Moin,
voll mein Thema:
Für das autonome Tauchen benutze ich auch schon seit bestimmt 15 Jahren die Scubapro-VGM, die technisch gesehen im Grunde der Nachfolger der Dräger 168 Klappmaske ist.
Im Preis-Leistungsverhältnis so ziemlich ungeschlagen. Hier mal ne Konfigurationsmöglichkeit:
Die aktuellen Modelle haben auch ein Oberflächenatemventil, das z.B. anstelle des Kommunikationsanschlusses eingebaut werden kann. Unverzichtbar, finde ich. Spart nicht nur Atemgas beim Anrödeln, man kann sich auch ziemlich normal mit dem Deckspersonal unterhalten ohne schreien zu müssen. Nur die Halterungen der Kopfspinne haben sie verschlimmbessert, die aus Plastik von den ersten Modellen sind wesentlich besser. Die neuen aus Metall laufen fast gar nicht und man reißt sich ständig die Spinne kaputt, wenn man nicht mit zwei Händen arbeitet.
Die Maske hat einen Schwachpunkt, bei dem sie tatsächlich geflutet werden könnte: Das Ausblasventil am Kinn ist nur mit ner Kabelstrapse fest, das rutscht gerne mal nach und nach raus, wenn man das nicht beachtet. Wenn dann gleichzeitig der Hauptautomat versagt, wirds eng. Meist fällt das aber schon an Land beim Anrödeln raus und wenn man reinspringt, merkt man das sofort. Da man bei der Maske ein Mundstück verwenden oder sich der Stutzen mit dem Mund umschließen lässt, kann trotz kompletter Flutung weitergeatmet werden. Das vermisse ich z.B. bei den ganzen Interspiroartigen Masken inkl. Dräger.
Insgesamt finde ich die Scubapro zu leicht für so eine Konfiguration wie auf dem Bild, funktioniert aber grundsätzlich, hab ich getestet.
Für deine Zwecke wäre eigentlich die Bandmask 18B hier geeignet:
Da kommst du nicht in die Verlegenheit, irgendwas unter Stress ab- oder rausnehmen/wechseln zu müssen. Falls die Hauptversorgung dichtmacht, drehst du rechts ein Ventil auf und bist komplett auf Bailout. Wenn der Hauptautomat abbläst, naja, dann macht er das halt. Luft ist ja solange da, bis leer und dann gehst auf Bailout. Wenn der Automat kaputtgeht und/oder die Maske flutet, drehst die Scheibenspülung auf und die bläst die Maske schlagartig leer, die wird je nach dem, was für ne Katastrophe du gerade zu Bewältigen hast, von Bailout oder Hauptversorgung gespeist. Kann man auch autonom tauchen und lässt sich alleine auf- und absetzen. Geht alles gleichzeitig kaputt... viel Glück!
Bekommt man gebraucht so ab 1.300 Eur und kann man mit etwas technischem Verständnis selbst instandhalten. Aber in Zeiten des Rebreathertauchens sind das technisch wie finanziell wohl eher Peanuts. Die gibt's auch noch als Modell 28b, die ist noch etwas günstiger, aber seltener.
Die ist jedenfalls schwer genug und so großzügig befestigt, dass du Lampe und Kamera da dann auch gleich mit ranschrauben kannst, die gibt's inzwischen auch etwas kompakter.
Und falls du Bock drauf hast und ein ausreichend großes Boot: Stellst dir oben zwei oder drei 20l-Kannen an Bord und lässt dich von der Oberfläche aus versorgen. Dann hast auch mehr Zeit und vielleicht maximal ne 10l-Buddel für Bailout auf dem Rücken. Immer ne Leine nach Hause inkl. Kommunikation ergibt sich von selbst.
Für deinen Buddy kannst ja immer noch irgendwo nen Oktopus ins Jacket reinstopfen.
Eigentlich brauchst nicht mal mehr ein Jacket.
Gruß
Krischan