Team

Beitrag von Alex »

OK danke für die Aufklärung !
Habe mich mit den Dingern noch nicht so ganz anfreunden können und letztendlich sind da noch die $$$$$.
Hatte im Urlaub mal das kommende Poseidon probe getaucht. Basenchef ist Testtaucher.
Wenn es mal soweit sein sollte weiß ich nur nicht ob mich die Gegenlunge auf der Schulter/Brust wirklich so überzeugt.
Naja das ist dann aber ein anderes Thema ;)
"Erfahrung ist die Summe der Erfahrungen, die man lieber nicht gemacht hätte. Und doch ist es eine gute Sache, wenn man diese Schule hinter sich hat." (A.Einstein)